Georg Stefan Troller liest aus „Der Traum von Paris“ und „Mit meiner Schreibmaschine“

Donnerstag, 13.09.2018
19:30 Uhr
Großer Saal des Konferenzgebäudes auf dem Halberg


Georg Stefan Troller, geboren 1921 in Wien, emigrierte 1938 nach Frankreich, dann in die USA. Seit 1949 lebt er in Paris. Berühmt wurde er in den sechziger Jahren mit der Fernsehsendung „Pariser Journal“, danach lief seine „Personenbeschreibung“ über mehr als zwei Jahrzehnte. Troller hat bedeutende Dokumentarfilme („Mord aus Liebe“), „Unter Deutschen“, „Amok“) gedreht und zahlreiche Bücher veröffentlicht.

97 Jahre ist er alt. Und hat ein Buch über sein Leben in der französischen Metropole herausgebracht – mit Gedichten großer Poeten, aber vor allem mit Hunderten von Fotos aus sechzig Jahren. „Ein Traum von Paris“ (Corso, 19 Euro) ist eine Einladung in eine Welt, die es so nicht mehr gibt: kein Reiseratgeber, sondern ein Schwärmen über alte Gebäude und Schlupfwinkel, über Treppchen und Passagen, die für ihn den Charme dieser Stadt ausmachten.

Die Idee dazu kam ihm per Zufall, erzählt er beim Treffen in Berlin. Seine Tochter fand die Fotografien vor ein paar Monaten bei ihm unterm Bett. „Ich hatte alles längst vergessen.“ Das Alter? Da zeigt er sich empört. „Ich empfinde mich nicht als alt“, ruft er, doch habe ihn das Alter schon an seltsame Plätze geführt: „Noch kürzlich war ich auf dem Montmartre-Friedhof, um das Grab zu inspizieren, das ich dort reserviert habe, zu Füßen von Heinrich Heine. Obwohl meine Frau lieber am Montparnasse-Friedhof reserviert hätte, wo mehr Prominente liegen. Aber da war alles ausverkauft.“

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar in Zusammenarbeit mit Ludwig Hofstätter und SR2 Kulturradio. Die Moderation übernimmt PETER KÖNIG, SR2 Kulturradio

Eintritt 8.-/5.- € – Vorverkauf über die Buchhandlung St. Johann, Kronenstr. 6, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681-95805464 – buechergaertner@t-online.de oder ludwig-hofstaetter@t-online.de