Klaus Gietinger: III. Letztes Aufbäumen – Die Bayerische Räterepublik 1919 und die Rote Ruhrarmee 1920

Eine Veranstaltungsreihe mit Klaus Gietinger

Donnerstag, 23. Mai / 19.00 Uhr
NN 19 / Nauwieserstr.19 / Saarbrücken

Warum befürworteten führende Sozialdemokraten den Terror? Warum reichten sie Demokratiefeinden die Hand? Warum ließen sie Tausende umbringen und die Mörder laufen? Wussten sie nicht was sie taten? Und warum putschten dann plötzlich ihre Verbündeten gegen sie? Hatten die SPD-Führer den Bogen überspannt, den Sozialismus einführen wollen oder war Versailles schuld an alldem? Warum riefen sie im März 1920 dann doch den Generalstreik aus, der sie rettete? Und warum verleugneten sie den dann? Und warum übertrugen sie die Gewalt auf Militärs, die sie nicht geschützt hatten? Warum ließen sie die, die gegen sie geputscht hatten dann die Rote Ruhr-Armee zerschlagen? Und warum waren sie schließlich doch weg vom Fenster? Warum wurde Hitler gerade in Bayern groß? Vielleicht weil die SPD-Führung mit der Erschießung der Linken schnell bei der Hand war, aber wenn die Rechten kamen, ganz rasch die Schreibtische räumten? Hatte das vielleicht auch Auswirkungen auf 1933? Wieder bemüht sich der Referent um Antworten.

Von Klaus Gietinger sind folgende Bücher zum Thema erschienen:

Blaue Jungs mit roten Fahnen – Die Volksmarinedivision 1918/19, Unrast-Verlag, Münster 2019
Eine Leiche im Landwehrkanal – die Ermordung Rosa Luxemburgs, Edition Nautilus, Hamburg 2018
November 1918 − Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts, Edition Nautilus, Hamburg 2018
Karl Marx, die Liebe und das Kapital, Roman, Westend Verlag, Frankfurt 2018
Hitler vor Gericht – Der Prozess nach dem Putsch, München 2009
Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere, Edition Nautilus, Hamburg 2009

Der Referent Klaus Gietinger ist Autor, Regisseur und Sozialwissenschaftler, mehrere Kinofilme, zahlreiche TV-Movies, Serien und 7 Tatorte (Buch und Regie), diverse internationale Preise. Nominiert für den Grimmepreis 2018 für den Dokumentarfilm „Wie starb Benno Ohnesorg – Der 2. Juni 1967“. Zahlreiche Sachbücher und zwei Romane. Mehr Infos: www.gietinger.de

Der Eintritt ist frei.