Vortrag von Prof. Dr. Manfred Hildermeier (i.R.) – „100 Jahre russische Revolution“

 

7. November 2017

18:00 Uhr

 

Politische Akademie

der Stiftung Demokratie Saarland

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

 

Der Sturm auf das Winterpalais des Zaren in St. Petersburg am 7. November 1917 (26. Oktober alter Zeitrechnung) war der dramatische Höhepunkt der russischen Revolution. Ihre Ursprünge reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück und ihre Wirkung erstreckt sich bis in die Gegenwart. Die aus der Revolution und dem Bürgerkrieg entstandene Sowjetunion hat nicht nur während des „Großen vaterländischen Krieges“ gegen Hitlers Armeen den Lauf der Weltgeschichte entscheidend beeinflusst. Das Jahr 1917 war zudem der Ausgangspunkt der größten revolutionären Aufstandsbewegung der neueren Geschichte. Das russische und sowjetische 20. Jahrhundert war eine Art Dauerrevolution, die mit extremer Gewalt und Terror verbunden war, aber auch mit großen Veränderungen und der Hoffnung auf Befreiung von Not und Unterdrückung. Hundert Jahre nach ihrem Beginn wird der international hochgeschätzte Historiker Russlands und der Sowjetunion Manfred Hildermeier in Saarbrücken über ihre Geschichte sprechen.

 

Manfred Hildermeier, geb. 1948, lehrte als Professor für Osteuropäische Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. Seine Schwerpunkte sind die russische Geschichte des 17. bis 20. Jahrhunderts und die Geschichte der Sowjetunion. Er hat dazu die beiden Standardwerke verfasst Geschichte der Sowjetunion 1917–1991. Aufstieg und Niedergang des ersten sozialistischen Staates (1998) und Geschichte Russlands. Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution (2016) – sowie zahlreiche Aufsätze. Zahlreiche Forschungsaufenthalte im In- und Ausland (Harvard, Oxford u.a.) und Mitgliedschaften in Kommissionen und Instituten. Zudem war er Mitherausgeber mehrerer Fachzeitschriften und von 2000 bis 2004 Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands.

 

In Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland.