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Henning von Bargen: Demokratie in Gefahr? Antifeminismus und der Kampf gegen moderne Geschlechterverhältnisse

Donnerstag, 21. März 2019 / 19:00 Uhr
FrauenGenderBibliothek Saar / Großherzog-Friedrich-Straße 111 / 66121 Saarbrücken

Antifeministische Positionen sind salonfähig geworden. Mit der Rede von „Staatsfeminismus“, „Frühsexualisierung“ oder „Gender-Wahn“ soll jegliche Entwicklung zu mehr Geschlechtergerechtigkeit und gleichberechtigter Vielfalt von Lebensweisen in Misskredit gebracht und bekämpft werden. Der Vortrag zeigt antifeministische Positionen und Netzwerke auf und wird deutlich machen, wie Antifeminismus die Brücke zwischen neu-rechten und konservativen Stimmen aus der Mitte der Gesellschaft bildet.

Foto: Stephan Röhl

Henning von Bargen ist seit 2007 Leiter des Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung.

Der Eintritt ist frei.
Eine Kooperationsveranstaltung mit der FrauenGenderBibliothek Saar.

Veranstaltungsort und Kontakt:
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog-Friedrich-Straße 111
66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de
www.frauengenderbibliothek-saar.de
Facebook: Frauen Gender Bibliothek Saar

5. Freejazzfestival Saarbrücken

Celebrating the 80th birthday of Charles Gayle, Trevor Watts & Joe McPhee

„If the building is still standing when we’re through, we’ve failed.“ (Charles Gayle)

Programm:

Prolog:
Mittwoch, 3. April 2019 / 19:00 Uhr / Kino 8 ½

DEGREES ABOVE:
Nils Fischer – baritonsaxophon, bassklarinette, kontrabassklarinette
Hartmut Oßwald – tenorsaxophon, bassklarinette
Frank Paul Schubert – sopran- und altsaxophon
Andreas Krennerich – sopranino, sopran- und baritonsaxophon

Liveperformance zu Filmausschnitten von „Godzilla“:
Christof Thewes – posaune
Luciano Pagliarini – saxophon
& the members of the Nu-Band as special guests

Dokumentarfilm: „INSIDE OUT IN THE OPEN.
An expressive journey into the music known as free jazz“, USA 2001, 60 Min., Regie: Alan Roth, Filmgespräch mit dem Regisseur

Auftakt:
Donnerstag, 4. April 2019 / 19:00 Uhr / stiftung demokratie saarland

Vortrag:
Arne Reimer: „American FreeJazz Heroes – Geschichten aus dem Leben von Freejazzlegenden in Wort und Bild“

THE NU BAND:
Thomas Heberer – trompete
Mark Whitecage – saxophon, klarinette, flöte
Joe Fonda – bass
Lou Grassi – schlagzeug

1. Festivaltag:
Freitag, 5. April 2019 / 19:30 Uhr / gemeindezentrum alte kirche

WATTS / WESTON / EDWARDS / SANDERS:
Trevor Watts – saxophon
Veryan Weston – klavier
John Edwards – bass
Mark Sanders – schlagzeug

MATEEN / MILASIUS:
Sabir Mateen – saxophon, flöte, klarinette
Juozas Milasius – gitarre

GAYLE / CABRAS / BARCELLA:
Charles Gayle – saxophon
Manolo Cabras – bass
Giovanni Barcella – schlagzeug

2. Festivaltag:
Samstag, 6. April 2019 / 19:30 Uhr / gemeindezentrum alte kirche

KALUZA QUARTETT:
Anna Kaluza – saxophon
Christof Thewes – posaune
Jan Roder – bass
Kai Lübke – schlagzeug

STEAMBOAT SWITZERLAND:
Dominik Blum – orgel
Marino Pliakas – bass
Lucas Niggli – schlagzeug

MCPHEE / EDWARDS / KUGEL:
Joe McPhee – saxophon, trompete
John Edwards – bass
Klaus Kugel – schlagzeug

Epilog:
Sonntag, 7. April 2019 / 11:00 Uhr / café bar zing, rotenbergstraße 37

JAM-SESSIONS mit Festivalmusikern

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FreeJazz-WORKSHOP für Anfänger & Fortgeschrittene:
Leitung: Hartmut Oßwald, Gastdozent am 6.4.: Charles Gayle

freitag, 5. april, ab 11:00 uhr,
samstag, 6.april, ab 11:00 uhr,
sonntag, 7. april, 11:00 uhr, konzert

Unkostenbeitrag 60 ,- €

Anmeldung per email an ohatmu@gmail.com

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Eintrittspreise:
Prolog Mi.: 15,– € / ermäßigt 10,– €
Auftakt Do.: 10,- € / ermäßigt 6,- €
Festivalkarte Fr. + Sa.: 40, – € / ermäßigt 30,– €
Abendkarte Freitag: 25,– € / ermäßigt 18,– €
Abendkarte Samstag: 25,– € / ermäßigt 18,– €

Aufgrund der limitierten Sitzplätze wird zur Reservierung der Tickets geraten, Kartenreservierung per email an: stwi@freejazzsaar.de.

Ausführliche Infos unter freejazzsaar.de

Gefördert wird das Festival durch das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, das Kulturamt Saarbrücken, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Stiftung Demokratie Saarland, Saartoto, Arbeit und Kultur, SR2 Kulturradio, die Sparkasse Saarbrücken, die Schweizer Kulturstiftung ProHelvetia und großzügige private Spenden.

Wladyslaw Panas: „Das Auge des Zaddik – eine Reise nach Lublin“

Vorgestellt vom Übersetzer Lothar Quinkenstein

Dienstag, 9. April 2019 / 19:30 Uhr
Buchhandlung St. Johann / Kronenstr. 6 / Saarbrücken

Erinnerung an ein Zentrum jüdischen Lebens in Mitteleuropa

Der Essay „Das Auge des Zaddik“ ist ein Meisterwerk der Gedächtnisarchäologie, in dem sich das Denken von Wladyslaw Panas wie unter einem Brennglas bündelt. Satz für Satz wird der Leser durch eine atemberaubende Schule der Entzifferung geführt, bis er am Ende selbst als „Sehender“ die  Bedeutung der jüdischen Geschichte Lublins erkennt – an einem Ort, der sich jetzt als leerer Platz darbietet.

Wladyslaw Panas (1947 – 2005) war einer der bedeutendsten  polnischen Literaturwissenschaftler seiner Zeit. Seine größten Verdienste erwarb er sich mit seinen Erkundungen der jüdischen Geistesgeschichte, insbesondere in Lublin, wo der berühmte Zaddik Jakob Jizchak Horowitz – der „Seher von Lublin“ – gelebt und gewirkt hatte.

„Das Auge des Zaddik“ erschien 2018 im Röhrig Universitätsverlag, herausgegeben von Lothar Quinkenstein und Agnieszka Hudzik. Für seine Verdienste auf dem Gebiet des deutsch-polnischen Kulturaustauschs wurde Lothar Quinkenstein 2017 mit dem Jabłonowski-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar in Zusammenarbeit mit der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes e.V.

Der Eintritt ist frei.

Lesung mit Johann-Günther König: Pünktlich wie die deutsche Bahn?

Eine kulturgeschichtliche Reise bis in die Gegenwart

Mittwoch, 10. 04. 2019 / 19.00 Uhr
Buchhandlung St. Johann / Kronenstraße 6 / Saarbrücken

Die deutsche Bahn hat heute mit den romantischen Verklärungen der Eisenbahn nichts mehr gemein. Stattdessen häufen sich die Probleme. Was muss geschehen, damit die Unzuverlässigkeit und politische Benachteiligung des Verkehrsträgers Bahn Geschichte wird? Ab 1835 entwickelte sich die Eisenbahn in Deutschland zu einem unverzichtbaren Verkehrsmittel. Sie blieb es bis zu Beginn der 1960er Jahre, als die Massenmotorisierung die »gute alte Zeit« der Eisenbahn beendete. Ihr Anteil im Personenverkehr ist seitdem auf nicht einmal ein Zehntel geschrumpft. Inzwischen konkurriert sie zudem mehr schlecht als recht mit Billigfliegern und Fernbussen und kann mangels politischer Weichenstellungen ihre System- und Umweltvorteile nicht ausspielen. Johann-Günther König erzählt die Geschichte der zunehmend krisenhaften Beziehung von Mensch, Politik und Eisenbahn. Dabei ist Kritik an der Bahn nicht erst ein heutiges Phänomen. Bereits 1836 hieß es etwa: »Der Tritt zum Wagen ist zu hoch, um auf und ab zu gehen.« Gegenwärtig sind es nicht nur Verspätungen, Zugausfälle und Betriebsstörungen aller Art, die den Ruf des Marktführers Deutsche Bahn schädigen. König zeigt die Probleme und Möglichkeiten des immer komplexeren Eisenbahngeschehens auf und fragt, wie und inwieweit überhaupt noch die Weichen für einen Neuanfang gestellt werden können.

Foto:Privat

Johann-Günther König, Jahrgang 1952, verfasst als freier Autor überwiegend Werke zu kulturhistorischen, politökonomischen und Themen rund um seine Heimatstadt Bremen. Bei zu Klampen sind von ihm »Die Autokrise« (2009) und »Das große Geschäft. Eine kleine Geschichte der menschlichen Notdurft« (2015) erschienen.

Eintritt frei.
Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar in Zusammenarbeit mit Ludwig Hofstätter

Veronika Kracher: It’s not just boys‘ fun.

Geschlechterbilder in der radikalen Linken

Dienstag, 07. Mai 2019 / 19 Uhr
Rosa Luxemburg Stiftung / Futterstr. 17-19 / Saarbrücken

Antifaschistische Gruppen und Organisationen betrachten sich selbst häufig als Pioniere zu einer Gesellschaft, die den Kapitalismus überwunden hat. Wenn es jedoch um eine Kritik an den Geschlechterverhältnissen geht oder darum, die eigene patriarchale Sozialisation zu überwinden, scheinen zahlreiche Genossen überfordert. Sexismus, die Reproduktion von traditionell männlichen Verhaltensweisen, das Nutznießen der eigenen Position und sogar sexuelle Übergriffe finden leider auch innerhalb sich emanzipatorisch begreifender Strukturen statt, und selbst Frauen* lehnen als feminin codiertes Auftreten ab. Feministische Kämpfe müssen gegen den Widerstand in den eigenen Reihen ausgefochten werden.

Die Journalistin Veronika Kracher gibt einen Überblick über die ideengeschichtliche Entwicklung feministischer Theorie und Praxis innerhalb der radikalen Linken, setzt sich mit innerlinken Problematiken bezüglich der Geschlechterfrage auseinander und fragt, ob antifaschistischer Kampf und ein „mackerhafter“ Habitus denn so zwingend miteinander einhergehen müssen.

Veronika Kracher ist freie Journalistin für die Konkret, Jungle World und taz. Ihr Fokus liegt auf marxistisch-feministischer Gesellschafts- und Kulturtheorie.

Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar und ConnAct Saar.