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Filmvorführung – „Hate Spaces. Die Politik der Intoleranz auf dem Campus“

Mittwoch, 28. Februar

20.00 Uhr

kino achteinhalb

Nauwieser Straße 19 | 66111 Saarbrücken

In Kooperation mit CriThink! e.V. – Gesellschaft zur Förderung des kritischen Denkens und Handelns, Deutsch-Israelische Gesellschaft Saar, Antifa Saar/Projekt AK.

 

 

Viele jüdische Studenten, die mit der Erwartung von Gleichheit und Inklusion aufgewachsen sind, werden auf dem amerikanischen Campus heute häufig mit einer harten und hässlichen Realität konfrontiert, die von College-Beamten meist ignoriert wird. Die Feindseligkeit gegenüber jüdischen Studenten auf dem Campus ist Teil eines größeren Wandels in der akademischen Welt. Unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung und der sozialen Gerechtigkeit kooperieren linke und linksliberale Studentengruppen mit offenen Antisemiten. Der Film zeigt, wie Antisemitismus an vielen amerikanischen Universitäten durch die fortschreitende akademische Delegitimierung Israels, die Normalisierung von Hass im Namen sozialer Gerechtigkeit und durch massive Spenden arabischen Ölgeldes an Universitäten zur neuen Normalität wird. Die Zusammenarbeit verschiedener Akteure aus dem links-alternativen Milieu mit Islamisten und Antisemiten sowie die Verstrickungen der weltweiten antisemitischen Kampagne zum Boykott Israels (BDS) werden anhand eindrucksvoller Beispiele dargestellt. HATE SPACES enthält Kommentare und Analysen von angesehenen Autoren und Wissenschaftlern, darunter die Professoren Alan Dershowitz aus Harvard, William Jacobson aus Cornell und Richard Landes von der Boston University, zusammen mit den Journalisten Bret Stephens vom Wall Street Journal und Caroline Glick von der Jerusalem Post. (CriThink! e.V. )

Dokumentarfilm, USA 2016,

Regie und Drehbuch: Avi Goldwasser,

Kamera: Andrea Levin, 70 Min,

Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Mehr Infos hier

Filmvorführung – „Blut muss fließen“

Montag, 5. März

20.00 Uhr

kino achteinhalb

Nauwieser Straße 19 | 66111 Saarbrücken

In Kooperation mit Solidarische Rose (Zweibrücken/Homburg), CriThink! e.V. – Gesellschaft zur Förderung des kritischen Denkens und Handelns, Deutsch-Israelische Gesellschaft Saar und  Rosa Luxemburg Stiftung Rheinland Pfalz.

 

Der Regisseur Peter Ohlendorf wird persönlich anwesend sein und für Fragen und Anregungen nach dem Film zur Verfügung stehen.

Was zeigt dieser Film und warum ist er gerade hier im Saarland von besonderer Bedeutung?

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Der Journalist Thomas Kuban ermöglicht Einblicke in eine Szene, in die sich kaum ein Außenstehender wagt.
Eine Rechtsrockszene, die auch im Saarland feste Strukturen besitzt.
Seit Jahren ist ein abgelegenes Grundstück im grenznahen französischen Ort Eschviller ein zentraler Bestandteil der Infrastruktur der saarländischen Naziszene. Seit 2008 ist das Gelände mit Hütten und Konzertbühne im Besitz saarländischer Neonazis und war in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig Austragungsort für Neonazi-Konzerte, Partys und Szene-Veranstaltungen. Besitzer des Grundstücks ist ein Püttlinger Neonazi. Dieser gilt als einer der führenden und aktivsten Neonazis im Saarland; er ist Mitglied der elitären Nazi-Skinhead-Vereinigung „Hammerskin Nation“, Schlagzeuger der Nazi-Band „Wolfsfront“ sowie Gründungs- und aktives Mitglied der konspirativ agierenden „Kameradschaft 13. Januar“. Die saarländischen „Hammerskins“ betreiben darüber hinaus seit 2015 in einer ehemaligen Pizzeria in der Siemensstraße 5 in Dillingen die „Hatebar“. Dieses Clubhaus fungiert ebenfalls als Treffpunkt, Veranstaltungsort und Konzertbühne für die extreme Rechte im Saarland und darüber hinaus.
Nach neun Jahren hat Thomas Kuban fünfzig Undercover-Drehs hinter sich, auch jenseits deutscher Grenzen, z.B. im Elsass. Ein Lied begegnet ihm immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheissen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…“. Hochbrisant und einzigartig ist das Material, das er unter extremem persönlichem Risiko mit versteckter Kamera zusammengetragen hat. Es dokumentiert hautnah, wie junge Leute mit Rechtsrock geködert und radikalisiert werden.
Gemeinsam mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf reist er noch einmal zurück an Orte, an denen er undercover gedreht hat. Im Fokus steht dabei die Frage, die er auch auf der politischen Ebene zu klären versucht: Wie ist es möglich, dass auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden kann?

Bis heute ist der Film nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen gewesen, sondern nur bei Veranstaltungen von FilmFaktum in Kooperation mit Initiativen und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Politik, Gewerkschaften, Kirche und Sport. Rund 1500 Vorführungen mit anschließender Diskussion konnten bislang realisiert werden, viele davon an Schulen. Auch fünf Jahre nach der Premiere hat der Film nichts an seiner Aktualität eingebüßt.

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Eröffnung – „Gebäudeillumination zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts“

Gebäudeillumination zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts
vom 7. bis 11. März 2018 am Cora-Eppstein-Platz in Saarbrücken

Eröffnung – Mittwoch, 7. März um 20 Uhr

Cora Eppstein Platz (Saarbrücken)

Eröffnung am Mittwoch, 7. März 2018, um 20 Uhr mit Oberbürgermeisterin Charlotte Britz am Cora Eppstein Platz.

Die Illumination wird täglich bis Sonntag, 11.3., von 18-22 Uhr zu sehen sein.

Im Auftrag des FrauenForum Saarbrücken realisieren Studentinnen der HBK Saar eine Architekturprojektion auf der Alten Kirche am Cora-Eppstein-Platz (Evang.-Kirch-Str. 27). Die Künstlerinnen Karen Fritz, Isabelle Kirsch und Martine Marx, betreut durch den Lichtkünstler François Schwamborn, setzen sich mit den Themen Frauenwahlrecht und Emanzipation auseinander

In Kooperation mit dem Frauen Forum Saarbrücken.

Das Frauen Forum Saarbrücken ist ein Aktionsbündnis für eine gleichberechtigte Gesellschaft, in dem z.Zt. folgende Organisationen aktiv sind:
ALDONA e.V., Arbeitskammer, AsF Saarbrücken, AWO Frauenhaus Saarbrücken, Beratung Interkulturell, Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt des SkF, BPW Saarbrücken, DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, DKP, Ev. Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Familienplanung und Sexualpädagogik Diakonie Saar, Frauenarbeitsgemeinschaft Lisa Die Linke, Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken, FrauenGenderBibliothek Saar, Frauengruppe Courage, Frauenmantel – Frau im Zentrum e. V., Frauen Union Saarbrücken – Stadt, Frauennotruf Saarland, Mimose Frauengruppe, NELE – Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen e.V., ProFamilia Saarbrücken, SkF Elisabeth-Zillken-Haus, Ver.di-Frauen.

Lesung – Zsuzsa Bánk „Schlafen werden wir später“ – Aus der Reihe „Böll & Hofstätter“

Montag, 19. März 2018

20:00 Uhr

 

Filmhaus Saarbrücken

Mainzerstraße 8

66111 Saarbrücken

Eintritt 7 EUR (ermäßigt 5 EUR) –

Kartenreservierung Tel. 0681 / 95 80 54 64 oder ludwig-hoefstaetter@t-online.de

»Was fan­gen wir noch an mit die­sem Leben, jetzt, nach­dem wir die halbe Stre­cke schon gegan­gen sind?«

Die Schriftstellerin Márta lebt mit Mann und drei Kindern in einer deutschen Großstadt. Obwohl sie ihre Kinder über alles liebt, kämpft sie jeden Tag darum, in ihrem Leben nicht unterzugehen und ihre Arbeit gegen die Zumutungen des Alltags zu verteidigen. Ihre Freundin Johanna hingegen, mit der sie seit früher Kindheit eine innige Freundschaft verbindet, ist Lehrerin im Schwarzwald und kinderlos. Statt mit ihrer Doktorarbeit weiterzukommen, kämpft sie mit den Gespenstern ihrer Vergangenheit: mit dem Mann, der sie verlassen hat, mit einer schweren Krankheit, die sie gerade überwunden hat, mit ihrem Vater, der so jung gestorben ist.

Beide Frauen wissen, dass sie noch mehr wollen. Aber was machen sie jetzt mit diesem Leben, dessen Weg sie zur Hälfte schon gegangen sind? Und was macht das Leben mit ihnen?

Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman »Der Schwimmer« wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für die Erzählung »Unter Hunden« aus ihrem Erzählungsband »Heißester Sommer« erhielt sie den Bettina-von-Arnim-Preis. Zuletzt erschienen ihre Romane »Die hellen Tage« und »Schlafen werden wir später«.

 

Literaturpreise

Open Mike-Preis 2000
Jürgen-Ponto-Preis 2002
aspekte-Literaturpreis 2002
Deutscher Bücherpreis 2003
Mara Cassens Preis 2003
Bettina-von-Arnim-Preis 2003
Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung 2004

 

Mehr Infos

http://www.zsuzsabank.de

Auftakt – 4. Free-Jazz-Festival Saarbrücken

Celebrating the 50th birthday of „Machine Gun“

Mittwoch, 21. März 2018

20:00 Uhr

Politische Akademie der Stiftung Demokratie Saarland
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

– Eintritt: 5 Euro –

In Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland.

 

Vortrag mit Hörbeispielen: „Freiheit und Disziplin. Überlegungen zum Free Jazz als einer höheren Form der Komposition“

Referent: Felix Klopotek

Ausgehend von historischen Größen wie John Coltrane, Ornette Coleman, Albert Ayler und Cecil Taylor hat sich die Improvisierte Musik bis in unsere Tage nicht nur weiterentwickelt, sondern auch neue Ausdrucksformen gefunden. Freie Improvisation ist längst nicht mehr nur ein Phänomen des Jazz, sondern ein weitverzweigtes Ausdrucksmittel musikalischer – und damit zum Teil auch politischer – Emanzipation.
Felix Klopotek, Kenner der Szene, betrachtet die Geschichte des Free Jazz und seiner Ableger nicht aus einer Perspektive des Vergangenen, sondern aus der Gegenwart heraus. Hier wird nicht nostalgisch Jazzvergangenheit glorifiziert, sondern Improvisation als Teil einer sozialen Praxis betrachtet.

„Tanz der Komödianten“: Eine analoge audio-visuelle Komposition

Inhaltlich beschrieben wird diese Performance durch den Text „Der Mensch, der Komödiant der Welt“ von Friedrich Nietzsche, der titelgebend für die Komposition ist (aus: „Menschliches, Allzumenschliches“, Leipzig 1886). Die Aufführenden sind die speziell für diesen Abend zusammengestellte Spielraumworkshopband unter der Leitung von Christof Thewes im musikalischen Bereich. Zudem wird der Wuppertaler Maler Jorgo Schäfer die Musik mit seiner Kunst visualisieren.

Spielraumworkshopband, Leitung & Komposition: Christof Thewes

featuring Christof Thewes (Posaune)
Claudia Hahn (Flöte)
Julien Blondel (Cello)
Johannes Schmitz (Gitarre)
Daniel Schmitz (Trompete)
Daniel Prätzlich (Schlagzeug)

Analog-Visualisierung

Jorgo Schäfer

Mehr Infos hier

Felix Klopotek

lebt und arbeitet in Köln. Hat über zehn Jahre als Musikverleger und Konzertveranstalter in den Bereichen Free Jazz, Neue Musik und Elektronik gearbeitet und verfolgt als Buchautor und Musikjournalist die Entwicklungen in den Szenen der Improvisierten Musik bis heute.

Christof Thewes

ist seit Jahren als Leiter und Komponist unzähliger eigener Ensembles, die vom Solo bis zur Big Band reichen, und als Sideman so bekannter Gruppen wie dem Globe Unity Orchester und der Uli Gumpert Workshop Band musikalisch aktiv. In mehr als 30 Jahren hat er mit vielen namhaften und legendären Jazzern wie Alex Schlippenbach, Evan Parker, Rudi Mahall, Albert Mangelsdorff, Gerd Dudek, Paul Lovens u.v.a. konzertiert. Dabei konnte er einen unverwechselbaren Sound entwickeln.

Jorgo Schäfer

ist Maler und Cartoonist. Und: er liebt Jazz, vor allem die freie, offene Form. Über Jahrzehnte hinweg fand eine Annäherung an diese Musik statt, wurde initiiert und intensiviert durch die Freundschaft zum 2002 verstorbenen Wuppertaler Free-Jazz-Bassisten und Mitbegründer des „vision festivals“ Peter Kowald. Diese Verbundenheit mit dem Jazz führte Jorgo Schäfer zu einem ganz eigenen künstlerischen Ausdruck. Er skizziert, zeichnet und malt, während die Musiker auf der Bühne spielen und improvisieren. „Hören und Sehen sind im sinnlichen Wechselspiel, Aufnehmen und Ausagieren fallen ineins, Musik und Malerei laufen parallel. Parallelen treffen sich im Unendlichen: Hör-Bilder entstehen“, so Dr. Hermann Ühlein.