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Dr. Jens Althoff: Auf dem Weg zu einer europäischen Öffentlichkeit? Die Europawahldebatten in Deutschland und Frankreich im Vergleich

Der Grüne Salon
Mit Dr. Jens Althoff / Einführung Markus Tressel, Grüne MDB

Montag, 20. 05. 2019 / 19.00 Uhr
Schauplatz im Filmhaus / Mainzer Straße 8 / 66111 Saarbrücken

Europa wählt am 26. Mai. Es geht um eine Richtungsentscheidung für die Zukunft des Kontinents. Noch nie seit seinen Anfängen wurde das europäische Projekt so grundsätzlich in Frage gestellt. Der überwunden geglaubte Nationalismus kehrt zurück auf die europäische Bühne. Aber gibt es vor dem Hintergrund dieser gemeinsamen Herausforderung eine europäische Öffentlichkeit, die gemeinsam über die Gestaltung der Zukunft debattiert? Steht Europa im Mittelpunkt der Debatten zu den Europawahlen? Dieser Frage soll im Vergleich der Debatten zu den Europawahlen in Deutschland und Frankreich nachgegangen werden. Welche Themen und Debatten beschäftigen Menschen und Medien diesseits und jenseits des Rheins, wo sind dort Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen? Inwieweit geht es um europäische Fragen oder dominieren innenpolitische Auseinandersetzungen den Wahlkampf – und wenn ja, welche?

Dr. Jens Althoff leitet das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Paris, das er dort seit 2015 aufgebaut hat. Bereits seit seinem Studium beschäftigt er sich mit Gesellschaft und Politik im Nachbarland. Der Politikwissenschaftler hat an der FU Berlin zur Frage der Bedeutung von Glaubwürdigkeit in der Politischen Kommunikation promoviert. Anschließend arbeitete er als Pressesprecher für den Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und im Europäischen Parlament in Brüssel.

Der Eintritt ist frei.

Zum Veranstaltungsflyer

 

Heinrich-Böll-Stiftung – die grüne politische Stiftung und ihr Studienwerk stellen sich vor

Mittwoch, 22. Mai 2019 / 19.30 Uhr
Kino 8 1/2 / Nauwieserstr. 19 / 66111 Saarbrücken

Die Heinrich-Böll-Stiftung steht für grüne Ideen und Projekte, ist eine reformpolitische Zukunftswerkstatt und ein internationales Netzwerk. Wir arbeiten mit über hundert Partnerprojekten in mehr als 60 Ländern zusammen und unterhalten derzeit Büros in 32 Ländern.

Das klingt spannend für Dich? Dann komm am 22. Mai ab 19.30 Uhr ins Kino 8 1/2 und lern das Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung kennen. Das Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung fördert mit ihren Stipendien jährlich rund 1200 Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen aus dem In- und Ausland ideell und finanziell. Unterschiedliche Förder- und Diversity-Kriterien werden während der Auswahl besonders berücksichtigt. Vielleicht gehörst Du ja künftig mit dazu? Wir freuen uns Dich begrüßen zu dürfen und interessante Gespräche mit Dir zu führen.

Nach einer Begrüßung durch Rûken Tosun von der Landesstiftung Saar stellen sich die Vertrauensdozent*innen der Heinrich-Böll-Stiftung vor. Wir erläutern die Besonderheiten eines Stipendiums des Studienwerks der Heinrich-Böll-Stiftung und das Bewerbungsverfahren. Im Dialog mit Stipendiat*innen erhältst Du direkte Einblicke und lassen sich Deine Detailfragen rund um Bewerbung und Stipendium sicherlich gut klären. Für Kleinigkeiten zu essen und zu trinken ist gesorgt.

Mehr Infos zum Studienwerk: https://www.boell.de/de/stipendien

 

 

Klaus Gietinger: III. Letztes Aufbäumen – Die Bayerische Räterepublik 1919 und die Rote Ruhrarmee 1920

Eine Veranstaltungsreihe mit Klaus Gietinger

Donnerstag, 23. Mai / 19.00 Uhr
NN 19 / Nauwieserstr.19 / Saarbrücken

Warum befürworteten führende Sozialdemokraten den Terror? Warum reichten sie Demokratiefeinden die Hand? Warum ließen sie Tausende umbringen und die Mörder laufen? Wussten sie nicht was sie taten? Und warum putschten dann plötzlich ihre Verbündeten gegen sie? Hatten die SPD-Führer den Bogen überspannt, den Sozialismus einführen wollen oder war Versailles schuld an alldem? Warum riefen sie im März 1920 dann doch den Generalstreik aus, der sie rettete? Und warum verleugneten sie den dann? Und warum übertrugen sie die Gewalt auf Militärs, die sie nicht geschützt hatten? Warum ließen sie die, die gegen sie geputscht hatten dann die Rote Ruhr-Armee zerschlagen? Und warum waren sie schließlich doch weg vom Fenster? Warum wurde Hitler gerade in Bayern groß? Vielleicht weil die SPD-Führung mit der Erschießung der Linken schnell bei der Hand war, aber wenn die Rechten kamen, ganz rasch die Schreibtische räumten? Hatte das vielleicht auch Auswirkungen auf 1933? Wieder bemüht sich der Referent um Antworten.

Von Klaus Gietinger sind folgende Bücher zum Thema erschienen:

Blaue Jungs mit roten Fahnen – Die Volksmarinedivision 1918/19, Unrast-Verlag, Münster 2019
Eine Leiche im Landwehrkanal – die Ermordung Rosa Luxemburgs, Edition Nautilus, Hamburg 2018
November 1918 − Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts, Edition Nautilus, Hamburg 2018
Karl Marx, die Liebe und das Kapital, Roman, Westend Verlag, Frankfurt 2018
Hitler vor Gericht – Der Prozess nach dem Putsch, München 2009
Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere, Edition Nautilus, Hamburg 2009

Der Referent Klaus Gietinger ist Autor, Regisseur und Sozialwissenschaftler, mehrere Kinofilme, zahlreiche TV-Movies, Serien und 7 Tatorte (Buch und Regie), diverse internationale Preise. Nominiert für den Grimmepreis 2018 für den Dokumentarfilm „Wie starb Benno Ohnesorg – Der 2. Juni 1967“. Zahlreiche Sachbücher und zwei Romane. Mehr Infos: www.gietinger.de

Der Eintritt ist frei.

 

Lea Susemichel: „Identitätspolitiken – Konzepte und Kritiken in Geschichte und Gegenwart der Linken“

Buchvorstellung

Dienstag, 28. Mai 2019 / 19:00 Uhr
FrauenGenderBibliothek Saar / Großherzog-Friedrich-Straße 111 / 66121 Saarbrücken

Identitätspolitik bedeutet, sich über die eigene Identität als beispielsweise Afroamerikanerin, Jude, Frau, Lesbe oder Arbeiter zu definieren – und bestenfalls auch zu organisieren. Doch obwohl diese Form der Identitätspolitik die Basis zahlloser sozialer Bewegungen wie bspw. des Feminismus bildete, wurde sie spätestens durch die Queer und Postcolonial Theory radikal infrage gestellt.
Doch Identitätspolitik wird nicht nur theoretisch heftig herausgefordert, sondern inzwischen auch innerhalb der Linken als geradezu konterrevolutionär scharf kritisiert: Sie schade dem Klassenkampf, so die Argumentation. Denn der Kampf gegen Diskriminierung würde von jenem gegen soziale Ungleichheit nur ablenken.
Der Vortrag bietet einen Überblick über die gegenwärtigen identitätspolitischen Debatten in der Linken. Und er will zeigen: Die Kritik von Minderheiten ist eine demokratiepolitische Stärke und eben nicht die Schwäche linker Bewegungen. Nicht Spaltung ist das Ziel, sondern letztendlich das, was vermeintlich verhindert wird: Solidarität.

Lea Susemichel (*1976), geboren und aufgewachsen in Deutschland, studierte Philosophie und Gender Studies in Wien mit Schwerpunkt feministische Sprachphilosophie. Als Journalistin, Lehrbeauftragte und Vortragende arbeitet sie zu den Themen feministische Theorie & Bewegung und feministische Medienpolitik. Sie ist leitende Redakteurin des feministischen Magazins an.schläge. Zuletzt von ihr erschienen: Lea Susemichel, Jens Kastner: Identitätspolitiken. Konzepte und Kritiken in Geschichte und Gegenwart der Linken, Unrast 2018

Eintritt frei.
In Kooperation mit der FrauenGenderBibliothek Saar und ConnAct Saar.

Veranstaltungsort und Kontakt:
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog-Friedrich-Straße 111
66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de
www.frauengenderbibliothek-saar.de
Facebook: Frauen Gender Bibliothek Saar

 

 

Klaus Gietinger: IV. Neue Erkenntnisse versus Geschichtsklitterung

Eine Veranstaltungsreihe mit Klaus Gietinger

Mittwoch, 5. Juni / 19.00 Uhr
Kino 8 1/2 / Nauwieserstr.19 / Saarbrücken

100 Jahre später ist die Novemberrevolution plötzlich wieder gefragt. Junge Historiker entdecken massenhaft Neues und bieten neue Erkenntnisse, entdecken die Räte neu und verpasste Chancen. Und dann gibt es ältere Historiker und Geschichtsklitterer, die holen plötzlich Althergebrachtes aus der Klamottenkoste, heftig unterstützt von der FAZ, die weiß wie man den Ersten Weltkrieg hätte gewinnen können, die die Dolchstoßlegende für wahr erklärt, die Matrosen verleumdet, die den Kriegsverbrechern in der Kaiserlichen Marine zuwinkt und ihnen eine reelle Chance einräumt, die doppelt so große englische Flotte zu besiegen und die Kolonialverbrecher, Genozidverantwortliche und Faschisten wie Paul Lettow-Vorbeck auf einer ganzen Seite lobt.
Revolution und Konterrevolution nicht nur in der neuesten Geschichtswissenschaft, sondern auch in den Medien? Stehen wir vor einer Konterrevolution ohne Revolution? Auch diese Frage versucht der Referent zu beantworten.

Von Klaus Gietinger sind folgende Bücher zum Thema erschienen:

Blaue Jungs mit roten Fahnen – Die Volksmarinedivision 1918/19, Unrast-Verlag, Münster 2019
Eine Leiche im Landwehrkanal – die Ermordung Rosa Luxemburgs, Edition Nautilus, Hamburg 2018
November 1918 − Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts, Edition Nautilus, Hamburg 2018
Karl Marx, die Liebe und das Kapital, Roman, Westend Verlag, Frankfurt 2018
Hitler vor Gericht – Der Prozess nach dem Putsch, München 2009
Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere, Edition Nautilus, Hamburg 2009

Der Referent Klaus Gietinger ist Autor, Regisseur und Sozialwissenschaftler, mehrere Kinofilme, zahlreiche TV-Movies, Serien und 7 Tatorte (Buch und Regie), diverse internationale Preise. Nominiert für den Grimmepreis 2018 für den Dokumentarfilm „Wie starb Benno Ohnesorg – Der 2. Juni 1967“. Zahlreiche Sachbücher und zwei Romane. Mehr Infos: www.gietinger.de

Der Eintritt ist frei.