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Lesung „Böll & Hofstätter“ – Peter Bichsel

Donnerstag, 9. November 2017
20:00 Uhr

camera zwo – das arthouse kino 
Futterstraße 5–7
66111 Saarbrücken

Peter Bichsel wurde am 24. März 1935 in Luzern geboren und wuchs als Sohn eines Handwerkers ab 1941 in Olten auf. Am Lehrerseminar in Solothurn ließ er sich zum Primarlehrer ausbilden. 1956 heiratete er die Schauspielerin Therese Spörri († 2005). Er ist Vater einer Tochter und eines Sohnes. Bis 1968 (und ein letztes Mal 1973) arbeitete er als Primarlehrer. 1964 wurde er mit seinen Kurzgeschichten in Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen auf einen Schlag bekannt; die Gruppe 47 nahm ihn begeistert auf und verlieh ihm 1965 ihren Literaturpreis. Zwischen 1974 und 1981 war er als persönlicher Berater für Bundesrat Willi Ritschard tätig, mit dem er befreundet war. Mit dem Schriftsteller Max Frisch war er bis zu dessen Tod 1991 eng befreundet. Er ist seit 1985 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Bichsel lebt in Bellach bei Solothurn.

Vortrag von Dr. Volker Weiß – „Die autoritäre Revolte: Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“

 

Montag, 20. November 2017
18:00 Uhr

Politische Akademie der Stiftung Demokratie Saarland
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

In seinem Vortrag wird Volker Weiß eine tiefgehende und historisch fundierte Zeitdiagnose zu den rechtspopulistischen Phänomenen Pegida, AfD & Co. bieten. Dabei werden das vielfältige Spektrum der neuen rechten Bewegungen sowie die Herkunft und Vernetzung ihrer Kader beleuchtet. Durch sein profundes Wissen der deutschen Geschichte kann er die zentralen Mythen der Neuen Rechten zerschlagen und belegen, wie nationalistische Strömungen der Vergangenheit heute wieder aufgegriffen werden. Neben der Eruierung autoritärer Vorstellungen und der Veranschaulichung der fließenden Übergänge von Konservativismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus wird unser Referent zugleich die antiliberalen Phrasen der Rechten und ihren Gestus als »68er von rechts« demaskieren. Dergestalt sind, so seine Erkenntnis, „Abendländer“ und Islamisten in ihrem Kampf gegen Selbstbestimmung Waffenbrüder.

Eine Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland, im Rahmen der Ausstellung „On Democracy“.

Dr. Volker Weiß geb. 1972. Er ist Historiker und freier Publizist, schreibt u.a. für DIE ZEIT und ZEIT Geschichte, für die Jungle World sowie die taz. Studium der Literaturwissenschaft, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie der Psychologie an der Universität Hamburg, Abschluss als Magister. 2009 Promotion als Historiker mit der Arbeit „Moderne Antimoderne. Arthur Moeller van den Bruck und die Transformation des Konservatismus in Deutschland“. Zwischen 2009 und 2014 hatte er Lehraufträge in Hamburg und Leipzig. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Theorie, Geschichte und Gegenwart der extremen Rechten und des Antisemitismus. Zu seinen Publikationen zählen etwa „Deutschlands Neue Rechte. Angriff der Eliten – Von Spengler bis Sarrazin“ (2011), „Moses Hess. Rheinischer Jude, Revolutionär, früher Zionist“ (2015) oder das jüngst erschienene Buch „Die autoritäre Rechte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“, für das Volker Weiß für den Sachbuch-Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war und von der Presse bejubelt wurde.

100 Jahre Böll – Ausstellungseröffnung „Einmischung erwünscht!“

Ausstellungseröffnung 

Freitag, 5. Januar 2018

18:00 Uhr

Politische Akademie der Stiftung Demokratie Saarland
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Die Ausstellung kann vom 6. bis 16. Januar 2018 in der Politischen Akademie der Stiftung Demokratie Saarland besucht werden.

Am 21. Dezember 2017 ist Heinrich Bölls hundertster Geburtstag. Seit seinem Tod im Jahre 1985 hat es in Deutschland keinen vergleichbaren öffentlichen Intellektuellen mehr gegeben. Böll war unbequem und legte sich mit der politischen Linken wie der Rechten an, mit der katholischen Kirche ebenso wie mit der Presse. Er setzte sich für Flüchtlinge aus Vietnam ein und für Dissidenten in Osteuropa. Er war Humanist, aber kein Moralist, und überzeugt, dass „Sprache, Liebe, Gebundenheit den Menschen zum Menschen machen“. In der Ausstellung wird an einen großen Künstler und Intellektuellen erinnert, der aktueller ist als man glauben mag. Denn, so der Autor, „Einmischung ist die einzige Möglichkeit, realistisch zu bleiben.“

Mehr Infos hier

 

100 Jahre Böll – Ausstellung „Einmischung erwünscht!“

6. bis 16. Januar 2018 in der Politischen Akademie der Stiftung Demokratie Saarland

Politische Akademie der Stiftung Demokratie Saarland
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Am 21. Dezember 2017 ist Heinrich Bölls hundertster Geburtstag. Seit seinem Tod im Jahre 1985 hat es in Deutschland keinen vergleichbaren öffentlichen Intellektuellen mehr gegeben. Böll war unbequem und legte sich mit der politischen Linken wie der Rechten an, mit der katholischen Kirche ebenso wie mit der Presse. Er setzte sich für Flüchtlinge aus Vietnam ein und für Dissidenten in Osteuropa. Er war Humanist, aber kein Moralist, und überzeugt, dass „Sprache, Liebe, Gebundenheit den Menschen zum Menschen machen“. In der Ausstellung wird an einen großen Künstler und Intellektuellen erinnert, der aktueller ist als man glauben mag. Denn, so der Autor, „Einmischung ist die einzige Möglichkeit, realistisch zu bleiben.“

Mehr Infos hier

Die Ausstellungseröffnung ist am Freitag, den 5. Januar 2018, um 18:00 Uhr.