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Film- und Diskussion: Sorgende Gemeinschaft: Ist die Kommune der Schlüssel zur Pflege von morgen?

Deutschland steuert auf einen massiven Pflegenotstand zu. Die Zahlen sind alarmierend: 5,7 Millionen Menschen waren Ende 2023 im Sinne des SGB XI pflegebedürftig – doppelt so viele wie 1999. Rund 86 Prozent werden zu Hause versorgt, überwiegend von Frauen, die Pflege, Beruf und familiäre Verantwortung gleichzeitig schultern. Für viele Betroffene ist eine stationäre Unterbringung finanziell nicht zu stemmen, während Pflegeeinrichtungen ihrerseits über gravierenden Fachkräftemangel klagen. Besonders kritisch: Die Bundesregierung plant die Rentenpunkte für pflegende Angehörige abzusenken – ein Schritt, der sozialpolitisch auf Unverständnis stößt.
Vor diesem Hintergrund widmet sich die Veranstaltung der Frage, ob die Kommunalisierung der Pflege ein Schlüssel für die Versorgung von morgen sein kann. Angesichts der anhaltenden, politischen Diskussion wollen die Veranstalter die „Kommunalisierung als Schlüssel zur Pflege von morgen“ thematisieren. Neben einem Impulsreferat wird der Film „Wer pflegt die Eltern, wenn sie alt sind und Hilfe benötigen“ zunächst ins Thema einführen.
Datum: Donnerstag, 01. Oktober 2026
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Ort: Kino 8 ½, Saarbrücken, Nauwieser Str. 19
Eintritt: frei
Unter der Moderation von Dörte Grabbert (Arbeitskammer) diskutieren:
Prof. Reiner Feth (Ehrenvorsitzender des DPWV, Landesverband RLP/SL)
Esther Braun (Referatsleiterin Pflege – AK Saarland)
Thomas Müller (Abteilungsleiter Pflege und Senioren Sozialministerium SL)
Tobias Raab (Dezernent für Wirtschaft, Soziales und Digitalisierung, LHS Sbr.)
Marius Zimmer (Bachelor Soziale Arbeit)
Das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen.
