Filmreihe Rassismus: SPENDIER MIR EINEN ÇAY UND ICH ERZÄHL DIR ALLES

Mittwoch, 21. Juli / 20.00 Uhr/ Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

D 2019, R: Anna Sabel, Ruben Sabel, K: Daniel Schwarz, Özcan Karadeniz, Ru-ben Sabel, Sch: Anna Sabel, Jennifer Sabel, Benjamin Kramme, M: Çığır Özyurt, Microphone Mafia, Can Kazaz  (und Nilipek), mit: Prof. Dr. Iman Attia, Austen P. Brandt, Kutlu Yurtseven, 61 Min, Dokumentation

Ruben ist gerade 18 und mit der Schule fertig. Zeit sich zu fragen, wer er sein will, wer er sein kann und was das mit dem Rassismus zu tun hat, den er erlebt. Und während rechtsextreme in  Chemnitz und damit nicht weit von ihm Hetzjagden veranstalten und während er nach einem Ort sucht, an dem er sich selbst definieren darf, findet Ruben sich an unterschiedlichen Küchentischen wieder. Erzählt werden Geschichten über Männlichkeiten, Veränderungen, Widerstand und Sehnsüchte und die Suche geht weiter. (spendier-mir-einen-cay.de) 18-jähriger  muslimisch markierter Deutscher setzt sich mit seinen Rassimuserfahrungen auseinander. Ruben stammt aus einer deutschen Familie mit teilweise türkischer Herkunft, lebt in Leipzig und hat gerade sein Abitur bestanden. Als Deutscher wird er dennoch nicht wahrgenommen. Vor der Entscheidung stehend in die Türkei zu ziehen, setzt er sich mit den eigenen Rassismuserfahrungen auseinander. Dafür besucht er andere von Rassismus betroffene Menschen. Dabei begegnet er politischen Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Menschen aus seiner Lebenswelt, die sehr unmittelbar über ihre Erlebnisse und Erfahrungen berichten und darüber sprechen, wie Rassismus Nahbeziehungen und Selbstbilder prägt. Ein Film über den Kampf eines jungen Erwachsenen, der sich im Widerstand gegen Rassismus selbst zu definieren versucht, um eine Zukunft über rassistische Zuschreibungen hinaus beginnen zu können. (Dresdner59.de)

Einführung und Diskussion im Anschluss: Prof. Dr. Chrsitian Schröder, Sozialwissenschaften, HTW Saar und Karin Meissner, Antidiskriminierungsforum Saar

Infos zu den aktuellen Corona-Schutzmassnahmen im Kino finden Sie hier: https://www.kinoachteinhalb.de/aktuelles/2021-05-31/informationen-zum-aktuellen-kinobesuch


Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.