Filmreihe Rassismus: THE GRIZZLIES

Freitag, 16. Juli / 20.00 Uhr/ Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

CDN 2018, R: Miranda de Pencier, B: Moira Walley-Beckett, Graham Yost, K: Jim Denault, M: Garth Stevenson, Sch: Michele Conroy, Ronald Sanders, James Vandewater, D: Jack Anawak, Fred Bailey, Seth Burke, 104 Min, FSK: keine Bewertung, OmU

Ende der 1990er Jahre hat die kleine arktische Inuit-Gemeinde Kugluktuk eine der höchsten Selbstmordraten unter Jugendlichen in Nordamerika. Als der unerfahrene Lehrer Russ Sheppard  dort eintrifft, um eine Stelle an der lokalen Schule anzutreten, sieht er sich mit massiven psycho-logischen und sozialen Problemen sowie den fatalen Folgen der Kolonisierung indigener  Lebenswelten konfrontiert. Auf verlorenem Posten gründet Sheppard trotz allgemeiner Skepsis ein Lacrosse-Team an der Schule. Und diese vermeintlich völlig widersinnige Idee soll  weitreichende Folgen haben. – Die unglaubliche aber wahre Geschichte der Grizzlies wurde an Originalschauplätzen und mit Laiendarstellern aus der Region verfilmt. Das Ergebnis ist ein inspirierendes Drama, das bei allem ansteckenden Optimismus nicht die realen Hintergründe beschönigt. (canadanow.de) Die Schüler, alle Inuit, waren anfangs skeptisch, als Russ Sheppard, ein Lehrer mit einem einjährigen Vertrag aus dem Süden, zu ihnen kam. Erschüttert vom Tod einer seiner Schüler hatte Sheppard begonnen, seiner Klasse Lacrosse nahezubrin-gen. Während diese anfangs Widerstand leisteten, näherten sich die Schüler nach und nach dem Sport an und gründeten ihre eigene Lacrosse-Mannschaft, das Team „Grizzlies“. Mit der Unterstützung der gesamten Stadt durften Sheppard und das Team bei der nationalen Lacrosse-Meisterschaft in Toronto teilnehmen.

Einführung: Dr. Svetlana Seibel, North American Literary and Cultural Studies, Universität des Saarlandes

Infos zu den aktuellen Corona-Schutzmassnahmen im Kino finden Sie hier: https://www.kinoachteinhalb.de/aktuelles/2021-05-31/informationen-zum-aktuellen-kinobesuch


Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.