Filmreihe Rassismus: YOU HIDE ME & PALIMPSESTE DU MUSÉE D’AFRIQUE

Montag, 12. Juli / 20.00 Uhr/ Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

YOU HIDE ME: Ghana 1970, R: Nii Kwate Owoo, 16 Min, OmeU & PALIMPSESTE DU MUSÉE D’AFRIQUE: B 2019, R, B u K: Matthias De Groof, M: Ernst Reijseger, 69 Min, OmeU, Dokumentation.

YOU HIDE ME
Der ghanaische Filmemacher Kwate Nii Owoo erhielt 1970 Zugang zu den unterirdischen Depots des British Museum und filmte die wertvollen afrikanischen Artefakte, die im Keller verstaut sind. Ein Tag reichte aus, um das Ausmaß des Diebstahls von afrikanischer Kunst aufzu-zeigen, die in Plastiktüten und Holzkisten gebunkert ist. „Wir stießen auf eine enorme Sammlung. Tausende von wichtigen Kunstwerken, die nie ausgestellt wurden.“ Der Film „ist ein Exposé über Diebstahl und Verschleierung antiker und seltener afrikanischer Kunst, die in Plastiktüten und Holzkisten im Keller des British Museums versteckt sind.“ Owoo plädierte dafür, dass die Kunstwerke an ihren Herkunftsort zurückgebracht werden. (de.qaz.wiki)

PALIMPSESTE DU MUSÉE D’AFRIQUE
Das Königliche Museum von Zentralafrika wurde 2013 wegen Renovierungsmaßnahmenseine in Belgien geschlossen. Es stellt sich heraus, dass ein auf der afrikanischen Diaspora basierender Beirat einberufen wurde, um das Museum an die Standards des 21. Jahrhunderts und seiner multikulturellen Gesellschaft anzupassen. Regisseur Matthias De Groof konzipierte eine  faszinierende Meditation über ein monumentales Thema. Es ist eine wertvolle Dokumentation über ein Europa, das versucht, die Verbrechen auszurotten, die es niemals ausrotten kann. (Cláudio Alves, magazine. hd.com)

Einführung und Diskussion: Mario Laarmann und Carla Seeman, Romanische Kulturwissenschaften und interkulturelle Kommunikation, Universität des Saarlandes 

Infos zu den aktuellen Corona-Schutzmassnahmen im Kino finden Sie hier: https://www.kinoachteinhalb.de/aktuelles/2021-05-31/informationen-zum-aktuellen-kinobesuch


Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.