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Jüdische Filmtage: BAD SHABBOS

Schabbat-Diner außer Kontrolle: als zum ersten Mal alle Eltern- und Schwiegerelternteile mit am Tisch sitzen, stört ein plötzlicher Todesfall (oder sogar ein Mord?) die herbeigesehnte Harmonie. Daniel Robbins dynamische Komödie gewann beim letztjährigen Tribeca Film Festival den Publikumspreis. Im Wohnzimmer treffen sich Eltern und Schwiegereltern – sowieso schon keine einfache Situation. Dass ein Toter im Badezimmer liegt, macht die Sache nicht leichter. Und auch nicht, dass die Leiche eigentlich weggeschafft werden sollte, aber ohne dabei die Regeln des Schabbats zu verletzen. Regisseur und Drehbuch Co-Autor Daniel Robbins wollte seinen Film tief in seinem Milieu, das der New Yorker Jüdinnen und Juden, verwurzeln. Gedreht in einer Wohnung an der Upper West Side geht es um Menschen, die auch in der säkularen Welt zu Hause sind, aber auch ihren Glauben ernst nehmen. Zu dem Patchwork aus weltlichem und religiösem Leben kommt der Konflikt zwischen Alt und Jung, Besserwissen und Trotz, Heimlich- und Wichtigtuerei – alles, was Familienleben ausmacht. Robbins gibt selbst zu, bei Ernst Lubitsch, Billly Wilder und Woody Allen, Mike Nichols, Nora Ephron und Neil Simon abgeguckt zu haben, und er macht das gut. Ein Wirbelwind von einem Film, der Spitzfindigkeit mit warmem Herz zeichnet und in all seiner pfeilschnellen Übertreibung auf dem Boden der Tatsachen bleibt. (JFBB)
US 2024, R: Daniel Robbins, B: Zack Weiner, Daniel Robbins, K: Matt Clegg, Sch: Kait Plum, D: Kyra Sedgwick, Method Man, Jon Bass, Milana Vayntrub, FSK 18 (ungeprüft), 84 Min, OmU
Eine Veranstaltung im Rahmen der Filmreihe „Jüdische Filmtage“ des Kino 8 1/2.
Weitere Informationen unter https://www.kinoachteinhalb.de/programm/4866/bad-shabbos
Es gelten die Eintrittspreise des Kino achteinhalb.
