Jüdische Filmtage: THE PROPERTY
Synagogengemeinde Saar Lortzingstr. 8, 66111 SaarbrückenEröffnungsveranstaltung der Filmreihe "Jüdische Filmtage" in der Synagoge Saarbrücken.
Eröffnungsveranstaltung der Filmreihe "Jüdische Filmtage" in der Synagoge Saarbrücken.
Vor 20 Jahren, in den späten 1990ern, hat Moti Cohen die Indie-Band „The Panthers“ entdeckt. Wie überall auf der Welt, war Rock’N’Roll, später Rock und dann Punk in Argentinien etwas für die Jungen, Tollen, Rebellierenden: gegen die Langeweile der Alten, gegen Folklorismus, und damit natürlich gegen den Tango als Musik „für die Touristen“. Da waren die „Panthers“ mit ihrem Hit „I had the heart“ schon was anderes. Doch seitdem ist nicht mehr viel passiert.
Wie findet man Worte für das Unausgesprochene? Wie Bilder für das Unvorstellbare? Art Spiegelman fand beides. Aufgewachsen in New York als Sohn zweier Shoah-Überlebender ist er – wie so viele der sogenannten Zweiten Generation – mit dem Schweigen seiner Eltern konfrontiert. Er erfährt kaum etwas über deren Vergangenheit und ihre Erfahrungen während der Shoah. Nur langsam kommt er dahinter und verarbeitet die Erlebnisse seines Vaters in „Maus“, einer Graphic Novel, in der Katzen Nationalsozialist:innen und Mäuse Juden und Jüdinnen verkörpern. Ein Welterfolg, der den Comic revolutionierte.
chabbat-Diner außer Kontrolle: als zum ersten Mal alle Eltern- und Schwiegerelternteile mit am Tisch sitzen, stört ein plötzlicher Todesfall (oder sogar ein Mord?) die herbeigesehnte Harmonie. Daniel Robbins dynamische Komödie gewann beim letztjährigen Tribeca Film Festival den Publikumspreis. Im Wohnzimmer treffen sich Eltern und Schwiegereltern – sowieso schon keine einfache Situation. Dass ein Toter im Badezimmer liegt, macht die Sache nicht leichter.
Beim gemeinsamen Abendessen stellt sich Oury seinen wohl härtesten Kritiker:innen und führt seinen beiden Ex-Frauen und seinen Kindern Filme vor: Das Video seiner ersten Hochzeit, die sein Ex-Schwiegervater und Chanson-Sänger Enrico Macias, zu einer einzigen Show um sich selbst machte. Sein erster Dokumentarfilm über einen Künstler, der sämtliche seiner Zeichnungen entsorgte, bevor er sie fertigstellte. Und der Film von Léah, seiner verstorbenen Tochter, den sie während ihres Krankenhausaufenthalts selbst drehte. Sie alle werden zum Ausgangspunkt einer Reflexion über Ourys Leben.