• Stadtrundgang mit Eberhard Wagner: Jüdisches Leben in der Kreisstadt St. Wendel

    Die jüdische Gemeinde der Stadt St. Wendel gehörte zu den 18 jüdischen Gemeinden des Saargebietes und war am Vorabend der Machtübernahme der Nazis eine prosperierende Gemeinschaft mit eigener Synagoge, kulturellen und sozialen Einrichtungen. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in der Kreisstadt St. Wendel ein außergewöhnliches jüdisches Leben. In politischer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht leisteten die jüdischen St. WendelerInnen einen großen Beitrag zum Wohlergehen der Stadt. Nach der Niederlage Deutschlands 1945 wurde auch in St. Wendel das Verbrechen an seinen jüdischen BürgerInnen über Jahrzehnte verdrängt.
    Es ist der Verdienst von Eberhard Wagner und seinen MitstreiterInnen an die Geschichte des jüdischen Lebens in St. Wendel zu erinnern. Am 08. Mai 2024 konnte nach langer Diskussion und mit Unterstützung von Stadt, Land und Kreis im Zentrum von St. Wendel ein Denkmal für die Verfolgten und ermordeten jüdischen BürgerInnen der Stadt und an weitere Opfer des NS-Terrors eingeweiht werden.