Brachen entstehen, wo menschliche Nutzung zerstörte, ausgelaugte, kontaminierte Flächen zurücklässt und Natur diese allmählich zurückerobert. Aus einem Ende wird ein neuer Anfang, auf Verlassenheit und Verwahrlosung folgt Verwilderung, Ruinen werden grün.
Orte, die zuvor ganz bestimmten Zwecken vorbehalten und oft nicht öffentlich zugänglich waren, werden zu unbestimmten, offenen Räumen.
Was auf den ökologisch gestörten Brachen-Böden wächst, ist oft erstaunlich vielfältig, aber vielen Menschen heute unbekannt.
Der Botaniker und Schriftsteller David Bröderbauer stellt in seinem poetischen Sachbuch „Acker, Baulücke, Deponie – Ein Brachenatlas“ verschiedene Arten von Brache vor – von den Ritzen im Straßenpflaster bis zu ehemaligen Kriegsgebieten und verwilderten Landstreifen an Grenzzäunen – und erzählt von den Pflanzen und Tieren, die an solchen Orten gedeihen.
