Bildungsreise: Besatzung, Verfolgung, Widerstand – Die deutsche Herrschaft in den Niederlanden 1940-45

Bildungsreise vom 5. Oktober bis zum 11. Oktober 2019
nach Amsterdam und Den Haag

Der deutsche Überfall auf die neutralen Niederlanden am 10.5. 1940 war der Beginn der fünfjährigen deutschen Besatzungsherrschaft. Die 8,8 Millionen Einwohner_innen waren einem brutalen Regime der deutschen Besatzungsbehörden, der Polizei und SS unterworfen. Das Land wurde systematisch ausgeplündert und gegen Ende des Krieges großflächig ausgeraubt und zerstört. Allein im Spätherbst 1944 und in den ersten Monaten des Jahres 1945 wurden insgesamt 10% der Fläche des Landes, ein Gebiet etwas größer als das Saarland überflutet um alliierte Landungen zu verhindern. Die  ausbrechende Hungersnot mit ihren 18.000 Toten ist bis heute in Holland unvergessen.
Historisch beispiellos war das systematische Mordprogramm an der Jüdischen Zivilbevölkerung der Niederlande. Insgesamt wurden über einhunderttausend Niederländer_innen jüdischer Herkunft ermordet. Gegen das brutale Besatzungsregime und den Völkermord bildete sich der holländische Widerstand, den die Deutschen mit allen Mitteln bekämpften. Der brutalen Verfolgung fielen Tausende zum Opfer.

Der bis heute im Saarland hochgeehrte Ministerpräsident Franz- Josef Röder war als NS Funktionär und Mitarbeiter der Besatzungsbehörden Bestandteil der deutschen Unterdrückungsmaschinerie und hat die Öffentlichkeit Jahrzehnte über seine NS- Aktivitäten belogen. Unsere Reise dient der historischen Aufklärung und soll dazu beitragen die Realität deutscher Herrschaft in unserem Nachbarland besser zu verstehen.

Vorträge und Diskussionen, Führungen und der Besuch von Gedenkstätten des Widerstandes und der Verfolgung in Amsterdam, Den Haag und anderen Orten bilden einen zentralen Bestandteil der Reise zu der wir alle Interessierte herzlich einladen.

In Kooperation mit Crithink! e.V. – Gesellschaft zur Förderung des kritischen Denkens und Handelns
Kosten: 520 Euro
Anmeldung und weitere Infos unter:
Boell.Stiftung@t-online.de

Bundesweite kommunalpolitische Konferenz: Öffentliche Räume in Stadt und Land

Bedeutungswandel, Qualitäten und Herausforderungen

Samstag, 21. September 2019 / 9.30 bis 17 Uhr
Burkardushaus / Am Bruderhof 1 / 97070 Würzburg

Öffentliche Räume sind Begegnungsräume von Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhängen und als solche wichtig für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Die Beschaffenheit öffentlicher Räume macht unsere Städte und Dörfer lebenswert; die Bedingungen dafür unterscheiden sich aber in urbanen und dörflichen Umgebungen.

Autofahrer*innen und Fußgänger*innen, Einheimische und Tourist*innen, Obdachlose und Besserverdienende, Jugendliche und Shoppende teilen sichParks, Straßen und Plätze. Die Herausforderung in peripheren ländlichen Gebieten besteht in der Erhaltung und gezielten Ermöglichung vorhandener Strukturen des öffentlichen und demokratischen Miteinanders. Wem gehören die öffentlichen Räume in Stadt und Land? Wer darf bleiben, wer darf sich ausbreiten? Wer entscheidet? Die Interessen verschiedener Gruppen im und am öffentlichen Raum müssen verhandelt und ggf. auch reguliert werden, damit der soziale Frieden erhalten bleibt.

Auf unserer Konferenz wollen wir den Fragen nachgehen: Was macht gute öffentliche Räume und Lebensqualität in der Stadt und auf dem Lande aus? Wie viel Vielfalt «vertragen» wir? Wie schaffen wir angenehme und inklusive öffentliche Räume? Wie schützen wir Orte vor Verödung und demokratisieren die Konflikte um «umkämpfte» Gebiete?

Eine Kooperation der Petra-Kelly-Stiftung, der Heinrich Böll Stiftung Saar, der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und des GRIBS Bildungswerks e.V. im Rahmen des Projekts «Shared Spaces – Europäische Dialoge über öffentliche Räume» des Heinrich-Böll-Stiftungsverbunds.

 

Auszüge aus dem Programm

Impulse:

Stadt für Menschen – wie machen wir Städte lebenswert? mit Lisa Müller, Projektleiterin bei Gehl – Making Cities for People (Architektin, Kopenhagen)

Eine Stadt für alle: Grüne Ansätze für eine am Gemeinwohlorientierte Stadtplanung und Sozialraumorientierung in Dresden mit Tina Siebeneicher, Stadträtin, Sprecherin für Asyl, Migration und Jugendpolitik (Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen in Dresden)

Neuland gewinnen – wie gestalten wir kreative, inklusive Räume auf dem Lande? mit Klaus Börngen, Bürgermeister von Göpfersdorf (Thüringen), Träger des Quellenhof e.V.

Foren:

Demokratiestärkung im ländlichen Raum mit Elisabeth Schönrock, Referentin »Demokratiestärkung im ländlichen Raum«, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, Berlin

Vom Donut-Effekt zum Krapfen-Effekt – Wie die Revitalisierung eines Ortskernes gelingen kann mit Korbinian Kroiß (nonconformBüro Bayern)

Lebendige Ortsmitte mit Mario Abl, Bürgermeister von Trofaiach, Steiermark

Parklets als Begegnungsräume mit Hanka Griebenow, Mitinitiatorin der Parklets für Stuttgart

light at sportsnight – Freiräume für Jugendliche in der Großstadt mit Vertreter/in der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e. V. (Netzwerk Jugendbeteiligung im Stadtbezirk 16 – München und Young City Movement)

Zeit und Ort:
Samstag, 21. September 2019, 9.30- 17 Uhr
Burkardushaus, Würzburg, am Bruderhof 1, 97070 Würzburg
Verkehrsverbindungen:
mit den Straßenbahnlinien 1 (Richtung Sanderau), 3 (Richtung Heuchelhof) oder 5 (Richtung Rottenbauer), jeweils Haltestelle Dom, von dort drei Gehminuten.
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 11. September bei der Petra-Kelly-Stiftung  (info@petra-kelly-stiftung.de , www.petra-kelly-stiftung.de) an.
Kontakt:
Petra-Kelly-Stiftung, Hochbrückenstr. 10, 80331 München
T 089.24 22 67 30
E info@petra-kelly-stiftung.de
Teilnahmebeitrag:
20,- / erm. 10,- Euro (inkl. Verpflegung)

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Hans Kirsch: Polizei im Zweiten Weltkrieg

Die Massenerschießungen im Osten waren der Auftakt zum Holocaust

Oktober 1942, Misotsch/Westukraine, 700 Opfer, Sicherheitspolizei Rowno

Donnerstag, 17. Oktober 2019 / 19 Uhr
Buchhandlung St. Johann, Kronenstr. 6, 66111 Saarbrücken

Der Versuch der Nationalsozialisten, die Juden in Europa auszulöschen, kostete mehr als sechs Millionen Menschen das Leben. Die meisten von ihnen wurden in Konzentrations- und Vernichtungslagern umgebracht. Weniger bekannt ist, dass an dem Völkermord auch eine andere staatliche Institution mitgewirkt hat: die Polizei des Dritten Reiches. Sie tötete während des Krieges im Osten durch Massenerschießungen mehr als eine Million Juden, sowjetische Kommissare, Sinti und Roma und andere angebliche „Reichsfeinde“. Nach dem Krieg wurde dieses dunkle Kapitel lange verschwiegen, es hieß, die Polizei sei auch im Krieg „sauber geblieben“.

Dass dies nicht so war, darüber spricht am 17. Oktober 2019, 19 Uhr, in Saarbrücken Hans Kirsch aus Selchenbach, Kreis Kusel, der von 1965 bis 2004 selbst Polizeibeamter in Rheinland-Pfalz war. Das Thema des Vortrags lautet: „Polizei im Zweiten Weltkrieg: Die Massenerschießungen im Osten waren der Auftakt zum Holocaust“. Speziell wird der Referent in dem Vortrag auf eines der größten Massaker des Krieges eingehen, auf die „Räumung“ der Gettos von Pinsk und Umgebung, bei der mehr als 32.000 Juden ermordet wurden. Eine der beteiligten Polizeieinheiten, das so genannte „Ernteschutzkommando Metz“, fuhr im August 1942 vom Saarbrücker Schloss aus in den Einsatz.

Eintritt frei.

Zum Veranstaltungsflyer und Plakat

 

Der Referent hat 2007 ein Buch über die Geschichte der Polizei in Kaiserslautern und in der Pfalz veröffentlicht mit dem Titel „Sicherheit und Ordnung betreffend“. Darin schildert er auch den Einsatz von Polizeieinheiten aus dem „Gau Westmark“ während des Zweiten Weltkriegs in der Sowjetunion.

Hans Kirsch: Sicherheit und Ordnung betreffend
Kaiserslautern 2007
819 Seiten
ISBN 978-3-9810838-3-5

 

Hans Kirsch ist auch Mitautor der mittlerweile vierbändigen „Chronik des mittleren Ostertals“. In Band 4, der 2017 erschien, wird die Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reiches eingehend behandelt. Vom Bezirksverband Pfalz wurde der Band für den „Pfalzpreis für Geschichte und Volkskunde“ nominiert.

 

 

Konzert Phase IV – Songzyklus Southwest

Freitag, 7. Juni 2019 / 20 Uhr
Kleiner Theatersaal / Saarbrücker Rathaus

Sabine Noß, Christof Thewes, Hartmut Oßwald, Jan Oestreich, Martial Frenzel, Text: Alfred Gulden, Visualisierung: Bernd Rausch

Die Entfremdung des Einzelnen und die Entfremdung der „Indianer“ im Besonderen

Songzyklus ”Southwest ” der Band Phase IV – komponiert von Ch.Thewes, getextet von A. Gulden – Einige Musikstücke haben inhaltlich, aus unterschiedlichsten Blickwinkeln, mit den amerikanischen Ureinwohnern, den indigenous peoples („Indianer“), mal als reales Bild des in der Bibel  beschriebenen Brudermordes, mal als fremde und geheimnisvolle Kultur oder als mythische Gestalten in amerikanischen Hollywoodfilmen, zu tun.

Phase IV – Musik Sabine Noß: voice – Christof Thewes: trombone, composition – Hartmut Oßwald: bass clarinet – Jan Oestreich: bass – Martial Frenzel: drums. Visuelle Bearbeitung Bernd Rausch: „Die Entfremdung des einzelnen und die Entfremdung der indigenous peoples („Indianer“) im Besonderen.

Eintritt: 10 Euro

Ein Leben für die Kunst – Music with and without words
Auszug aus dem Interview mit Christof Thewes:
http://www.ausstellung-rausch.de/0_I_T/4-BuchT.htm

Website zum Projekt von Bernd Rausch

Dr. Jens Althoff: Auf dem Weg zu einer europäischen Öffentlichkeit? Die Europawahldebatten in Deutschland und Frankreich im Vergleich

Der Grüne Salon
Mit Dr. Jens Althoff / Einführung Markus Tressel, Grüne MDB

Montag, 20. 05. 2019 / 19.00 Uhr
Schauplatz im Filmhaus / Mainzer Straße 8 / 66111 Saarbrücken

Europa wählt am 26. Mai. Es geht um eine Richtungsentscheidung für die Zukunft des Kontinents. Noch nie seit seinen Anfängen wurde das europäische Projekt so grundsätzlich in Frage gestellt. Der überwunden geglaubte Nationalismus kehrt zurück auf die europäische Bühne. Aber gibt es vor dem Hintergrund dieser gemeinsamen Herausforderung eine europäische Öffentlichkeit, die gemeinsam über die Gestaltung der Zukunft debattiert? Steht Europa im Mittelpunkt der Debatten zu den Europawahlen? Dieser Frage soll im Vergleich der Debatten zu den Europawahlen in Deutschland und Frankreich nachgegangen werden. Welche Themen und Debatten beschäftigen Menschen und Medien diesseits und jenseits des Rheins, wo sind dort Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen? Inwieweit geht es um europäische Fragen oder dominieren innenpolitische Auseinandersetzungen den Wahlkampf – und wenn ja, welche?

Dr. Jens Althoff leitet das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Paris, das er dort seit 2015 aufgebaut hat. Bereits seit seinem Studium beschäftigt er sich mit Gesellschaft und Politik im Nachbarland. Der Politikwissenschaftler hat an der FU Berlin zur Frage der Bedeutung von Glaubwürdigkeit in der Politischen Kommunikation promoviert. Anschließend arbeitete er als Pressesprecher für den Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und im Europäischen Parlament in Brüssel.

Der Eintritt ist frei.

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Heinrich-Böll-Stiftung – die grüne politische Stiftung und ihr Studienwerk stellen sich vor

Mittwoch, 22. Mai 2019 / 19.30 Uhr
Kino 8 1/2 / Nauwieserstr. 19 / 66111 Saarbrücken

Die Heinrich-Böll-Stiftung steht für grüne Ideen und Projekte, ist eine reformpolitische Zukunftswerkstatt und ein internationales Netzwerk. Wir arbeiten mit über hundert Partnerprojekten in mehr als 60 Ländern zusammen und unterhalten derzeit Büros in 32 Ländern.

Das klingt spannend für Dich? Dann komm am 22. Mai ab 19.30 Uhr ins Kino 8 1/2 und lern das Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung kennen. Das Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung fördert mit ihren Stipendien jährlich rund 1200 Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen aus dem In- und Ausland ideell und finanziell. Unterschiedliche Förder- und Diversity-Kriterien werden während der Auswahl besonders berücksichtigt. Vielleicht gehörst Du ja künftig mit dazu? Wir freuen uns Dich begrüßen zu dürfen und interessante Gespräche mit Dir zu führen.

Nach einer Begrüßung durch Rûken Tosun von der Landesstiftung Saar stellen sich die Vertrauensdozent*innen der Heinrich-Böll-Stiftung vor. Wir erläutern die Besonderheiten eines Stipendiums des Studienwerks der Heinrich-Böll-Stiftung und das Bewerbungsverfahren. Im Dialog mit Stipendiat*innen erhältst Du direkte Einblicke und lassen sich Deine Detailfragen rund um Bewerbung und Stipendium sicherlich gut klären. Für Kleinigkeiten zu essen und zu trinken ist gesorgt.

Mehr Infos zum Studienwerk: https://www.boell.de/de/stipendien

 

 

Lea Susemichel: „Identitätspolitiken – Konzepte und Kritiken in Geschichte und Gegenwart der Linken“

Buchvorstellung

Dienstag, 28. Mai 2019 / 19:00 Uhr
FrauenGenderBibliothek Saar / Großherzog-Friedrich-Straße 111 / 66121 Saarbrücken

Identitätspolitik bedeutet, sich über die eigene Identität als beispielsweise Afroamerikanerin, Jude, Frau, Lesbe oder Arbeiter zu definieren – und bestenfalls auch zu organisieren. Doch obwohl diese Form der Identitätspolitik die Basis zahlloser sozialer Bewegungen wie bspw. des Feminismus bildete, wurde sie spätestens durch die Queer und Postcolonial Theory radikal infrage gestellt.
Doch Identitätspolitik wird nicht nur theoretisch heftig herausgefordert, sondern inzwischen auch innerhalb der Linken als geradezu konterrevolutionär scharf kritisiert: Sie schade dem Klassenkampf, so die Argumentation. Denn der Kampf gegen Diskriminierung würde von jenem gegen soziale Ungleichheit nur ablenken.
Der Vortrag bietet einen Überblick über die gegenwärtigen identitätspolitischen Debatten in der Linken. Und er will zeigen: Die Kritik von Minderheiten ist eine demokratiepolitische Stärke und eben nicht die Schwäche linker Bewegungen. Nicht Spaltung ist das Ziel, sondern letztendlich das, was vermeintlich verhindert wird: Solidarität.

Lea Susemichel (*1976), geboren und aufgewachsen in Deutschland, studierte Philosophie und Gender Studies in Wien mit Schwerpunkt feministische Sprachphilosophie. Als Journalistin, Lehrbeauftragte und Vortragende arbeitet sie zu den Themen feministische Theorie & Bewegung und feministische Medienpolitik. Sie ist leitende Redakteurin des feministischen Magazins an.schläge. Zuletzt von ihr erschienen: Lea Susemichel, Jens Kastner: Identitätspolitiken. Konzepte und Kritiken in Geschichte und Gegenwart der Linken, Unrast 2018

Eintritt frei.
In Kooperation mit der FrauenGenderBibliothek Saar und ConnAct Saar.

Veranstaltungsort und Kontakt:
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog-Friedrich-Straße 111
66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de
www.frauengenderbibliothek-saar.de
Facebook: Frauen Gender Bibliothek Saar

 

 

Lesung mit Maike Albath: Trauer und Licht

Lampedusa, Sciascia, Camilleri und die Literatur Siziliens

Montag, 13. Mai 2019 / 19.30 Uhr
Buchhandlung St. Johann / Kronenstr. 6 / 66111 Saarbrücken

Der Leopard. Ein meisterhaftes Sizilienfresko und der größte Erfolg der italienischen Nachkriegsliteratur. Nur hatte der Verfasser nichts mehr davon – Giuseppe Tomasi di Lampedusa war noch vor seiner Entdeckung 1957 gestorben. Die unvergleichliche Italien-Kennerin Maike Albath erzählt die Geschichte seines unglücklichen aristokratischen Lebens und durchquert die Kulturgeschichte und die Literatur der brodelnden Mittelmeerinsel, von der die entscheidenden Impulse zur Erneuerung der italienischen Literatur kamen. Sizilien brachte nicht nur einen Theaterrevolutionär wie Luigi Pirandello und einen Naturlyriker wie Salvatore Quasimodo hervor, beide mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, sondern auch einen Aufklärer wie Leonardo Sciascia und einen Krimiautor wie Andrea Camilleri. Heute ist Sizilien als Fluchtpunkt der Migration aus Afrika wieder ein Laboratorium der Zukunft.

Sizilien, die magische Insel, ihre Literatur, ihre brodelnde politische Gegenwart
– all das wird zum Thema in diesem dritten großen Italienbuch von Maike Albath, die mit Land, Literatur und Bewohnern vertraut ist wie nur wenige. Der Horizont reicht von Lampedusas Leopard, mit dem die Insel die Bühne der Weltliteratur betritt, über Leonardo Sciascia bis zu Andrea Camilleri und seinen international erfolgreichen Montalbano-Krimis. Ein verführerischer Streifzug durch die Geschichte, durch Landschaften und die Straßen von Palermo und Catania, wo sich bis heute eine kulturelle und literarische Vielfalt erhalten hat, die einmalig ist in Europa.

Maike Albath, geboren 1966 in Braunschweig, lebt in Berlin. Sie hat mehrere Jahre in Italien verbracht und ist eine der profiliertesten Kennerinnen der italienischen Gegenwartskultur. Für ihre Arbeit als Literaturkritikerin erhielt sie 2003 den Alfred-Kerr-Preis. Das Buch „Trauer und Licht“ ist erschienen im Verlag Behrenberg, Frühjahr 2019.

Eintritt: 7 € / 5 €

Wir bitten um Vormerkung über die Buchhandlung St. Johann
buchhandlung.st.johann@t-online.de oder Tel. 0681-95805464
www.bsj-sb.de

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Klaus Gietinger: IV. Neue Erkenntnisse versus Geschichtsklitterung

Eine Veranstaltungsreihe mit Klaus Gietinger

Mittwoch, 5. Juni / 19.00 Uhr
Kino 8 1/2 / Nauwieserstr.19 / Saarbrücken

100 Jahre später ist die Novemberrevolution plötzlich wieder gefragt. Junge Historiker entdecken massenhaft Neues und bieten neue Erkenntnisse, entdecken die Räte neu und verpasste Chancen. Und dann gibt es ältere Historiker und Geschichtsklitterer, die holen plötzlich Althergebrachtes aus der Klamottenkoste, heftig unterstützt von der FAZ, die weiß wie man den Ersten Weltkrieg hätte gewinnen können, die die Dolchstoßlegende für wahr erklärt, die Matrosen verleumdet, die den Kriegsverbrechern in der Kaiserlichen Marine zuwinkt und ihnen eine reelle Chance einräumt, die doppelt so große englische Flotte zu besiegen und die Kolonialverbrecher, Genozidverantwortliche und Faschisten wie Paul Lettow-Vorbeck auf einer ganzen Seite lobt.
Revolution und Konterrevolution nicht nur in der neuesten Geschichtswissenschaft, sondern auch in den Medien? Stehen wir vor einer Konterrevolution ohne Revolution? Auch diese Frage versucht der Referent zu beantworten.

Von Klaus Gietinger sind folgende Bücher zum Thema erschienen:

Blaue Jungs mit roten Fahnen – Die Volksmarinedivision 1918/19, Unrast-Verlag, Münster 2019
Eine Leiche im Landwehrkanal – die Ermordung Rosa Luxemburgs, Edition Nautilus, Hamburg 2018
November 1918 − Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts, Edition Nautilus, Hamburg 2018
Karl Marx, die Liebe und das Kapital, Roman, Westend Verlag, Frankfurt 2018
Hitler vor Gericht – Der Prozess nach dem Putsch, München 2009
Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere, Edition Nautilus, Hamburg 2009

Der Referent Klaus Gietinger ist Autor, Regisseur und Sozialwissenschaftler, mehrere Kinofilme, zahlreiche TV-Movies, Serien und 7 Tatorte (Buch und Regie), diverse internationale Preise. Nominiert für den Grimmepreis 2018 für den Dokumentarfilm „Wie starb Benno Ohnesorg – Der 2. Juni 1967“. Zahlreiche Sachbücher und zwei Romane. Mehr Infos: www.gietinger.de

Der Eintritt ist frei.

 

Klaus Gietinger: III. Letztes Aufbäumen – Die Bayerische Räterepublik 1919 und die Rote Ruhrarmee 1920

Eine Veranstaltungsreihe mit Klaus Gietinger

Donnerstag, 23. Mai / 19.00 Uhr
NN 19 / Nauwieserstr.19 / Saarbrücken

Warum befürworteten führende Sozialdemokraten den Terror? Warum reichten sie Demokratiefeinden die Hand? Warum ließen sie Tausende umbringen und die Mörder laufen? Wussten sie nicht was sie taten? Und warum putschten dann plötzlich ihre Verbündeten gegen sie? Hatten die SPD-Führer den Bogen überspannt, den Sozialismus einführen wollen oder war Versailles schuld an alldem? Warum riefen sie im März 1920 dann doch den Generalstreik aus, der sie rettete? Und warum verleugneten sie den dann? Und warum übertrugen sie die Gewalt auf Militärs, die sie nicht geschützt hatten? Warum ließen sie die, die gegen sie geputscht hatten dann die Rote Ruhr-Armee zerschlagen? Und warum waren sie schließlich doch weg vom Fenster? Warum wurde Hitler gerade in Bayern groß? Vielleicht weil die SPD-Führung mit der Erschießung der Linken schnell bei der Hand war, aber wenn die Rechten kamen, ganz rasch die Schreibtische räumten? Hatte das vielleicht auch Auswirkungen auf 1933? Wieder bemüht sich der Referent um Antworten.

Von Klaus Gietinger sind folgende Bücher zum Thema erschienen:

Blaue Jungs mit roten Fahnen – Die Volksmarinedivision 1918/19, Unrast-Verlag, Münster 2019
Eine Leiche im Landwehrkanal – die Ermordung Rosa Luxemburgs, Edition Nautilus, Hamburg 2018
November 1918 − Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts, Edition Nautilus, Hamburg 2018
Karl Marx, die Liebe und das Kapital, Roman, Westend Verlag, Frankfurt 2018
Hitler vor Gericht – Der Prozess nach dem Putsch, München 2009
Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere, Edition Nautilus, Hamburg 2009

Der Referent Klaus Gietinger ist Autor, Regisseur und Sozialwissenschaftler, mehrere Kinofilme, zahlreiche TV-Movies, Serien und 7 Tatorte (Buch und Regie), diverse internationale Preise. Nominiert für den Grimmepreis 2018 für den Dokumentarfilm „Wie starb Benno Ohnesorg – Der 2. Juni 1967“. Zahlreiche Sachbücher und zwei Romane. Mehr Infos: www.gietinger.de

Der Eintritt ist frei.