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22. Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse Saarbrücken

12. – 15. Oktober 2022 / KuBa – Kulturzentrum am EuroBahnhof Saarbrücken

BÜCHER BAUEN BRÜCKEN 2022

… heisst das diesjährige Motto der Kinder- und Jugendbuchmesse.
Die Heinrich-Böll-Stiftung Saar unterstützt die Lesungen:

Angelika Lauriel:

Lesung zu „Vier für die Umwelt – Giftskandal am Schellenbach“

2020 | Kinderkrimi (9+)

Vier Freunde decken einen Umweltskandal auf. Mädchen verschwunden! Zuerst denkt sich der elfjährige Paul noch nichts dabei, als er seine kleine Schwester Lily nicht sofort sieht, nachdem er eingekauft hat. Doch dann wird ihm klar, dass sie spurlos verschwunden ist! Mit seinen besten Freunden Maggie, Tom und Jacky macht er sich auf die Suche. Sie finden die Kleine schließlich in der Nähe ihres Lieblingsspielplatzes, stoßen bei ihrer Suche jedoch auf eine riesige Umweltsauerei. Wer steckt hinter der chemischen Kloake im Waldbach? Sofort fangen die Kinder mit Nachforschungen an. Eigenartig, dass die Erwachsenen um sie herum die Ermittlungen der Kinder eher behindern, als sie zu unterstützen. Das lassen sich die »Vier für die Umwelt« natürlich nicht gefallen. Ärger ist vorprogrammiert – nicht nur mit Schulfreunden. Doch dann geraten Paul und Tom bei ihren Ermittlungen in Gefahr.

DO 13.10. | 11.00 Uhr / SA 15.10. | 14.00 Uhr

Jörg Isermeyer:

Lesung zu „Dachs und Rakete. Ab in die Stadt!“

Beltz & Gelberg | 2022 | erzählendes Kinderbuch (5+)

Eines Morgens steht ein Bagger im Bau von Herrn Dachs, dem hemdsärmeligen Erfinder, und seiner besten Freundin Rakete. Ein Natur-Erlebnispark soll hier entstehen und sie müssen raus! Sofort! Und wenn schon in der Natur kein Platz mehr für sie ist, dann ziehen sie eben mit ihren Siebensachen in die Stadt! Dass dort die Uhren etwas anders ticken, erfahren sie schnell, als sie dort sind …

FR 14.10. | 10.00 Uhr / FR 14.10. | 16.00 Uhr / SA 15.10. | 10.00 Uhr

Das vollständige Programm als pdf und mehr Informationen unter:

BÜCHER BAUEN BRÜCKEN 2022

Prof. Dr. Andrei S. Markovits: „Der Pass ist mein Zuhause – Aufgefangen in Wurzellosigkeit“

Freitag, 14. Oktober 2022 / 18:00 Uhr
Politische Akademie der SDS / Europaallee 18 / 66113 Saarbrücken

„Der Pass mein Zuhause“ ist die bewegte Autobiografie eines jüdischen Intellektuellen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die geprägt ist von vielfältigen Orten, Sprachen und Emigrationen. Gerade durch die Wurzellosigkeit erhielt Markovits Trost, Beistand und Inspiration für sein Lebenswerk. Auf seiner Suche nach einer Heimat begegnen wir seiner Auseinandersetzung mit den wichtigen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen von fünf Jahrzehnten auf zwei Kontinenten.

Markovits nimmt uns mit auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen Europas und Amerikas nach 1945. Indem er die kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Kontinente beleuchtet, zeigt er, warum Amerika ihn, als Europäer, so faszinierte und ihm eine Heimat bieten konnte, die es in Europa so nicht gab. Selbst wenn die Hässlichkeit des Rassismus und eine wachsende ökonomische Ungleichheit die Alltagserfahrungen auch dort immer wieder beeinträchtigen, so war Amerika für ihn doch tatsächlich die weithin ausstrahlende ‚city upon the hill‘, die sich durch akademische Exzellenz, intellektuelle Offenheit, kulturelle Vielfalt und religiöse Toleranz auszeichnet.

8/5/15 Studio portrait of Andrei Markovits

Prof. Dr. Andrei S. Markovits, geb. 1948, studierte an der Columbia University in New York Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Betriebswirtschaft und Ökonomie. 1976 folgte die Promotion. Im Anschluss wurde er Fellow am Center for European Studies der Harvard University, wo er die Zeitschrift German Politics and Society gründete und zwanzig Jahre lang als Chefredakteur herausgab. Markovits hatte zahlreiche professorale Stellen in den Vereinigten Staaten inne sowie Gastprofessuren an Universitäten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Israel. Seit 1999 unterrichtet er Politikwissenschaft und Soziologie an der University of Michigan (Karl W. Deutsch Collegiate Professur für Comparative Politics and German Studies). 2012 wurde Markovits das Bundesverdienstkreuz verliehen. Er veröffentlichte zu deutschlandbezogenen Themen wie Gewerkschaften, Sozialdemokratie, neue soziale Bewegungen, Grüne, Antisemitismus, Antiamerikanismus, deutsch-jüdische Beziehungen und über Männer- und Frauenfußball. Seine zahlreichen Aufsätze und Bücher erschienen in 15 Sprachen. Seine jüngste Publikation: „Der Pass mein Zuhause: Aufgefangen in Wurzellosigkeit“ (dt. 2021).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland

Lukas Bärfuss liest aus seinem Werk

Sonntag, 23. Oktober 2022 / 11:00 Uhr
Politische Akademie der SDS / Europaallee 18 / 66113 Saarbrücken

Er ist neugierig auf die Welt, auf das Kleine und auf das Große. Vor allem wendet Lukas Bärfuss den Blick auf die Menschen, auf die Beziehungen zwischen ihnen: in der Liebe, der Arbeit, der Politik, in der Kunst. „Warum schweigen die Schriftsteller?“, fragt er fordernd. Er will sich einmischen, und er sieht sich dazu sogar in der Pflicht. Seine biographischen Erfahrungen am unteren Ende der Gesellschaft mögen den Blick geschärft haben für Ungerechtigkeiten und für wohlfeile Ratschläge. Er weiß: Die Antworten sind nicht umsonst zu haben, sie müssen in den Widersprüchen gesucht werden und bleiben zwiespältig.

„In einer distinkten und dennoch rätselhaften Bildersprache, karg, klar und trennscharf, durchdringen sich nervöses politisches Krisenbewusstsein und die Fähigkeit zur Gesellschaftsanalyse am exemplarischen Einzelfall, psychologische Sensibilität und der Wille zur Wahrhaftigkeit. Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens. Es sind Qualitäten, die zugleich Bärfuss‘ Essays prägen, in denen er die heutige Welt mit furchtlos prüfendem, verwundertem und anerkennendem Blick begleitet.“ Begründung der Jury Georg-Büchner-Preis 2019

Lukas Bärfuss, geb. 1971 in Thun (Schweiz), ist Dramatiker und Romancier, Essayist und Dramaturg. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in zwanzig Sprachen übersetzt. 2003 wurde er für „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ als bester Nachwuchsdramatiker ausgezeichnet und bekam 2005 den Mühlheimer Dramatikerpreis für „Der Bus“. Er erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Berliner Literaturpreis (2013), den Schweizer Buchpreis (für „Koala“, 2014), den Nicolas-Born-Preis (2015). Mit „Hagard“ stand er 2017 auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse. 2019 wurde Lukas Bärfuss mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Zuletzt wurden 2018 „Der Elefantengeist“ am Nationaltheater Mannheim, 2020 „Julien – Rot und Schwarz“ am Theater Basel und 2021 „Luther“ bei den Nibelungenfestpsielen Worms uraufgeführt. 2019 erschien „Malinois. Erzählungen“, 2021 der Essayband „Die Krone der Schöpfung“. Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland und Ludwig Hofstätter im Rahmen der Lesereihe BÖLL & HOFSTÄTTER.

Die Eintrittskarten (8 Euro, erm. 5 Euro) erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464 oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

Flyer als PDF zum Download

LESUNG Katerina Poladjan: Zukunftsmusik

Mittwoch, 30. November 2022 / 19:00 Uhr
Politische Akademie der SDS / Europaallee 18 / 66113 Saarbrücken

Die Geschichte eines Aufbruchs: In der sibirischen Weite, tausende Werst östlich von Moskau, leben in einer Kommunalka auf engstem Raum Großmutter, Mutter, Tochter und Enkelin unter dem bröckelnden Putz einer vergangenen Zeit. Es ist der 11. März 1985, Beginn einer Zeitenwende, von der noch niemand etwas ahnt. Alle gehen ihrem Alltag nach. Der Ingenieur von nebenan versucht, sein Leben in Kästchen zu sortieren, Warwara hilft einem Kind auf die Welt, Maria träumt von der Liebe, Janka will am Abend in der Küche singen. „Zukunftsmusik“ ist ein großer Roman über vier Leben am Wendepunkt, über eine untergegangene Welt, die bis heute nachwirkt, über die Absurdität des Daseins und die große Frage des Hier und Jetzt: Was tun?

Bild Katerina Poladjan
Katerina Poladjan © Henning Fritsch

Katerina Poladjan, geb. 1971 in Moskau, lebt seit 1979 in Deutschland. Auf ihr Prosadebüt „In einer Nacht, woanders“ folgte „Vielleicht Marseille“ und gemeinsam mit Henning Fritsch schrieb sie den literarischen Reisebericht „Hinter Sibirien“. Im Juni 2019 erschien ihr dritter Roman „Hier sind Löwen“ beim S. Fischer Verlag. Katerina Poladjan absolvierte ein Studium der Angewandten Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität in Lüneburg und ein Studium der Darstellenden Kunst in München. Sie nahm 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil, war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert und erhielt Stipendien des Deutschen Literaturfonds, des Berliner Senats und der Robert Bosch Stiftung. 2016 war sie Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. 2021 wurde sie mit dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund ausgezeichnet. 2022 erhielt sie den Chamisso-Preis der Stadt Dresden und den Rheingau-Literaturpreis.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland und Ludwig Hofstätter im Rahmen der Lesereihe BÖLL & HOFSTÄTTER.

Die Eintrittskarten (8 Euro, erm. 5 Euro) erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464 oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

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