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Politische Bildungsreihe: Online-Workshops zum Thema Feminismus

Freitag, 17. September 2021 / Freitag, 15. Oktober 2021 / Freitag, 12. November 2021 / Freitag, 17. Dezember 2021 / Freitag im Januar 2022 tba
Beginn jeweils ab 17:30 Uhr / Dauer ca. 3,5 Stunden
online via Zoom

Am 17. September startet unsere Feministische Bildungsreihe. Bis in den Januar werden wir jeden Monat einen Online-Workshop zu folgenden Themen anbieten:

Workshop 1: Feminismus für Einsteiger:innen am 17.09.21

Was bedeutet Feminismus (für mich)? Was ist eigentlich dieses Patriarchat? Wieso kämpfen wir dagegen und wofür genau kämpfen wir da?

Wir geben einen Einblick in unser Verständnis davon, was Feminismus bedeutet und wofür wir eintreten. Im anschließenden Austausch lernen wir uns gegenseitig und unsere Ansichten näher kennen. So schaffen wir die Wissens- und Vertrauensbasis für die nächsten Bausteine und Diskussionen.

Workshop 2: Selbstreflexion und Selbstverortung am 15.10.21

Was sind unsere wichtigsten Positionen als Feminist:innen? Welche weiteren gibt es – historisch und aktuell? Wie können wir unsere Positionen nach außen gut vertreten?

Ihr seid an der Reihe: Wir sammeln Ansichten und Positionen, die wir als Feminist:innen bereits vertreten oder vertreten möchten. Gemeinsam reflektieren wir, was uns daran jeweils wichtig ist, was wir ähnlich sehen und wo wir untereinander anecken. Wir vertreten unsere Positionen untereinander, hinterfragen uns gegenseitig kritisch und entwickeln ein tieferes Verständnis von den eigenen Positionen und der unserer Mitstreiter:innen.

Workshop 3: Pop und Politik am 12.11.21

Wie feministisch können Girl Power-Shirts von H&M sein? Wie viel Theorie muss ich gelesen haben, um mitreden zu dürfen? Ist das noch Kunst oder schon Aktivismus?

Wir beleuchten den Feminismus zwischen Beyoncé und Beauvoir und ziehen die nicht immer trennscharfe Linie zwischen Popkultur und politischem Aktivismus. Gemeinsam diskutieren wir, was in beiden Sphären für unsere feministischen Anliegen getan werden kann und wo Stolpersteine liegen.

Workshop 4: Konfrontationen meistern am 10.12.21

Welche Debatten führen wir häufig? Welche sind uns besonders wichtig? Wie argumentieren wir – zwischen persönlicher Betroffenheit und theoretischem Fundament?

Wir sammeln Themen, mit denen wir von außen häufig konfrontiert werden und mit denen wir unsere Umwelt konfrontieren. Gemeinsam ordnen wir unsere Argumente ein und reflektieren, auf welchen Ebenen wir uns bewegen. Wir finden heraus, in welchen Themenbereichen wir noch dazu lernen wollen und auf welchen Argumentationsebenen wir jeweils stärker werden möchten.

Workshop 5: Schlagfertig streiten

Welche Diskurse wollen und müssen wir miteinander führen? Wo geraten wir trotz gemeinsamer Ziele aneinander? Wie können wir unsere Reibungen in die Entwicklung unserer Positionen überführen?

Wir suchen aus den bisher besprochenen Themen Schwerpunkte aus und bereiten uns anhand von Texten vor. Im Workshop diskutieren wir Inhalte und Thesen, entwickeln unsere Standpunkte im innerfeministischen Diskurs weiter. Wir streiten miteinander und können am Ende – hoffentlich – nach Außen geeint auftreten.


Gebühr: kostenlos

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Linksjugend [’solid] Saar
Zur Facebook-Veranstaltung

Anmeldung über Linksjugend [’solid] Saar
Telefon: 0681/59096093
E-Mail: info@linksjugend-saar.de
Anmeldeformular Linksjugend [’solid] Saar

Saša Stanišić liest aus „Herkunft“

Mittwoch, 22. September 2021 / 19:00 Uhr
Stiftung Demokratie Saar / Europaallee 18 / 66113 Saarbrücken

Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Seine Erzählungen und Romane wurden in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach  ausgezeichnet. Saša Stanišić erhielt u.a. den Preis der Leipziger Buchmesse für »Vor dem Fest« und zuletzt für »Herkunft« den Deutschen Buchpreis 2019 sowie den Eichendorff-Literaturpreis und den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

HERKUNFT ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt.
HERKUNFT ist ein Buch über ein Dorf, in dem nur noch dreizehn Menschen leben, ein Land, das es heute nicht mehr gibt, eine zersplitterte Familie, die meine ist. Es ist ein Buch über die Frage, was zu mir gehört, ein Selbstporträt mit Ahnen. Und ein Scheitern des Selbstporträts.
HERKUNFT ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre.
HERKUNFT ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache und Scham, Ankommen und Zurechtkommen, Glück und Tod.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung St. Johann im Rahmen der Lesereihe „Böll & Hofstätter“ und der Stiftung Demokratie Saar.
Die Veranstaltungsreihe wird unter Berücksichtigung der aktuellen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus durchgeführt.
Eintritt: 9,00 € / ermäßigt 5,00 €
Die Karten erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464
oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

Flyer und Plakat zum Download

Die Veranstaltung ist ausgebucht! Auf dem Youtubekanal der Stiftung Demokratie Saar können Sie die Lesung allerdings live verfolgen, hier der Link zur Liveschalte:https://www.youtube.com/watch?v=UZNkubtGubA

 

6. Freejazzfestival Saarbrücken

Celebrating the 80th birthday of Brötzmann & the power of free improvisation

 

6. Freejazzfestival Saarbrücken, 29. September bis 3. Oktober 2021


Programm:

Prolog
Mittwoch, 29. September  2021 / 19:00 uhr / Kino 8 ½

SteDaJoDa
Stefan Scheib – bass
Daniel Studer – bass
Johannes Schmitz – gitarre
Daniel „D-Flat“ Weber – schlagzeug

Dokumentarfilm
„Soldier of the Road: A Portrait of Peter Brötzmann“,
F  2011, OmU, 93 Min., Regie: Bernard Josse

Konzertvideo
Peter Brötzmann Trio & Quintett live in der Leipziger legendären naTo!,  am 14. 12. 2019  aufgenommen hautnah mit bis zu 8 Kameras
Big Bad Brötzmann Trio:  15 Min.
Peter Brötzmann – tg, ts, cl
Oliver Schwerdt – p, perc
Christian Lillinger – dr, perc

Big Bad Brötzmann Quintet:  35 Min.
Peter Brötzmann – tg, ts, cl
Oliver Schwerdt – p, perc
John Edwards – b
John Eckhardt- b
Christian Lillinger – dr, perc
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Auftakt
Donnerstag, 30. September 2021 / 18:30 uhr / Schloßkeller

QUATRE MARTEAUX dadaistische Metaperformance
Elodie Brochier- stimme
Geoffroy Muller- trompete
Hartmut Osswald – saxophon
Daniel Prätzlich – schlagzeug
Pascal Zimmer – elektronik

Podiumsgespräch
Ulrich Stock (ZEIT) mit Peter Brötzmann: „FreeJazz als Soziale Plastik“

GRID MESH
Frank Paul Schubert – saxophon
Christof Thewes – posaune
Andreas Willers – e-gitarre
Willi Kellers – schlagzeug

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1. Festivaltag
Freitag, 1. Oktober 2021 / 19:30 uhr / Gemeindezentrum Alte Kirche

Duos & Quartett ANKER / HEMINGWAY & TURNER / DONEDA
Lotte Anker – saxophon
Gerry Hemingway – schlagzeug
Roger Turner – schlagzeug
Michel Doneda – saxophon

BABY SOMMER TRIO
Oliver Schwerdt – klavier
Barry Guy – bass
Baby Sommer – schlagzeug

FULL BLAST
Peter Brötzmann – sax
Marino Pliakas – bass
Michael Wertmüller – drums

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2. Festivaltag
Samstag, 2. Oktober 2021 / 18:30 uhr / Gemeindezentrum Alte Kirche

FREEJAZZSAAR ORCHESTER: The New Thing in Saarbrooklyn!
Elodie Brochier– stimme, Claudia Hahn– flöte, Daniel Schmitz– trompete, Geoffroy Mueller– trompete, stimme, Christof Thewes– posaune, Michael Hupperts- posaune, tuba, Hartmut Oßwald– saxophon, Martin Schmiddi Schmidt– mandoline, Julien Blondel– cello, Johannes Schmitz-  gitarre, Stefan Scheib– contrabass, Ben Lehmann– contrabass, Pascal Zimmer– elektronik, Daniel Prätzlich– schlagzeug, Marius Buck- gongs, cymbals, sounds, Martial Frentzel- schlagzeug

THE WORKERS
Urs Leimgruber – sax
Omri Ziegele – sax, voice
Christian Weber – bass
Alex Huber – drums

HUMANIZATION QUARTET
Luis Lopes – e-gitarre
Rodrigo Amado – tenor saxophon
Aaron Gonzalez – bass t.b.c.
Stefan Gonzalez – schlagzeug t.b.c.

DIGITAL PRIMITIVES tbc
Cooper-Moore – diddley-bow, perc, fl, ashimba, mouth bow, hoe-handle harp
Assif Tsahar – ts, bcl
Chad Taylor  – dr

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Epilog
Sonntag, 3. Oktober 2021 / 11:00 uhr: Café Bar Zing / Rotenbergstraße 37

JAM-SESSIONS mit Festivalmusikern
Workshopband-Abschlußkonzert

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Während der Festivaltage live-Actionpainting von Jorgo Schäfer
Voraussichtliches Programm, Änderungen sind möglich.


Eintrittspreise:
Prolog Mi.: 13,– € / ermäßigt 8,– €
Auftakt Do.: 18,- € / ermäßigt 13,- €
Abendkarte Freitag: 32,– € / ermäßigt 25,– €
Abendkarte Samstag: 32,– € / ermäßigt 25,– €
Festivalkarte Fr. + Sa.: 55, – € / ermäßigt 40,– €

Aufgrund der limitierten Sitzplätze wird zur Reservierung der Tickets geraten, Kartenreservierung per email an: stwi@freejazzsaar.de. Vorbestellte Karten müssen eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden. Abendkasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Ausführliche Infos und Texte zu den Künstlern unter freejazzsaar.de

Gefördert wird das Festival durch das Kulturamt der Stadt Saarbrücken, Saartoto, Bundeszentrale für politische Bildung, Heinrich-Böll-Stiftung Saar, Sparkasse Saarbrücken, Kultusministerium,  ProHelvetia, Arbeit und Kultur, SR2 Kulturradio, VHS und private Spenden.

Lesung Kurt Emser: „Wider die Schönfärberei“

Die im April abgesagte Veranstaltung wird nun nachgeholt

Mittwoch, 29. September 2021 / 19 Uhr /
Saarländisches Künstlerhaus

 

Moderation: Dr. Ilka Desgranges
Mit Dr. Jörg W. Gronius, Klaus Harth, Antje Hecker, Albert Herbig, Dr. Mazurkiewicz-Wonn
Musik und Performance: Julien Blondel und Klaus Harth

Der 2017 verstorbene Kurt Emser war ein kritischer Geist und betrachtete die Auswüchse des kapitalistischen Wirtschaftslebens mit großer Skepsis. Entsprechend waren ihm die Gewinner des Systems — die Typen, die einem das Leben absaugen — zutiefst suspekt, während er viel Sympathie mit den Verlierern desselben hegte. So verwundert es wenig, dass diese Haltung auf vielfältige Weise auch in den Arbeiten Kurt Emsers zu Ausdruck kam: Arbeiten, in den er Obdachlosen ein Denkmal setze, Arbeiten, in denen er die Verpackungen der glitzernden Warenwelt übermalte und Arbeiten, in denen er die Reichen und Schönen dieser Welt auf die Bühne holte. Vier Jahre nach seinem Tod präsentieren die Herausgeber Klaus Harth, Antje Hecker, Albert Herbig eine umfangreiche Monografie über das Leben und Werk Kurt Emsers.

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Heinrich Böll Stiftung Saar, die Stiftung ME SAAR sowie die SaarlandSporttoto GmbH.

Es gelten die dann aktuellen Hygiene-Regeln. Mehr Informationen finden Sie unter: www.kuenstlerhaus-saar.de

Stadtrundgang „Saarbrücken schwul-lesbisch 1960 – 2021“

Samstag, den 9.10.2021 / 14:00 Uhr
Samstag, den 23.10.2021 / 14:00 Uhr

Ein Stadtrundgang auf den Spuren der gleichgeschlechtlichen Subkulturen in der Saarbrücker City
mit Marcel Wainstock

Nachdem der § 175 des Strafgesetzbuches, der zuvor sexuelle Handlungen zwischen zwei Personen männlichen Geschlechts kriminalisierte, mit Wirkung zum 1. September 1969 teilweise reformiert worden war, bildete sich ab 1970 Deutschlandweit – auch im Saarland – eine sozial und politisch motivierte Schwulenbewegung, der sich zeitweise auch emanzipatorisch engagierte Lesben anschlossen.

Die ersatzlose Aufhebung des Paragrafen, die dann (erst!) 1994 erfolgte und zahlreiche weitere seitdem errungene Entwicklungen in Richtung einer Verbesserung der rechtlichen und gesellschaftlichen Situation gleichgeschlechtlich liebender Menschen wie z.B. die „Ehe für Alle“ sind letztlich ein Ergebnis des langjährigen beharrlichen Engagements dieser Aktionsgruppen und ihrer Initiativen. Was selbst vielen Lesben und Schwulen heute als selbstverständlich erscheinen mag, hat in Wirklichkeit eine lange und mühsame Vorgeschichte.

Während unseres Rundgangs zu aktuellen Standorten und ehemaligen Treffpunkten der lesbischen und der homosexuellen Szene in Saarbrücken erhalten Sie einen Überblick über die vielfältigen Themen und unterschiedlichen Ereignisse, die die hiesige LSBTIQ+ Community in den letzten Jahrzehnten beschäftigt, beeinflusst und geprägt haben. Außer einigen einschlägigen ehemaligen Kneipen, Bars und Diskotheken sowie heutigen Lokalen werden unter anderem der LSVD-Checkpoint, die Frauen-Gender-Bibliothek, sowie die Aidshilfe Saar vorgestellt.

Spezifische Themen und Begriffe wie z. B. „Subkultur“, „CSD“ oder „Transgender“ und viele weitere werden im Verlauf des Spaziergangs angesprochen und erklärt.

Die Treffpunkte werden nach Anmeldung bekannt gegeben, eine Anmeldung ist erforderlich unter:

boell.stiftung@t-online.de
Tel.: 0681 / 58 35 60