13

Klaus Gietinger Film 4: Schön war die Zeit

Donnerstag, 16. April 2020 / 20 Uhr
Kino achteinhalb / Nauwieserstr. 19 / 66111 Saarbrücken

Spielfilm über den Wiederaufstieg eines Naziregisseurs und den Untergang des Provinzkinos, BRD 1988, 101 Minuten

Ein Filmvorführer in der Provinz und ein Nazi-Filmregisseur in der Stadt. Ihre Geschichte von 1945-1962. Während der eine wieder Karriere macht, erlebt der andere den Untergang des Kinos. Das Fernsehen schafft schließlich beide. Kameramann Bauer ist der Dritte. Das Lachen ist ihm jedoch vergangen.

Mit: Gottfried John, Edgar Selge, Ottfried Fischer, Eva Blasczyk, Joachim Bernhard, Christian Hoening, Jessica Kosmalla, Jockel Tschiersch u. v. a.
Buch: Klaus Gietinger, Regie: Klaus Gietinger und Leo Hiemer;
Kamera: Marian Czura; Ton: Kurt Eggmann; Ausstattung: Anna Prankl; Licht: Holly Fink.
Produktion: WAF, SR, Maran-Film, Bob-Arnold-Film. Förderung: FFA, Bayern, MFG, BMI; Prädikat: Wertvoll! Preis der Filmjury des A-Festivals in Gijon, Spanien

„Ein Film der das Unterhaltsame nie über dem authentisch Rekonstruierten übersieht.” Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24.11.1988.
„Es würde mich nicht wundern, wenn ein Kinogeher demnächst mit dem nassen Schwamm auf die Leinwand zielen würde.” Die Zeit, irgendwann im November 1988.
„Eine Parabel über den Willen zur Vergeßlichkeit, die an Dichte und Einfallsreichtum ihresgleichen suchen könnte.” Frankfurter Rundschau vom 24.11.1988.

Eintritt: 5 Euro

Klaus Gietinger Film 5: Heinrich der Säger

Mittwoch, 29. April 2020 / 20 Uhr
Kino achteinhalb / Nauwieserstr. 19 / 66111 Saarbrücken

Komödie über einen Bahnattentäter, BRD 2001, 95 Minuten

Er lässt den Osten nicht verrosten. Das ultimative Railroadmovie. KURT GRANTKE ist Bahnwärter und Witwer. Er lebt mit seiner Tochter TERESA an einer Bahnstrecke, die stillgelegt wird. GRANTKE führt ein zweites, verborgenes Leben. Er zerstört Schienen, sägt Stücke raus. Er glaubt, wenn er die Bahn erpresst, kann er Streckenstilllegungen rückgängig machen. Durch Zufall kommt ihm HEIKO auf die Schliche. HEIKO der forsche Postbote liebt die bigotte TERESA. Doch HEIKO will Geld. Aber erst als die Tochter, wider Erwarten, HEIKOS Ansinnen unterstützt, ist das Trio, ist “Heinrich der Säger” perfekt. Längst sind sie ins Schussfeld von Kommissar STAHL geraten. Der will den Erpresser dingfest machen. Und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Zum  Leidwesen seiner tollpatschigen Assistentin BRAUN, die für “Heinrich” ein gewisses Verständnis hat. Geradezu Sympathie bringen ihm die von Arbeitslosigkeit bedrohten Eisenbahner  entgegen. Der Unbekannte ist ihr Held. Es kommt zum erbitterten Kampf mit STAHL, wobei so manche Lok unsanft am Prellbock landet oder gar ganze Autozüge von Brücken stürzen.

Spielfilm von Klaus Gietinger (Buch und Regie)
Mit: Rolf Becker, Meret Becker, Karina Krawczyk, Alexander Beyer, Heinz W. Kraehkamp, Uwe Steimle, Wolfgang Winkler, Heribert Weber.
Kamera: Hans Hager; Schnitt: Katrin Suhren; Ausstattung: Fritz Günthner; Musik: Klaus Roggors;
Produktion: RSMedia, München und BalanceFilm, Dresden, in Zusammenarbeit mit ZDF und arte. Gefördert durch: Mitteldeutsche Medienförderung (MDM), Filmförderung Baden-Württemberg (MFG), FilmFernsehFonds, Bayern (FFF). Prädikat: Wertvoll!

„Eine furiose Satire” (Südwestpresse)
„Witzig, skurril und äußerst fein besetzt”(TV-Spielfilm)
„Endlich ein deutscher Trash-Film” (Frankfurter Rundschau)
„‚Heinrich der Nervensäger´ wäre der bessere Titel gewesen.” (Cinema)
„Gietinger beweist, dass Deutschland sehr wohl Geschichten und Menschen mit Visionen hat, die es braucht, um großes Kino zu machen.” (Zitty-Berlin)
„Gut gesägt, Heinrich!” (Sächsische Zeitung)
„Man kann nur hoffen, dass Gietinger nicht wieder 13 Jahre auf seinen nächsten Kinostreich warten lässt.” (Rolf-Ruediger Hamacher)

Eintritt: 5 Euro

Buchvorstellung: Betriebsstörung – Das Chaos bei der Bahn und die überfällige Verkehrswende

Donnerstag, 7. Mai 2020
Ort und Uhrzeit wird noch bekanntgegeben
Der Zug ist verspätet, überfüllt oder fällt aus, Klimaanlage und Toiletten sind defekt, das Bordbistro geschlossen: Bei der Deutschen Bahn ist die Betriebsstörung ein Dauerzustand. Trotz hoher Ticketpreise und Subventionen sind Fahrzeuge und Schienennetz verlottert, für die Steuerzahler droht der größte Staatskonzern ein Fass ohne Boden zu werden. Dabei brauchen wir eine funktionierende Bahn mehr denn je, wenn wir den Verkehrskollaps vermeiden und unsere Klimaziele erreichen wollen.
Der Wirtschaftsjournalist Thomas Wüpper deckt seit Jahren Fehlentwicklungen bei der Bahn auf. Nun beschreibt er das ganze Ausmaß des Debakels und analysiert dessen Ursachen: Missmanagement, teure Projekte wie Stuttgart 21, Politikversagen. Zudem stellt er Konzepte vor, um die Bahn wieder zu einem günstigen, verlässlichen Verkehrsmittel zu machen – und zu einem Motor für nachhaltige Mobilität.
»Ein Autor, der Missständen auf den Grund geht – im Interesse der Bahnkunden.« Karl-Peter Naumann, Pro Bahn
»Wer wissen will, wie wir eine bessere Bahn bekommen, sollte dieses Buch lesen.« Dirk Flege, Allianz pro Schiene
»Ein Journalist, der auch unbequeme Wahrheiten nicht verschweigt.« Claus Weselsky, GDL
Thomas Wüpper, Jahrgang 1961, arbeitet seit 1992 als Wirtschaftskorrespondent in Berlin. Schwerpunkte: Verkehrs- und Verbraucherthemen, zuvor der Aufbau Ost und die skandalträchtige Treuhandanstalt. Zur Bahn hat er mehr als 1000 Artikel verfasst, u.a. für die Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, Rheinpfalz, Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau, Kölner Stadt-Anzeiger, Hannoversche Allgemeine, Badische Zeitung und Freie Presse.

Thomas Wüpper:
Betriebsstörung, Das Chaos bei der Bahn und die überfällige Verkehrswende
Ch. Links Verlag, Berlin 2019