Politische Bildungsreihe: Online-Workshops zum Thema Feminismus

Freitag, 17. September 2021 / Freitag, 15. Oktober 2021 / Freitag, 12. November 2021 / Freitag, 17. Dezember 2021 / Freitag im Januar 2022 tba
Beginn jeweils ab 17:30 Uhr / Dauer ca. 3,5 Stunden
online via Zoom

Am 17. September startet unsere Feministische Bildungsreihe. Bis in den Januar werden wir jeden Monat einen Online-Workshop zu folgenden Themen anbieten:

Workshop 1: Feminismus für Einsteiger:innen am 17.09.21

Was bedeutet Feminismus (für mich)? Was ist eigentlich dieses Patriarchat? Wieso kämpfen wir dagegen und wofür genau kämpfen wir da?

Wir geben einen Einblick in unser Verständnis davon, was Feminismus bedeutet und wofür wir eintreten. Im anschließenden Austausch lernen wir uns gegenseitig und unsere Ansichten näher kennen. So schaffen wir die Wissens- und Vertrauensbasis für die nächsten Bausteine und Diskussionen.

Workshop 2: Selbstreflexion und Selbstverortung am 15.10.21

Was sind unsere wichtigsten Positionen als Feminist:innen? Welche weiteren gibt es – historisch und aktuell? Wie können wir unsere Positionen nach außen gut vertreten?

Ihr seid an der Reihe: Wir sammeln Ansichten und Positionen, die wir als Feminist:innen bereits vertreten oder vertreten möchten. Gemeinsam reflektieren wir, was uns daran jeweils wichtig ist, was wir ähnlich sehen und wo wir untereinander anecken. Wir vertreten unsere Positionen untereinander, hinterfragen uns gegenseitig kritisch und entwickeln ein tieferes Verständnis von den eigenen Positionen und der unserer Mitstreiter:innen.

Workshop 3: Pop und Politik am 12.11.21

Wie feministisch können Girl Power-Shirts von H&M sein? Wie viel Theorie muss ich gelesen haben, um mitreden zu dürfen? Ist das noch Kunst oder schon Aktivismus?

Wir beleuchten den Feminismus zwischen Beyoncé und Beauvoir und ziehen die nicht immer trennscharfe Linie zwischen Popkultur und politischem Aktivismus. Gemeinsam diskutieren wir, was in beiden Sphären für unsere feministischen Anliegen getan werden kann und wo Stolpersteine liegen.

Workshop 4: Konfrontationen meistern am 10.12.21

Welche Debatten führen wir häufig? Welche sind uns besonders wichtig? Wie argumentieren wir – zwischen persönlicher Betroffenheit und theoretischem Fundament?

Wir sammeln Themen, mit denen wir von außen häufig konfrontiert werden und mit denen wir unsere Umwelt konfrontieren. Gemeinsam ordnen wir unsere Argumente ein und reflektieren, auf welchen Ebenen wir uns bewegen. Wir finden heraus, in welchen Themenbereichen wir noch dazu lernen wollen und auf welchen Argumentationsebenen wir jeweils stärker werden möchten.

Workshop 5: Schlagfertig streiten

Welche Diskurse wollen und müssen wir miteinander führen? Wo geraten wir trotz gemeinsamer Ziele aneinander? Wie können wir unsere Reibungen in die Entwicklung unserer Positionen überführen?

Wir suchen aus den bisher besprochenen Themen Schwerpunkte aus und bereiten uns anhand von Texten vor. Im Workshop diskutieren wir Inhalte und Thesen, entwickeln unsere Standpunkte im innerfeministischen Diskurs weiter. Wir streiten miteinander und können am Ende – hoffentlich – nach Außen geeint auftreten.


Gebühr: kostenlos

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Linksjugend [’solid] Saar
Zur Facebook-Veranstaltung

Anmeldung über Linksjugend [’solid] Saar
Telefon: 0681/59096093
E-Mail: info@linksjugend-saar.de
Anmeldeformular Linksjugend [’solid] Saar

Workshop: Neue, innovative Lebens- und Wohnmodelle: das KoDorf

Donnerstag, 14. Oktober 2021 / 19:30 Uhr
KOMMzentrum / Kleiststr. 30 / 66538 Neunkirchen

 

Trotz Individualisierung haben viele Menschen Sehnsucht nach Gemeinschaft, trotz des Wunsches nach pulsierendem Leben, ist die Suche nach Ruhe und Stille bei vielen ungebrochen. Das „KoDorf“ möchte beides verbinden: Gemeinschaft, Infrastruktur, moderne, flexible Arbeitsformen – und das Leben auf dem Land. Mit Frederik Fischer, dem Gründer des Projekts, möchten wir an diesem Abend über seine Vision des zukünftigen, gemeinschaftlichen Lebens ins Gespräch kommen.
Es gilt die dann aktuelle Coronaschutzverordnung. Die TeilnehmerInnen werden nach Anmeldeschluss entsprechend informiert.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Saarbrücken

Anmeldung erforderlich bei der Katholischen Erwachsenenbildung Saarbrücken, Tel. 0681/9068131 oder über das Anmeldeformular
Anmeldefrist bis 07.10.2021
Teilnahmebeitrag: 3,00 €

Mehr Informationen unter www.keb-saarbruecken.de

 

Podiumsdiskussion: Solidarisch gegen rechten Terror – Allianzen, Organisierung, Unterstützung

Mittwoch, 13. Oktober 2021 / 20:00 Uhr
UT Connewitz / Wolfgang-Heinze-Straße 12a  / Leipzig / und Online via youtube und facebook

Die Veranstaltung findet in Leipzig in deutscher Sprache statt und wird zeitgleich via youtube in deutscher und türkischer Sprache gestreamt.

Die beiden Anschläge von Halle und Hanau haben uns erneut die Dimension rechten Terrors verdeutlicht. Er ist mörderisch.

Die Gesellschaft muss sich mit Täterschaft auseinandersetzen und mit den zugrunde liegenden Ideologien und Strukturen, also Antisemitismus, Rassismus, Antifeminismus sowie rechten Netzwerken, (Online-) Subkulturen, Organisationen und Diskursen.

Zeitgleich braucht es den Fokus auf die Betroffenen und ihre Bedürfnisse sowie Perspektiven und Politiken für die Gesellschaft der Vielen. Dazu gehören Leben, Überleben und Trauern, aber auch Öffentlichkeit und politische Organisierung. Solidarische Allianzen gegen rechte Gewalt müssen zwei Dinge vereinen: Kritik an der gesellschaftlichen Realität üben und Schutz und Solidarität stiften.

Auf dieser Veranstaltung treffen Vertreter:innen solcher solidarischen Organisierungen aufeinander. Gemeinsam besprechen wir unterschiedliche Formen der Solidarität im Umgang mit rechter Gewalt und rechtem Terror – von der Selbstorganisierung Betroffener über die Gründung neuer Netzwerke und Unterstützungsstrukturen bis zur Beschäftigungen mit Täterschaft und Mehrheitsgesellschaft aus Solidarität. Die Gäste sprechen zudem mit verschiedenen zeitlichen Perspektiven von den 1990er Jahren bis heute.

Was hat sich seit den 1990er Jahren verändert, welche Strukturen wurden aufgebaut? Was können wir von damals lernen? Wie lassen sich persönliche Trauerarbeit und Unterstützung mit politischer Arbeit und Öffentlichkeit verbinden? Wie können solidarische Strukturen einander unterstützen?

Gäste:

Das Gespräch führt Andrea Hübler, Opferberatung Support der RAA Sachsen

Die Veranstaltung findet in Leipzig statt, sofern die Pandemie-Lage dies zulässt. Bitte beachten Sie das Hygienekonzept und die gängigen Hygiene- und Abstandsregeln. Das Podium wird auch dann via youtube gestreamt, wenn die Veranstaltung nicht mit Publikum vor Ort stattfinden kann.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Fachstelle „Strategien gegen Rechtspopulismus“ des Verbunds der Heinrich-Böll-Stiftungen.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Sprachen: Deutsch / Türkisch / Simultanübersetzung
Link zur Online-Veranstaltung

Stadtrundgang „Juden in Saarbrücken bis 1940“

Sonntag, den 17.10.2021 / 14:00 Uhr
Sonntag, den 31.10.2021 / 14:00 Uhr

Ein Stadtrundgang zu Orten ihres Wirkens
mit Marcel Wainstock

Mit der allgemeinen demografischen und wirtschaftlichen Expansion Saarbrückens am Ende des 19. Jahrhunderts und bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts wuchs auch die hiesige jüdische Gemeinde, deren Mitglieder einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung und dem Wohlergehen der Stadt hatten.

Abgesehen davon, dass es in dieser Zeit ein blühendes jüdisches Gemeindeleben gab, haben viele erfolgreiche jüdische Kaufmannsfamilien wie z.B. die Inhaber des 1865 gegründeten Kaufhauses E. Weil Söhne, zum Glanz der neu entstandenen Bahnhofstraße beigetragen.

Zahlreiche Juden waren als renommierte Ärzte und Ärztinnen sowie als Rechtsanwälte in unserer Stadt tätig. Auch das damalige Stadttheater zählte einige jüdische Mitarbeiter als leitende Angestellte, Musiker oder Schauspieler. Und nicht zuletzt führte der unermüdliche Einsatz von Rabbiner Dr. Rülf und seinen Mitstreitern zum „Römischen Abkommen“, das es nach der Angliederung des Saargebiets an das nationalsozialistisch regierte Reich Juden und nichtjüdischen Regimegegnern ermöglichte, nach der Saarabstimmung ein Jahr lang das Land unter Mitnahme ihres Eigentums unbehelligt zu verlassen.

Während des Rundgangs lernen wir die Geschichte der Saarbrücker jüdischen Vorkriegsgemeinde und ihrer Synagoge in ihrer Blütezeit kennen, aber auch die Phasen ihres durch die NS-Verfolgungen bedingten Niedergangs bis zu ihrer Auflösung.

Die Treffpunkte werden nach Anmeldung bekannt gegeben, eine Anmeldung ist erforderlich unter:

boell.stiftung@t-online.de
Tel.: 0681 / 58 35 60

Stadtrundgang „Saarbrücken schwul-lesbisch 1960 – 2021“

Samstag, den 9.10.2021 / 14:00 Uhr
Samstag, den 23.10.2021 / 14:00 Uhr

Ein Stadtrundgang auf den Spuren der gleichgeschlechtlichen Subkulturen in der Saarbrücker City
mit Marcel Wainstock

Nachdem der § 175 des Strafgesetzbuches, der zuvor sexuelle Handlungen zwischen zwei Personen männlichen Geschlechts kriminalisierte, mit Wirkung zum 1. September 1969 teilweise reformiert worden war, bildete sich ab 1970 Deutschlandweit – auch im Saarland – eine sozial und politisch motivierte Schwulenbewegung, der sich zeitweise auch emanzipatorisch engagierte Lesben anschlossen.

Die ersatzlose Aufhebung des Paragrafen, die dann (erst!) 1994 erfolgte und zahlreiche weitere seitdem errungene Entwicklungen in Richtung einer Verbesserung der rechtlichen und gesellschaftlichen Situation gleichgeschlechtlich liebender Menschen wie z.B. die „Ehe für Alle“ sind letztlich ein Ergebnis des langjährigen beharrlichen Engagements dieser Aktionsgruppen und ihrer Initiativen. Was selbst vielen Lesben und Schwulen heute als selbstverständlich erscheinen mag, hat in Wirklichkeit eine lange und mühsame Vorgeschichte.

Während unseres Rundgangs zu aktuellen Standorten und ehemaligen Treffpunkten der lesbischen und der homosexuellen Szene in Saarbrücken erhalten Sie einen Überblick über die vielfältigen Themen und unterschiedlichen Ereignisse, die die hiesige LSBTIQ+ Community in den letzten Jahrzehnten beschäftigt, beeinflusst und geprägt haben. Außer einigen einschlägigen ehemaligen Kneipen, Bars und Diskotheken sowie heutigen Lokalen werden unter anderem der LSVD-Checkpoint, die Frauen-Gender-Bibliothek, sowie die Aidshilfe Saar vorgestellt.

Spezifische Themen und Begriffe wie z. B. „Subkultur“, „CSD“ oder „Transgender“ und viele weitere werden im Verlauf des Spaziergangs angesprochen und erklärt.

Die Treffpunkte werden nach Anmeldung bekannt gegeben, eine Anmeldung ist erforderlich unter:

boell.stiftung@t-online.de
Tel.: 0681 / 58 35 60

Alena Wagnerová: „Milena Jesenská. Prager Hinterhöfe im Frühling. Feuilletons und Reportagen 1919-1939“

Mittwoch, 13. Oktober 2021 / 19:00 Uhr
FrauenGenderBibliothek Saar / Großherzog-Friedrich-Straße 111 / 66121 Saarbrücken
und online (Hybrid-Veranstaltung)

Zur Autorin Milena Jesenská:
In die Literaturgeschichte trat Milena Jesenská als Adressatin der Briefe eines bedeutenden Mannes, als „Kafkas Freundin Milena.“ Aus dem Kafka-Schatten nach langen Bemühungen von vielen Publizistinnen und Literatinnen befreit, gilt sie heute als eine der bedeutenden Journalistinnen der Epoche zwischen den zwei Weltkriegen. Geboren 1896 in Prag, besuchte sie das erste tschechische Mädchengymnasium Minerva, im Café Arco, dem Zentrum der Prager deutschen Literatur, lernte sie Ernst Pollak kennen und zog mit ihm nach Wien. Dort begann sie für die Prager Zeitung Tribuna Artikel über das Nachkriegsleben in Wien zu schreiben. Um1924 kehrte sie zurück nach Prag und fand ihr neues Zuhause in den Kreisen der tschechischen Avantgarde. In der Zeit der beginnenden europäischen Krise in den dreißiger Jahren arbeitete sie für die Zeitschrift Přítomnost. Die dort erschienenen Reportagen markieren den Höhepunkt ihrer Arbeit als politische Journalistin. Nach der Besatzung des Restes der ČSR 1939 wurde Milena Jesenská Fluchthelferin und Widerstandskämpferin. Sie wurde verhaftet und  starb am 17. Mai 1944 im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück.

Zur Referentin und Herausgeberin Alena Wagnerová:
Die aus Brno/Brünn stammende deutsch-tschechische Schriftstellerin, Kulturpublizistin und Oral-Historikerin, beschäftigt sich in ihren literarischen und publizistischen Arbeiten systematisch mit der Kultur und Geschichte Mitteleuropas, den deutsch-tschechischen Beziehungen sowie der Stellung der Frau in der modernen Gesellschaft. Sie lebt in Saarbrücken und Prag. Sie schrieb u.a. die  Biographie Milena Jesenskás „Alle meine Artikel sind Liebesriefe,“  edierte ihre Briefe „Ich hätte zu antworten tage- und nächtelang’’, ihre unlängst entdeckten Lebenszeichen aus dem KZ Ravensbrück, wie auch die 2020 erschienene deutsche Ausgabe Jesenskás Feuilletons und Reportagen „Prager Hinterhöfe im Frühling“.  Für ihre Verdienste um die deutsch-tschechische Verständigung wurde Alena Wagnerová 2019 mit dem Ehrenpreis des Deutsch-tschechischen Kulturfonds ausgezeichnet.

Veranstaltungsform: Eine begrenzte Personenzahl kann den Vortrag vor Ort in der FrauenGenderBibliothek Saar anhören. Alle weiteren Interessierten können sich digital per Zoom einwählen. Anmeldung für beide Varianten an info@frauengenderbibliothek-saar.de
Eintritt frei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der FrauenGenderBibliothek Saar

Plakat pdf zum Download

Lesung und Diskussion mit Christian Baron

Donnerstag, 9. September 2021 / 18.30 Uhr
Breite 63 / Saarbrücken-Malstatt

Am 09. September 2021 ab 18:30 laden wir ein zu einer Lesung und Diskussion mit Christian Baron zum Thema „Was es heißt, in einem reichen Land arm zu sein“. Die Veranstaltung ist geplant als eine Mischform zwischen Lesung, Podiums- und Publikumsdiskussion.

Christian Baron (http://www.christian-baron.com/) wurde 1985 in Kaiserslautern geboren und lebt heute als freier Autor und Journalist in Berlin. Von 2014 bis 2018 war er Redakteur beim Neuen Deutschland, wo er im Feuilleton verantwortlich für den Bereich „Theater“ war, danach war er Politikredakteur der Wochenzeitung „Der Freitag“. Gegenwärtig schreibt er an einem Roman. Außer durch seine regelmäßige journalistische Tätigkeit ist er einem breiteren Publikum vor allem durch drei größere Publikationen bekannt geworden:

2016: Proleten, Pöbel, Parasiten. Warum die Linken die Arbeiter verachten, Das Neue Berlin Verlag, Berlin 2016
2020: Ein Mann seiner Klasse, Autobiografie. Claassen Verlag, Berlin 2020
2021: mit Maria Barankow (Hrsg.): Klasse und Kampf, Claasen Verlag, Berlin 2021

Gegenwärtig gilt er weithin als eine der Stimmen, die, auch vor dem Hintergrund eigener biographischer Erfahrungen, die Realität sozialer Ungleichheit immer wieder kritisch zum Thema machen.

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit: Griechenland Solidarität Saarbrücken, Stiftung Demokratie Saarland, Rosa Luxemburg Stiftung Saarland, Der Buchladen Saarbrücken sowie Saarbrücker Gemeinwesenprojekte.

Bitte beachten Sie, dass bei Andauern pandemiebedingter Schutz- und Hygienemaßnahmen Voranmeldung und eingeschränkter Zugang notwendig werden könnten. Informieren Sie sich hierzu unter https://breite63.de/.

Zum Download Flyer und Plakat

Literarisches Kammerkonzert: »Ich hatte einst ein schönes Vaterland …«

Sonntag, 10. Oktober 2021 / 18:00 Uhr
Stiftung Demokratie Saarland / Europaallee 18 / 66113 Saarbrücken

Anmeldung zwingend erforderlich bei der Stiftung Demokratie Saarland

„Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“, dichtete Heinrich Heine 1832 im Pariser Exil. Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 wählen diese Worte als Leitspruch ihres literarischen Kammerkonzerts anlässlich des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Roman Knižka liest u. a. Texte von Moses Mendelssohn, dem Philosophen der Aufklärung, der Schriftstellerin Rahel Levin Varnhagen, die sich für eine jüdische und feministische Emanzipation einsetzte, des Feuilletonisten Ludwig Börne und der Dichterin Mascha Kaléko. 1955 begab diese sich in New York an Bord eines Schiffes, das nach Deutschland fuhr: „Einmal möchte ich es noch sehen, jenes Land, / Das in fremde Welten mich verbannt“, dichtete sie damals, 17 Jahre nach ihrer Emigration in die USA.
Die szenische Lesung wird begleitet vom Bläserquintett OPUS 45, das u.a. Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Jacques Ibert, Endre Szervánszky, Pavel Haas und György Ligeti zu Gehör bringt.

Eintritt frei
Dauer des Konzerts: ca. 120 Minuten
(mit einer Pause)

 

Dieses Konzert ist eingebunden in das bundesweite Festjahr #2021JLID, das der Verein »321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.« organisiert und koordiniert. Weitere Kooperationspartner sind die Stiftung Demokratie Saarland. Mehr Informationen zur Konzertreihe und zum Festjahr:
2021jlid.de
opus-45.de

Zur Anmeldung über die Stiftung Demokratie Saarland

Filmreihe Rassismus: SPENDIER MIR EINEN ÇAY UND ICH ERZÄHL DIR ALLES

Mittwoch, 21. Juli / 20.00 Uhr/ Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

D 2019, R: Anna Sabel, Ruben Sabel, K: Daniel Schwarz, Özcan Karadeniz, Ru-ben Sabel, Sch: Anna Sabel, Jennifer Sabel, Benjamin Kramme, M: Çığır Özyurt, Microphone Mafia, Can Kazaz  (und Nilipek), mit: Prof. Dr. Iman Attia, Austen P. Brandt, Kutlu Yurtseven, 61 Min, Dokumentation

Ruben ist gerade 18 und mit der Schule fertig. Zeit sich zu fragen, wer er sein will, wer er sein kann und was das mit dem Rassismus zu tun hat, den er erlebt. Und während rechtsextreme in  Chemnitz und damit nicht weit von ihm Hetzjagden veranstalten und während er nach einem Ort sucht, an dem er sich selbst definieren darf, findet Ruben sich an unterschiedlichen Küchentischen wieder. Erzählt werden Geschichten über Männlichkeiten, Veränderungen, Widerstand und Sehnsüchte und die Suche geht weiter. (spendier-mir-einen-cay.de) 18-jähriger  muslimisch markierter Deutscher setzt sich mit seinen Rassimuserfahrungen auseinander. Ruben stammt aus einer deutschen Familie mit teilweise türkischer Herkunft, lebt in Leipzig und hat gerade sein Abitur bestanden. Als Deutscher wird er dennoch nicht wahrgenommen. Vor der Entscheidung stehend in die Türkei zu ziehen, setzt er sich mit den eigenen Rassismuserfahrungen auseinander. Dafür besucht er andere von Rassismus betroffene Menschen. Dabei begegnet er politischen Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Menschen aus seiner Lebenswelt, die sehr unmittelbar über ihre Erlebnisse und Erfahrungen berichten und darüber sprechen, wie Rassismus Nahbeziehungen und Selbstbilder prägt. Ein Film über den Kampf eines jungen Erwachsenen, der sich im Widerstand gegen Rassismus selbst zu definieren versucht, um eine Zukunft über rassistische Zuschreibungen hinaus beginnen zu können. (Dresdner59.de)

Einführung und Diskussion im Anschluss: Prof. Dr. Chrsitian Schröder, Sozialwissenschaften, HTW Saar und Karin Meissner, Antidiskriminierungsforum Saar

Infos zu den aktuellen Corona-Schutzmassnahmen im Kino finden Sie hier: https://www.kinoachteinhalb.de/aktuelles/2021-05-31/informationen-zum-aktuellen-kinobesuch


Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

 

Filmreihe Rassismus: THE GRIZZLIES

Freitag, 16. Juli / 20.00 Uhr/ Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

CDN 2018, R: Miranda de Pencier, B: Moira Walley-Beckett, Graham Yost, K: Jim Denault, M: Garth Stevenson, Sch: Michele Conroy, Ronald Sanders, James Vandewater, D: Jack Anawak, Fred Bailey, Seth Burke, 104 Min, FSK: keine Bewertung, OmU

Ende der 1990er Jahre hat die kleine arktische Inuit-Gemeinde Kugluktuk eine der höchsten Selbstmordraten unter Jugendlichen in Nordamerika. Als der unerfahrene Lehrer Russ Sheppard  dort eintrifft, um eine Stelle an der lokalen Schule anzutreten, sieht er sich mit massiven psycho-logischen und sozialen Problemen sowie den fatalen Folgen der Kolonisierung indigener  Lebenswelten konfrontiert. Auf verlorenem Posten gründet Sheppard trotz allgemeiner Skepsis ein Lacrosse-Team an der Schule. Und diese vermeintlich völlig widersinnige Idee soll  weitreichende Folgen haben. – Die unglaubliche aber wahre Geschichte der Grizzlies wurde an Originalschauplätzen und mit Laiendarstellern aus der Region verfilmt. Das Ergebnis ist ein inspirierendes Drama, das bei allem ansteckenden Optimismus nicht die realen Hintergründe beschönigt. (canadanow.de) Die Schüler, alle Inuit, waren anfangs skeptisch, als Russ Sheppard, ein Lehrer mit einem einjährigen Vertrag aus dem Süden, zu ihnen kam. Erschüttert vom Tod einer seiner Schüler hatte Sheppard begonnen, seiner Klasse Lacrosse nahezubrin-gen. Während diese anfangs Widerstand leisteten, näherten sich die Schüler nach und nach dem Sport an und gründeten ihre eigene Lacrosse-Mannschaft, das Team „Grizzlies“. Mit der Unterstützung der gesamten Stadt durften Sheppard und das Team bei der nationalen Lacrosse-Meisterschaft in Toronto teilnehmen.

Einführung: Dr. Svetlana Seibel, North American Literary and Cultural Studies, Universität des Saarlandes

Infos zu den aktuellen Corona-Schutzmassnahmen im Kino finden Sie hier: https://www.kinoachteinhalb.de/aktuelles/2021-05-31/informationen-zum-aktuellen-kinobesuch


Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.