Saša Stanišić liest aus „Herkunft“

Mittwoch, 20. Januar  2021 / 18:00 Uhr
Stiftung Demokratie Saar / Europaallee 18 / 66113 Saarbrücken

Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Seine Erzählungen und Romane wurden in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach  ausgezeichnet. Saša Stanišić erhielt u.a. den Preis der Leipziger Buchmesse für »Vor dem Fest« und zuletzt für »Herkunft« den Deutschen Buchpreis 2019 sowie den Eichendorff-Literaturpreis und den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

HERKUNFT ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt.
HERKUNFT ist ein Buch über ein Dorf, in dem nur noch dreizehn Menschen leben, ein Land, das es heute nicht mehr gibt, eine zersplitterte Familie, die meine ist. Es ist ein Buch über die Frage, was zu mir gehört, ein Selbstporträt mit Ahnen. Und ein Scheitern des Selbstporträts.
HERKUNFT ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre.
HERKUNFT ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache und Scham, Ankommen und Zurechtkommen, Glück und Tod.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung St. Johann im Rahmen der Lesereihe „Böll & Hofstätter“ und der Stiftung Demokratie Saar.
Die Veranstaltungsreihe wird unter Berücksichtigung der aktuellen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus durchgeführt.
Eintritt: 9,00 € / ermäßigt 5,00 €
Die Karten erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464
oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

Lukas Bärfuss liest aus „Malinois“ und „Die Krone der Schöpfung“

Donnerstag, 19. November 2020 / 20:00 Uhr
Filmhaus Saarbrücken / Mainzer Str. 8 / 66111 Saarbrücken

Die im Frühjar wegen des Corona-Virus abgesagte Veranstaltung mit Lukas Bärfuss wird jetzt nachgeholt: Lukas Bärfuss liest aus „Malinois“ und „Die Krone der Schöpfung“.

»Die Geschichte bewegt sich nicht im Ochsengang, nicht in einem gleichmäßigen Trott. Sie gleicht eher den wilden Sprüngen eines Pferdes, das nach Tagen im Stall wieder auf die Weide gelassen wird«, heißt es bei Lukas Bärfuss. Und er unterzieht sie in seinen Kolumnen 2019/2020 gewissermaßen in Echtzeit seinem prüfenden Blick, etwa wenn er sich staunend klarmacht, was eigentlich das wirklich Neue an einem eben auf den Markt kommenden iPhone ist: nichts Wesentliches, und wenn er dann aber resümiert, welche grundstürzenden Dinge passiert sind in den wenigen Jahren, die es dieses Telefon überhaupt erst gibt. Seit 2008 nämlich. Das Kleine und das Große sind auf eine verblüffend einleuchtende Weise miteinander verzahnt. Bärfuss springt in seinen Themen, mal ist er analytisch kühl, mal argumentiert er leidenschaftlich polemisch, ob es um Corona geht oder um die Gleichberechtigung der Frauen, um Identitätspolitik, um die USA, China, den Brexit und immer wieder um die Schweiz. Durchaus bemerkt er, dass die ständigen Veränderungen den Menschen Angst machen können, aber dennoch macht er als die größere Gefahr die Stagnation aus. Als wacher Zeitgenosse will er sich einmischen, als genauer Beobachter und denkender Mensch, der Politisches und Poetisches in der Tradition Heinrich Heines zusammenbringt.

Werke:
Die toten Männer. Novelle. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002
Hundert Tage. Roman. Wallstein Verlag, Göttingen 2008
Koala. Roman. Wallstein, Göttingen 2014
Stil und Moral. Essays. Wallstein, Göttingen 2015
Hagard. Roman. Wallstein, Göttingen 2017
Krieg und Liebe. Essays. Wallstein, Göttingen 2018
Contact, gemeinsam mit Michael Günzburger, Edition Patrick Frey, Zürich 2018
Malinois. Erzählungen. Wallstein, Göttingen 2019
Die Krone der Schöpfung. Wallstein, Göttingen 2020

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung St. Johann im Rahmen der Lesereihe „Böll & Hofstätter“.
Die Veranstaltungsreihe wird unter Berücksichtigung der aktuellen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus durchgeführt.
Eintritt: 9,00 € / ermäßigt 5,00 €
Die Karten erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464
oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

Marion Poschmann liest aus „Nimbus“

Donnerstag, 22. Oktober 2020 / 20:00 Uhr
Filmhaus Saarbrücken / Mainzer Str. 8 / 66111 Saarbrücken

Nimbus, die dunkle Wolke, ist eine Erscheinung aus Schwung, Pracht, Weite, und doch gehört sie dem Formlosen, Ungreifbaren. Sie entfaltet Wirkung, sie bestimmt die Atmosphäre, zugleich entzieht sie sich, bleibt unbeherrschbar. Mit festem Griff und Subtilität, Witz und Zärtlichkeit unternimmt Marion Poschmann in ihren neuen Gedichten den Versuch, Nähe und Ferne zusammenzudenken und die maßlosen Kräfte der äußeren Gegenwart in einen Raum der Innigkeit zu verwandeln. Aber wo ist innen? Die Erforschung Sibiriens vor Beginn der Industrialisierung, flüchtige Begegnungen mit Tieren, die Nuanciertheit eines Farbtons oder die Verletzlichkeit von Eismassen spiegeln ebenso wie die kleinen magischen Praktiken des Alltags die Einzigartigkeit der globalen Veränderung. Nimbus ist eine Feier des Sublimen und des Schönen, mitreißend und formbewusst, unverwechselbar im Ton, lustvoll und philosophisch.

Rezensent Christian Metz  bewundert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wie konsequent Marion Poschmann in ihrem neuen Gedichtband ihre Ästhetik einer poetischen Enzyklopädie umsetzt. Über das Wissen der Autorin und ihre Fähigkeit, es mit Gespür und Feinsinn „kristallisieren“ zu lassen, kann Metz nur staunen. Dass die Autorin sich dabei immer wieder „ins Unbestimmte weisender Leerstellen“ und Unschärfen bedient, gefällt ihm, auch wenn er zwischen Imaginärem und Realem mitunter nicht entscheiden kann. Eine Verwandtschaft zur asiatischen Kunst macht Metz in den Texten aus, wenn Poschmann „neun Typologien“ auffächert und den Bildraum von Schneelandschaften bis zur Nimbus-Wolke ausdehnt.

Foto: Tobias Falberg

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik und lebt heute in Berlin. Für ihre Lyrik und Prosa wurde sie mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Klopstock- Preis 2018 für ihren Roman Die Kieferninseln (2017), der auch auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und auf jener des Man Booker International Prize 2019 stand.

 

Marion Poschmann
Nimbus – Gedichte
Suhrkamp / Insel 2020

 

 

 

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung St. Johann im Rahmen der Lesereihe „Böll & Hofstätter“.
Die Veranstaltungsreihe wird unter Berücksichtigung der aktuellen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus durchgeführt.
Eintritt: 7,00 € / ermäßigt 5,00 €
Die Karten erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464
oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

Christian Baron liest aus „Ein Mann seiner Klasse“

Sonntag, 6. September 2020 / 20:00 Uhr
Filmhaus Saarbrücken / Mainzer Str. 8 / 66111 Saarbrücken

»Mochte mein Vater auch manchmal unser letztes Geld in irgendeiner Spelunke versoffen, mochte er auch mehrmals meine Mutter blutig geprügelt haben: Ich wollte immer, dass er bleibt. Aber anders.« Kaiserslautern in den neunziger Jahren: Christian Baron erzählt die Geschichte seiner Kindheit, seines prügelnden Vaters und seiner depressiven Mutter. Er beschreibt, was es bedeutet, in diesem reichen Land in Armut aufzuwachsen. Wie es sich anfühlt, als kleiner Junge männliche Gewalt zu erfahren. Was es heißt, als Jugendlicher zum Klassenflüchtling zu werden. Was von all den Erinnerungen bleibt. Und wie es ihm gelang, seinen eigenen Weg zu finden. Mit großer erzählerischer Kraft und Intensität zeigt Christian Baron Menschen in sozialer Schieflage und Perspektivlosigkeit. Ihre Lebensrealität findet in der Politik, in den Medien und in der Literatur kaum Gehör. Ein Mann seiner Klasse erklärt nichts und offenbart doch so vieles von dem, was in unserer Gesellschaft im Argen liegt. Christian Baron zu lesen ist schockierend, bereichernd und wichtig.

Christian Baron wurde 1985 in Kaiserslautern geboren. Er studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik in Trier. Nach Stationen bei der Lokalzeitung Die Rheinpfalz und Neues Deutschland sowie Veröffentlichungen bei nachtkritik, NeueZürcherZeitung und Theater der Zeit arbeitet er seit 2018 als Redakteur bei der Wochenzeitung der Freitag. 

Baron, Christian
Ein Mann seiner Klasse
Claassen Verlag 2020

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung St. Johann im Rahmen der Lesereihe „Böll & Hofstätter“. Die Veranstaltungsreihe wird unter Berücksichtigung der aktuellen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus durchgeführt.
Eintritt: 7,00 € / ermäßigt 5,00 €
Die Karten erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464
oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

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Online-Veranstaltung #3 Autoindustrie: Wie gelingt der Umbau der Schlüsselindustrie?

Mittwoch, 3. Juni 2020 / 15 Uhr bis 16.15 Uhr
auf Zoom

Deutschland ist die Wiege des Automobils. Die deutschen Premiummarken gehören zu den erfolgreichsten der Welt und die Automobilindustrie befindet sich im Umbruch. Die großen Trends sind Elektromobilität, Vernetzung und Sharing sowie automatisiertes und autonomes Fahren. Damit verändert sich die Produktion, das wettbewerbliche Umfeld und das Selbstverständnis der Industrie. Die Industrie muss sich ändern, um klimaschonende Mobilität genauso erfolgreich herstellen zu können wie sie bisher Millionen von Benzin- und Dieselautos produziert hat. In der Veranstaltung geht es darum, was die Automobilwirtschaft unternimmt und benötigt, damit die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Transformation gelingt.

– Was sind die größten Herausforderungen für die Automobilbranche? Welche Rolle spielen Klimaschutz  und entsprechende Ordnungspolitik sowie globale Absatzmärkte?
– Wie ernst nehmen Automobilkonzerne Klimaschutz? Inwiefern zeigt sich das in der Produktpalette, in der  gesamten Ausrichtung, der Branche?
– Wie verändert sich Arbeit und Beschäftigung in der Automobilindustrie? Was müssen Fachkräfte können,  wie werden sie qualifiziert?

Mit:
– Franz Loogen (Geschäftsführer der e-mobil BW – Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg)
– Dr. Claus Doll (Leitung Geschäftsfeld Mobilität, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI)
– Michael Müller-Görnert (Sprecher für Verkehrspolitik, ökologischer Verkehrsclub VCD)
– tbc.
– Moderation: Dr. Stefanie Groll, Referentin Ökologie und Nachhaltigkeit, Heinrich-Böll-Stiftung

Bitte melden Sie sich bis zum 02.06.2020 hier über unser Anmeldeformular an.
Information: Stephan Stoll, Projektbearbeitung Ökologie und Nachhaltigkeit, Heinrich-Böll-Stiftung stoll@boell.de

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Bundesstiftung mit freundlicher Unterstützung des ökologischen Verkehrsclubs VCD.

Hinweis:
Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist ein Computer, Tablet oder Handy mit Internetanschluss und Lautsprecher, und je nach Veranstaltung (mit Beteiligung des Publikums) optional eine Kamera oder Headset notwendig. Eine Aufnahme der Online-Veranstaltung ist untersagt. Die Online-Veranstaltung verwendet das Programm Zoom, welches den Zugangslink bereitstellt.
Den Zugangslink erhalten Sie 24 Stunden vor der Veranstaltung, und noch einmal zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn.
Der Zugangslink führt bei erstmaliger Zoom-Nutzung zum Download eines Client-Programms („Zoom-launcher.exe“), welches heruntergeladen und ausgeführt bzw. auf Ihrem PC installiert werden muss (empfohlen). Möchten Sie einen Download umgehen, klicken Sie auf den Link „Treten Sie mit Ihrem Browser bei“. Hinweis: Diese Option funktioniert nur bei dem Browser Google Chrome oder Microsoft Edge.
Nach der Anmeldung zur Veranstaltung gelten unsere Datenschutzbestimmungen https://www.boell.de/de/datenschutzerklaerung?dimension1=division_stift#7.%20Webinare.
Für die Verwendung der Software ZOOM übernimmt die Heinrich-Böll-Stiftung keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom finden Sie unter https://zoom.us/de-de/privacy.html.

Sprache: deutsch

 

ABGESAGT: Die Klimaschmutzlobby – Wie mächtige Netzwerke den Klimaschutz sabotieren

Diese Veranstaltung ist wegen Coronavirus abgesagt!

Montag, 7. April 2020 / 19.00 Uhr
Kino Bous / Saarbrücker Str. 91 / 66359 Bous

 

Buchvorstellung mit Susanne Götze und Annika Joeres

Spätestens seit „Fridays for Future“ ist das Thema „Klimawandel“ als eines der dringlichsten Probleme unserer Zeit erkannt worden. Doch trotz eindeutiger Verpflichtungen zu den Zielen des Pariser Weltklimaabkommens sind wir weit davon entfernt, diese auch zu erreichen – warum?

Ihre Argumente sind krude, ihre Finanzen undurchsichtig, aber ihr Einfluss reicht bis in Regierungen. Klimawandelskeptiker und Lobbyisten der Fossilindustrie sind nicht nur in den USA aktiv, sondern auch in Europa. Ihr Ziel: Klimaschutzgesetze torpedieren, die Verbrennung fossiler Rohstoffe fördern und die Staaten dazu bewegen, aus dem Pariser Weltklimaabkommen auszusteigen. Dieses Buch zeigt, mit welchen Strategien, Netzwerken und Argumenten die Klimaschutz-Bremser gegen die europäische Klimaschutzpolitik kämpfen. Die Autorinnen erklären, warum Deutschland seine Klimaziele wirklich verfehlt und welche Interessengruppen unsere Zukunft verbauen. Ein erschütternder Bericht darüber, dass gutgemeinte Selbstverpflichtungen gar nichts bringen und ein Weckruf: Wir brauchen eine starke Klimapolitik!

Susanne Götze ist promovierte Historikerin und passionierte Journalistin. Sie arbeitet als Radiojournalistin für den Deutschlandfunk und schreibt u.a. für die Frankfurter Rundschau, zeitonline, Spiegelonline, National Geographic und Cicero über Klimawandel, Energiewende und was das alles für unser Zusammenleben bedeutet.

Annika Joeres arbeitet in Frankreich für die Investigativ-Redaktion correctiv.org und verschiedene deutsche Medien wie der Zeit. Sie ist spezialisiert auf grenzüberschreitende Recherchen zu Europa, Frankreich und Klimawandel und wurde für ihre Recherchen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Susanne Götze, Annika Joeres:
Die Klimaschmutzlobby – Wie Politiker und Wirtschaftslenker die Zukunft unseres Planeten verkaufen
Piper Verlag, München April 2020

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar.

 

 

ABGESAGT: Buchvorstellung: Betriebsstörung – Das Chaos bei der Bahn und die überfällige Verkehrswende

Diese Veranstaltung ist wegen Coronavirus abgesagt!

Donnerstag, 7. Mai 2020
Ort und Uhrzeit wird noch bekanntgegeben
Der Zug ist verspätet, überfüllt oder fällt aus, Klimaanlage und Toiletten sind defekt, das Bordbistro geschlossen: Bei der Deutschen Bahn ist die Betriebsstörung ein Dauerzustand. Trotz hoher Ticketpreise und Subventionen sind Fahrzeuge und Schienennetz verlottert, für die Steuerzahler droht der größte Staatskonzern ein Fass ohne Boden zu werden. Dabei brauchen wir eine funktionierende Bahn mehr denn je, wenn wir den Verkehrskollaps vermeiden und unsere Klimaziele erreichen wollen.
Der Wirtschaftsjournalist Thomas Wüpper deckt seit Jahren Fehlentwicklungen bei der Bahn auf. Nun beschreibt er das ganze Ausmaß des Debakels und analysiert dessen Ursachen: Missmanagement, teure Projekte wie Stuttgart 21, Politikversagen. Zudem stellt er Konzepte vor, um die Bahn wieder zu einem günstigen, verlässlichen Verkehrsmittel zu machen – und zu einem Motor für nachhaltige Mobilität.
»Ein Autor, der Missständen auf den Grund geht – im Interesse der Bahnkunden.« Karl-Peter Naumann, Pro Bahn
»Wer wissen will, wie wir eine bessere Bahn bekommen, sollte dieses Buch lesen.« Dirk Flege, Allianz pro Schiene
»Ein Journalist, der auch unbequeme Wahrheiten nicht verschweigt.« Claus Weselsky, GDL
Thomas Wüpper, Jahrgang 1961, arbeitet seit 1992 als Wirtschaftskorrespondent in Berlin. Schwerpunkte: Verkehrs- und Verbraucherthemen, zuvor der Aufbau Ost und die skandalträchtige Treuhandanstalt. Zur Bahn hat er mehr als 1000 Artikel verfasst, u.a. für die Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, Rheinpfalz, Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau, Kölner Stadt-Anzeiger, Hannoversche Allgemeine, Badische Zeitung und Freie Presse.

Thomas Wüpper:
Betriebsstörung, Das Chaos bei der Bahn und die überfällige Verkehrswende
Ch. Links Verlag, Berlin 2019

ABGESAGT: Die Klimaschmutzlobby – Wie mächtige Netzwerke den Klimaschutz sabotieren

Diese Veranstaltung ist wegen Coronavirus abgesagt!

Montag, 6. April 2020 / 19.00 Uhr
Kino 8 1/2 / Nauwieserstr. 19 / 66111 Saarbrücken

 

Buchvorstellung mit Susanne Götze und Annika Joeres

Spätestens seit „Fridays for Future“ ist das Thema „Klimawandel“ als eines der dringlichsten Probleme unserer Zeit erkannt worden. Doch trotz eindeutiger Verpflichtungen zu den Zielen des Pariser Weltklimaabkommens sind wir weit davon entfernt, diese auch zu erreichen – warum?

Ihre Argumente sind krude, ihre Finanzen undurchsichtig, aber ihr Einfluss reicht bis in Regierungen. Klimawandelskeptiker und Lobbyisten der Fossilindustrie sind nicht nur in den USA aktiv, sondern auch in Europa. Ihr Ziel: Klimaschutzgesetze torpedieren, die Verbrennung fossiler Rohstoffe fördern und die Staaten dazu bewegen, aus dem Pariser Weltklimaabkommen auszusteigen. Dieses Buch zeigt, mit welchen Strategien, Netzwerken und Argumenten die Klimaschutz-Bremser gegen die europäische Klimaschutzpolitik kämpfen. Die Autorinnen erklären, warum Deutschland seine Klimaziele wirklich verfehlt und welche Interessengruppen unsere Zukunft verbauen. Ein erschütternder Bericht darüber, dass gutgemeinte Selbstverpflichtungen gar nichts bringen und ein Weckruf: Wir brauchen eine starke Klimapolitik!

Susanne Götze ist promovierte Historikerin und passionierte Journalistin. Sie arbeitet als Radiojournalistin für den Deutschlandfunk und schreibt u.a. für die Frankfurter Rundschau, zeitonline, Spiegelonline, National Geographic und Cicero über Klimawandel, Energiewende und was das alles für unser Zusammenleben bedeutet.

Annika Joeres arbeitet in Frankreich für die Investigativ-Redaktion correctiv.org und verschiedene deutsche Medien wie der Zeit. Sie ist spezialisiert auf grenzüberschreitende Recherchen zu Europa, Frankreich und Klimawandel und wurde für ihre Recherchen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Susanne Götze, Annika Joeres:
Die Klimaschmutzlobby – Wie Politiker und Wirtschaftslenker die Zukunft unseres Planeten verkaufen
Piper Verlag, München April 2020

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar.

 

 

ABGESAGT: Auftakt zum 6. Free Jazz Festival

Diese Veranstaltung ist wegen Coronavirus abgesagt!

19:00 Uhr
Politische Akademie der SDS / Europaallee 18 /66113 Saarbrücken

Vortrag von Ulrich Stock mit Musik & Gespräch: „Free Jazz als Soziale Plastik“

In den Anfängen des Free Jazz vor einem halben Jahrhundert ging es um das Brechen allzu starrer musikalischer Regeln. Das tönende Individuum wollte sich entfesseln. Das ist gelungen. Heute kann es deshalb um anderes gehen: frei zu sein für ein gemeinsames musikalisches Gestalten ohne Dominanz des Einzelnen. Auf diese Weise wird Improvisation zum gesellschaftlichen Modell, in welchem die Fähigkeit, andere Stimmen zu hören, aufzugreifen und sie zu feiern wichtiger wird als persönliches Nachvornedräng.

HUMANIZATION QUARTET feat. Rodrigo Amado

Das Humanization Quartett (Luis Lopes – E-gitarre; Rodrigo Amado – Tenor Saxophon; Aaron Gonzalez – Bass; Stefan Gonzalez – Schlagzeug) hat ein vielseitiges und energiegeladenes Repertoire, das von der einfachsten Melodie bis zum aggressivsten Noise, von der organischsten Improvisation bis hin zu gezielter Komposition reicht, und demonstriert in dieser Formation wie aus den frei und dynamisch interpretierten Wurzeln des Punk-Rock, Funk und Hard-Blues eine groovende improvisierte Musik entstehen kann.

Das Humanization Quartett wurde 2008 von den Portugiesen Luís Lopes und Rodrigo Amado mit den texanischen Brüdern Aaron und Stefan Gonzalez gegründet. Der aus dem Punkrock- und Blues-Hintergrund kommende Gitarrist Luis Lopes (*1971) absolvierte ein Jazzstudium in Lissabon und entdeckte zu dieser Zeit seine Liebe zur experimentellen Musik. Seit über zehn Jahren gibt er gefeierte Solokonzerte und veröffentlichte zahlreiche Tonträger mit namhaften Freejazzmusikern. Der Fotograf, Kolumnist und Clean Feed Records-Mitbegründer Rodrigo Amado (*1964) bereichert seit zwanzig Jahren durch sein virtuoses Spiel als Avantgarde-Jazz-Saxophonist in zahlreichen Formationen die internationale Musikszene. Die Söhne des renommierten Freejazz Trompeters Dennis Gonzalez sind auch musikalisch in der improvisierten Jazzmusik aufgewachsen. Der Bassist Aaron Gonzalez (*1980) und der Schlagzeuger Stefan Gonzalez (*1986) waren jedoch ständig bestrebt, musikalische Grenzen zu überschreiten und kombinierten die Jazzimprovisation in verschiedenen Gruppen u.a. mit Metal-, Hardcore- und progressiven und psychedelischen Rockelementen.

Der Referent Ulrich Stock ist Jazz-Reporter der der Chefredaktion bei DIE ZEIT. Über die Jahrzehnte widmete er sich Musikern wie Cecil Taylor, Irène Schweizer, Heiner Goebbels, Aki Takase, Christian Lillinger oder Anna-Lena Schnabel. Seit Sommer 2005 entwickelt er das multimediale Musikangebot der ZEIT ONLINE, das für den Grimme Online Award 2006 nominiert wurde. Auf ZEIT ONLINE schreibt er die Monatskolumne „Und jetzt Jazz!“, ein riesiger Fundus zu Jazzdenken, Jazzmachen, Jazzleben.

Kartenreservierung: stwi@freejazzsaar.de (Eintrittspreise: 13,- € / ermäßigt 8,- €)
Eine Kooperation mit dem Free Jazz Festival und der  Stiftung Demokratie Saar

Mehr Infos: www.freejazzsaar.de

 

ABGESAGT: Klaus Gietinger Film 5: Heinrich der Säger

Diese Veranstaltung ist wegen Coronavirus abgesagt!

Mittwoch, 29. April 2020 / 20 Uhr
Kino achteinhalb / Nauwieserstr. 19 / 66111 Saarbrücken

Komödie über einen Bahnattentäter, BRD 2001, 95 Minuten

Er lässt den Osten nicht verrosten. Das ultimative Railroadmovie. KURT GRANTKE ist Bahnwärter und Witwer. Er lebt mit seiner Tochter TERESA an einer Bahnstrecke, die stillgelegt wird. GRANTKE führt ein zweites, verborgenes Leben. Er zerstört Schienen, sägt Stücke raus. Er glaubt, wenn er die Bahn erpresst, kann er Streckenstilllegungen rückgängig machen. Durch Zufall kommt ihm HEIKO auf die Schliche. HEIKO der forsche Postbote liebt die bigotte TERESA. Doch HEIKO will Geld. Aber erst als die Tochter, wider Erwarten, HEIKOS Ansinnen unterstützt, ist das Trio, ist “Heinrich der Säger” perfekt. Längst sind sie ins Schussfeld von Kommissar STAHL geraten. Der will den Erpresser dingfest machen. Und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Zum  Leidwesen seiner tollpatschigen Assistentin BRAUN, die für “Heinrich” ein gewisses Verständnis hat. Geradezu Sympathie bringen ihm die von Arbeitslosigkeit bedrohten Eisenbahner  entgegen. Der Unbekannte ist ihr Held. Es kommt zum erbitterten Kampf mit STAHL, wobei so manche Lok unsanft am Prellbock landet oder gar ganze Autozüge von Brücken stürzen.

Spielfilm von Klaus Gietinger (Buch und Regie)
Mit: Rolf Becker, Meret Becker, Karina Krawczyk, Alexander Beyer, Heinz W. Kraehkamp, Uwe Steimle, Wolfgang Winkler, Heribert Weber.
Kamera: Hans Hager; Schnitt: Katrin Suhren; Ausstattung: Fritz Günthner; Musik: Klaus Roggors;
Produktion: RSMedia, München und BalanceFilm, Dresden, in Zusammenarbeit mit ZDF und arte. Gefördert durch: Mitteldeutsche Medienförderung (MDM), Filmförderung Baden-Württemberg (MFG), FilmFernsehFonds, Bayern (FFF). Prädikat: Wertvoll!

„Eine furiose Satire” (Südwestpresse)
„Witzig, skurril und äußerst fein besetzt”(TV-Spielfilm)
„Endlich ein deutscher Trash-Film” (Frankfurter Rundschau)
„‚Heinrich der Nervensäger´ wäre der bessere Titel gewesen.” (Cinema)
„Gietinger beweist, dass Deutschland sehr wohl Geschichten und Menschen mit Visionen hat, die es braucht, um großes Kino zu machen.” (Zitty-Berlin)
„Gut gesägt, Heinrich!” (Sächsische Zeitung)
„Man kann nur hoffen, dass Gietinger nicht wieder 13 Jahre auf seinen nächsten Kinostreich warten lässt.” (Rolf-Ruediger Hamacher)

Eintritt: 5 Euro