Matthias Küntzel: Iranischer Aufstand und nukleare Bedrohung: Wie sollte der Westen reagieren?

Mittwoch, 15. Februar / 19:00 Uhr
Filmhaus Saarbrücken / Mainzer Str. 8 / 66111 Saarbrücken

Das Regime in Iran gerät ins Wanken. Seit der Ermordung von Jina Mahsa Amini im September letzten Jahres reißen die Aufstandswellen gegen das Mullah-Regime nicht ab. Der beispiellose Mut der Mädchen und Frauen, die massenhaft ihre Schleier entfernen und damit ihr Leben riskieren, hat alle übrigen Segmente der Gesellschaft mobilisiert: Nicht nur Lehrer und Professoren streiken, sondern auch die Arbeiter der großen Öl- und Gasfirmen und die konservativen Händler des Teheraner Basars. Das Regime versucht, diese erste progressive Revolution in der Geschichte des Nahen Ostens in einem Blutbad – mithilfe von Hinrichtungen, Vergewaltigungen und Folter – zu ertränken. Wird es damit durchkommen?

Dieses Regime will die die Welt radikal verändern. Auch ohne Atomwaffen hat der Iran die Region – Irak, Syrien, Libanon und Jemen – mit Terror und Krieg überzogen. Mit Atomwaffen würde sich ein Regime unangreifbar fühlen, das als einziges Land der Welt den Holocaust leugnet und offen erklärt, ein Mitgliedsland der Vereinten Nationen auslöschen zu wollen. Doch kann die iranische Bombe noch verhindert werden?

Unser Referent Matthias Küntzel ist Politikwissenschaftler und Historiker, der mehrere Bücher über den Iran und die deutsch-iranischen Beziehungen veröffentlicht hat. Er war zwischen 1984 und 1988 als Atomexperte bei der grünen Bundestagsfraktion angestellt und ist heute u.a. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Mitglied im advisory board der in New York ansässigen Organisation United Against a Nuclear Iran.  2022 wurde er von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover mit dem Theodor Lessing-Preis für aufklärerisches Denken und Handeln ausgezeichnet. Mehr Informationen auf www.matthiaskuentzel.de.

Lesung: Gunter Cremer liest aus Thomas Bernhards autobiografischen Romanen (4)

Donnerstag, 25. Mai 2023 / 19:00 Uhr
Buchhandlung St. Johann, Kronenstr. 6, 66111 Saarbrücken. 
SPIEGELUNG Thomas Bernhard Bernhardhaus (Obernatal bei Ohlsdorf) und Fotograf, Aufnahme vom Foto eines Gemäldes; Oberösterreich Österreich.
Mayer Bruno in der Wikipedia auf Deutsch CC BY 2.5

GUNTER CREMER liest aus THOMAS BERNHARDs WITTGENSTEIN NEFFE und dessen AUTOBIOGRAPHISCHEN ROMANEN an vier Abenden im Jahr 2023.

Durch die Abende begleitet in kurzen Einführungen GERD SCHÄFER.

Thomas Bernhard:
„Das ist ja das Schöne an meinen Büchern: dass das Schöne überhaupt nicht beschrieben ist, dadurch entsteht es von selbst. Und die, die nur Schönes schreiben, da sind die Bücher alle schiach und grauslich. Außergewöhnlich ist ja jeder von selber. Wenn man beginnt, darüber nachzudenken, ist es damit vorbei, und man verliert alles, nicht?“

23.02.2023 GOETHE SCHTIRBT und DIE URSACHE

23.03.2023 DER ATEM

25.04.2023 DIE KÄLTE

25.05.2023 EIN KIND und „Wittgensteins Neffe“

Alle Veranstaltungen finden statt in der

Buchhandlung St. Johann
Kronenstr. 6
66111 Saarbrücken

jeweils um 19:00 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar.

Lesung: Gunter Cremer liest aus Thomas Bernhards autobiografischen Romanen (3)

Dienstag, 25. April 2023 / 19:00 Uhr
Buchhandlung St. Johann, Kronenstr. 6, 66111 Saarbrücken. 
SPIEGELUNG Thomas Bernhard Bernhardhaus (Obernatal bei Ohlsdorf) und Fotograf, Aufnahme vom Foto eines Gemäldes; Oberösterreich Österreich.
Mayer Bruno in der Wikipedia auf Deutsch CC BY 2.5

GUNTER CREMER liest aus THOMAS BERNHARDs WITTGENSTEIN NEFFE und dessen AUTOBIOGRAPHISCHEN ROMANEN an vier Abenden im Jahr 2023.

Durch die Abende begleitet in kurzen Einführungen GERD SCHÄFER.

Thomas Bernhard:
„Das ist ja das Schöne an meinen Büchern: dass das Schöne überhaupt nicht beschrieben ist, dadurch entsteht es von selbst. Und die, die nur Schönes schreiben, da sind die Bücher alle schiach und grauslich. Außergewöhnlich ist ja jeder von selber. Wenn man beginnt, darüber nachzudenken, ist es damit vorbei, und man verliert alles, nicht?“

23.02.2023 GOETHE SCHTIRBT und DIE URSACHE

23.03.2023 DER ATEM

25.04.2023 DIE KÄLTE

25.05.2023 EIN KIND und „Wittgensteins Neffe“

Alle Veranstaltungen finden statt in der

Buchhandlung St. Johann
Kronenstr. 6
66111 Saarbrücken

jeweils um 19:00 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar.

Lesung: Gunter Cremer liest aus Thomas Bernhards autobiografischen Romanen (1)

Donnerstag, 23. Februar 2023 / 19:00 Uhr
Buchhandlung St. Johann, Kronenstr. 6, 66111 Saarbrücken. 
SPIEGELUNG Thomas Bernhard Bernhardhaus (Obernatal bei Ohlsdorf) und Fotograf, Aufnahme vom Foto eines Gemäldes; Oberösterreich Österreich.
Mayer Bruno in der Wikipedia auf Deutsch CC BY 2.5

GUNTER CREMER liest aus THOMAS BERNHARDs WITTGENSTEIN NEFFE und dessen AUTOBIOGRAPHISCHEN ROMANEN an vier Abenden im Jahr 2023.

Durch die Abende begleitet in kurzen Einführungen GERD SCHÄFER.

Thomas Bernhard:
„Das ist ja das Schöne an meinen Büchern: dass das Schöne überhaupt nicht beschrieben ist, dadurch entsteht es von selbst. Und die, die nur Schönes schreiben, da sind die Bücher alle schiach und grauslich. Außergewöhnlich ist ja jeder von selber. Wenn man beginnt, darüber nachzudenken, ist es damit vorbei, und man verliert alles, nicht?“

23.02.2023 GOETHE SCHTIRBT und DIE URSACHE

23.03.2023 DER ATEM

25.04.2023 DIE KÄLTE

25.05.2023 EIN KIND und „Wittgensteins Neffe“

Alle Veranstaltungen finden statt in der

Buchhandlung St. Johann
Kronenstr. 6
66111 Saarbrücken

jeweils um 19:00 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar.

Lesung: Gunter Cremer liest aus Thomas Bernhards autobiografischen Romanen (2)

Donnerstag, 23. März 2023 / 19:00 Uhr
Buchhandlung St. Johann, Kronenstr. 6, 66111 Saarbrücken. 
SPIEGELUNG Thomas Bernhard Bernhardhaus (Obernatal bei Ohlsdorf) und Fotograf, Aufnahme vom Foto eines Gemäldes; Oberösterreich Österreich.
Mayer Bruno in der Wikipedia auf Deutsch CC BY 2.5

GUNTER CREMER liest aus THOMAS BERNHARDs WITTGENSTEIN NEFFE und dessen AUTOBIOGRAPHISCHEN ROMANEN an vier Abenden im Jahr 2023.

Durch die Abende begleitet in kurzen Einführungen GERD SCHÄFER.

Thomas Bernhard:
„Das ist ja das Schöne an meinen Büchern: dass das Schöne überhaupt nicht beschrieben ist, dadurch entsteht es von selbst. Und die, die nur Schönes schreiben, da sind die Bücher alle schiach und grauslich. Außergewöhnlich ist ja jeder von selber. Wenn man beginnt, darüber nachzudenken, ist es damit vorbei, und man verliert alles, nicht?“

23.02.2023 GOETHE SCHTIRBT und DIE URSACHE

23.03.2023 DER ATEM

25.04.2023 DIE KÄLTE

25.05.2023 EIN KIND und „Wittgensteins Neffe“

Alle Veranstaltungen finden statt in der

Buchhandlung St. Johann
Kronenstr. 6
66111 Saarbrücken

jeweils um 19:00 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar.

Filmpremiere: Germans to the Front

Donnerstag, 9. Februar 2023 / 20:00 Uhr
Kino 8 1/2, Nauwieserstr. 19 / 66111 Saarbrücken

D 2022/2023, R: Klaus Gietinger, B: Klaus Gietinger, K: Gunter Moskau, D: Sophie Roßfeld, Soraya Abtahi, Anne K. Müller, Lucia Schulz, 21 Min Kurzdoku

Die Geschichte des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 im Saarland, dargestellt an dem Historienmaler Anton von Werner und seinem Meisterschüler Carl Röchling aus dem Saarland, von dem das berühmte Bild „Germans to the Front“ stammt. Die Restaurierung der Bilder des sogenannten „Saarbrücker Zyklus“ von Anton von Werner, die den Krieg gegen Frankreich heroisierten, führten 2021 zu einer scharfen historischen Kontroverse in der Öffentlichkeit über die Sinnhaftigkeit solcher Taten.
Es treten außerdem auf: Die Kriegsgegner von 1871, August Bebel und Wilhelm Liebknecht, sowie der nationalliberale Landtagspräsident Heinrich Schneider, der schon 1956 die Bilder restaurieren lassen wollte, gleichzeitig alle Straßen, die französisch klangen durch kriegerische deutsche Heroen ersetzen ließ und der konservative Ministerpräsident Johannes Hoffmann, der mit seinem europäischen Saarstatut zur gleichen Zeit scheiterte. Historische, verbürgte Texte der Protagonisten werden – mittels eines emotionalen Verfremdungseffekts – von jungen Schauspielerinnen, in Mehrfachrollen verkörpert. (Klaus Gietinger)

Ihr Kommen zugesagt haben die Schauspielerin Sophie Roßfeld, der Direktor des Historischen Museums Saar Simon Matzerath, der Leiter der Heinrich Böll Stiftung Saar Erich Später und der französische Generalkonsul Sébastien Girard. Der Regisseur Klaus Gietunger wird zum Filmgespräch anwesend sein.

Die Band Grenzgänger spielt im Rahmen der Veranstaltung „Lieder der Commune“

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar.

Stuttgart 21 – Der Film: Das trojanische Pferd

Freitag, 17. Februar 2023 / 19:00 Uhr
Kino 8 1/2, Nauwieserstr. 19 / 66111 Saarbrücken

D 2022, R: Klaus Gietinger, B u K: Klaus Gietinger, M: Fluccio – Rainer Michel, Sch: Franziska Bielefeld, F u s/w, 90 Min

Das Projekt ist ein Trojanisches Pferd der Immobilienspekulanten, der Betonmafia und von Bahnchefs aus der Auto- und Flugzeugindustrie. Trotz der Proteste hat es, medial unterstützt, eine Tunnelmanie für weitere milliardenteure Bahnprojekte ausgelöst. Die neue Fernbahnstrecken sollen hauptsächlich unter die Erde (Frankfurt HBF, Frankfurt-Fulda, Rosenheim, Fehmarnbelt). Wegen des damit massenhaft verwendeten Stahlbetons verliert die Bahn einen Großteil ihrer Klimavorteile. Oft werden im Wortsinn brandgefährliche Fallen gebaut. Zudem sollen weitere bestens funktionierende Kopfbahnhöfe wie Lindau und Altona kaputtgemacht werden. Der Film endet mit immer noch möglichen Alternativen und Ausstiegsmöglichkeiten. Nach wie vor heißt die Devise: Oben bleiben! (Klaus Gietinger).

 

Der Regisseur Klaus Gietinger wird zum Filmgespräch anwesend sein.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kino 8 1/2 und Klaus Gietinger.

Download Flyer zum Film

Lesung: Maike Albath, Der Geist von Turin. Pavese, Ginzburg, Einaudi und die Wiedergeburt Italiens nach 1943

Donnerstag, 2. Februar 2023 / 19:00 Uhr
Politische Akademie der SDS / Europaallee 18 / 66113 Saarbrücken

In Mussolinis Italien, im Schatten der Fabriken von Fiat und Olivetti, begegneten sich in den dreißiger Jahren in Turin ein paar gebildete junge Leute. Sie gründeten Zeitschriften und Verlage, schrieben kritische Artikel, nahmen Verbannung und Gefängnis auf sich und fühlten sich als Avantgarde. Und das waren sie: Aus dem Kreis um Cesare Pavese, Leone und Natalia Ginzburg und den Einaudi-Verlag kam jener Geist, der nach 1945 das Klima intellektueller Freiheit in Italien wesentlich geprägt hat. Maike Albath, die Italien kennt und liebt, beschwört in ihrem Buch die Stadt und die einmalige geistige Landschaft, in der diese stolze Episode aus Italiens jüngerer Geschichte ihren Lauf nahm.
Moderation: Tilla Fuchs (SR)

Portraitfoto Maike Albath
Maike Albath © Leipziger Buchmesse

Maike Albath studierte Romanistik und Germanistik in Berlin und Italien. 1998 promovierte sie über den italienischen Dichter Andrea Zanzotto. Seit 1993 ist sie als Journalistin für den Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur tätig und gestaltete als Autorin unter anderem Radio-Features über Antonio Tabucchi, Cesare Pavese und dessen Heimatstadt Turin und die Literaturszene Kroatiens. Sie hat mehrere Jahre in Italien verbracht und ist eine der profiliertesten Kennerinnen der italienischen Gegenwartskultur. Für ihre Arbeit als Literaturkritikerin erhielt sie 2002 den Alfred-Kerr-Preis.

 

Pressestimmen

„Seine Lebendigkeit und Anschaulichkeit gewinnt dieses Buch daraus, dass es so elegant wie unaufdringlich dem Modell von Natalia Ginzburgs »Familienlexikon« folgt.“ Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

„Maike Albath hat ein Stück europäischer Geistesgeschichte geschrieben.“ Hubert Spiegel, Deutschlandfunk

„[N]arrative Geschichtsschreibung der Mut machenden Art.“ Hubert Winkels, SWR

 

Die Eintrittskarten (8 Euro, erm. 5 Euro) erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464 oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland und Ludwig Hofstätter sowie dem Saarländischen Rundfunk im Rahmen der Lesereihe BÖLL & HOFSTÄTTER in der Stiftung Demokratie Saarland.

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Lesung: Lukas Bärfuss, „Hagard“ & „Die toten Männer“

Freitag, 5. Mai 2023 / 19:00 Uhr
Politische Akademie der SDS / Europaallee 18 / 66113 Saarbrücken

HAGARD

Ein Mann, eben stand er während des Feierabendgedrängels noch am Eingang eines Warenhauses, folgt aus einer Laune heraus einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, folge ich ihr nicht weiter; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile weiter. Es bedeutet ja nichts, niemand kommt zu Schaden. In einer knappen Stunde hat Philip ohnehin einen wichtigen Termin. Aber schon fragt er sich, ob der nicht auch zu verschieben wäre, bis zur Abendverabredung bliebe ja noch etwas Zeit. Etwas Bedrohliches liegt in der Luft, etwas Getriebenes. Ein atemloser Sog entsteht, in den auch der Leser gerät, je länger die Verfolgung anhält. Allen Sinneswahrnehmungen haftet etwas beunruhigend Surreales an. Die aufgerufenen Fragen über unsere Lebenswirklichkeit im 21. Jahrhundert gewinnen eine unabweisbare Schärfe.

DIE TOTEN MÄNNER

Ein erfolgreicher Buchhändler beschließt, sein Leben zu ändern: Er verlässt Frau und Tochter und sagt sich von der Liebe los. Doch etwas treibt ihn zurück. Er verspürt keinen Hass, nur Ekel und vollkommene Leidenschaftslosigkeit. Alles drängt zu einer Entscheidung. Endlich glaubt er einen Weg gefunden zu haben, seine Frau hinter sich zu lassen. „Ich verblieb mir selbst, als ein unheilvoller Ort, an dem ich nicht sein und von dem ich nicht fliehen konnte“, heißt es bei Augustinus über jenen Überdruss, der schließlich zu einer Gefahr auch für andere wird. Mit präziser Kühle beschreibt Lukas Bärfuss in seiner fesselnden Novelle, wie der Entschluss, um der eigenen Freiheit willen seiner Liebe zu entsagen, ins Verhängnis führt.

Portraitfoto von Lukas Bärfuss
© Claudia Herzog

Lukas Bärfuss

geb. 1971 in Thun (Schweiz), ist Dramatiker und Romancier, Essayist und Dramaturg. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in zwanzig Sprachen übersetzt. Nachdem er 2002 mit „Die toten Männer“ als Buchautor international in Erscheinung getreten war, wurde er ein Jahr später für „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ als bester Nachwuchsdramatiker ausgezeichnet und bekam 2005 den Mühlheimer Dramatikerpreis für „Der Bus“. Er erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Berliner Literaturpreis (2013), den Schweizer Buchpreis (für „Koala“, 2014), den Nicolas-Born-Preis (2015). Mit „Hagard“ stand er 2017 auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse. 2019 wurde Lukas Bärfuss mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Zuletzt wurden 2018 „Der Elefantengeist“ am Nationaltheater Mannheim, 2020 „Julien – Rot und Schwarz“ am Theater Basel und 2021 „Luther“ bei den Nibelungenfestpsielen Worms uraufgeführt. 2019 erschien „Malinois. Erzählungen“, 2021 der Essayband „Die Krone der Schöpfung“. Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich.

Pressestimmen

„Hagard ist ein Meisterstück, das seine Achillesferse nicht verbirgt: Es ist ein ästhetisch souveränes, aber auch verletzliches Porträt des Menschen auf der Epochenschwelle.“ Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung

„Bärfuss zeichnet in seinem Erstling [Die toten Männer] einen Mann, der geradezu manisch die Lebensäußerungen seiner Umwelt beobachtet und sorgsam auf Distanz zu bleiben trachtet. Diesem Charakterbild entspricht die unterkühlte und distanzierte Sprache, genau, klar und emotionslos. Die formale Strenge, eisern durchgehalten, bringt alles zu Stimmen: Figuren, Atmosphäre, Duktus. Ein Kabinettstück.“ Sonntagszeitung

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland und Ludwig Hofstätter im Rahmen der Lesereihe BÖLL & HOFSTÄTTER in der Stiftung Demokratie Saarland & von erLESEN (vom 5. bis 17. Mai 2023)

Die Eintrittskarten (8 Euro, erm. 5 Euro) erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464 oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

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Lesung: Jaroslav Rudiš, Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen

Dienstag, 4. April 2023 / 19:00 Uhr
Politische Akademie der SDS / Europaallee 18 / 66113 Saarbrücken

Sein Großvater war Weichensteller, sein Onkel Fahrdienstleiter und sein Cousin Lokführer. Und nun begibt Jaroslav Rudiš sich im Takt der Schienen durch Europa: von Berlin aus bis zum Gotthardtunnel und von Sizilien bis nach Lappland; im Nachtzug durch Polen und die Ukraine sowie im Speisewagen von Hamburg nach Prag. Leidenschaftlich berichtet er davon, wie er vor seinem Waggonfenster zwischen Felsen und Bäumen zum ersten Mal die Adria erblickt. Wie er mit der Schmalspurbahn die Wälder im Harz erkundet. Und wie er in vierzig Stunden auf so vielen Verbindungen wie möglich durch ganz Deutschland fährt. Rudiš widmet sich dabei den schönsten Bahnhöfen, den Kathedralen des Verkehrs. Erklärt, was Krokodile und Brigitte Bardot mit Lokomotiven zu tun haben. Und verwebt die Historie der Eisenbahn mit den Geschichten der Menschen, denen er begegnet. Er erzählt von der Freude darüber, den Anschluss zu verpassen, von „singenden“ Lokomotiven und Haltestellen, die „Güterglück“ und „Herzberg“ heißen. Und verführt uns mit seinen brillanten und mitreißenden Erzählungen, wieder öfter und achtsamer Zug zu fahren.

Portraitfoto von Jaroslav Rudiš
Jaroslav Rudiš © Piper Verlag

Jaroslav Rudiš

geboren 1972 in der Tschechoslowakei, lebt heute in Lomnice nad Popelkou und Berlin und ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Musiker. Bei Luchterhand erschienen seine Romane „Grand Hotel“, „Vom Ende des Punks in Helsinki“, „Nationalstraße“, „Winterbergs letzte Reise“ und bei btb „Der Himmel unter Berlin“. Zudem publizierte er die Graphic Novels „Alois Nebel“ (mit Jaromír 99) und „Nachtgestalten“ (mit Nicolas Mahler). 2012/13 hatte Rudiš die Siegfried-Unseld-Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. 2014 wurde er mit dem Usedomer Literaturpreis ausgezeichnet und 2018 erhielt er den Preis der Literaturhäuser. 2020 erhielt er für „Winterbergs letzte Reise“ den Chamisso-Preis. Rudiš‘ Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt. 2021 wurde er zudem als „einer der engagiertesten Brückenbauer zwischen Deutschland und Tschechien“ mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

 

Pressestimmen

„Schienenstränge verdichten sich in diesem wunderbar nostalgischen Bahn-Brevier zum Symbol für Lebenswege, wenn Rudiš Anschlussbahnhöfe, Trennungsbahnhöfe und gescheiterte Beziehungen beschwört.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Rudiš hat eine grandiose Auswahl skurriler Geschichten entlang der Gleise zusammengetragen, die den Kontinent durchmessen.“ Falter

„Rudiš erzählt mit großer Fabulierlust von seiner tschechischen Eisenbahnerfamilie, den besten Speisewagen und den schönsten Nachtzügen – ein Vergnügen erster Klasse.“ Süddeutsche Zeitung

„Dieses Buch ist vergnüglich und verrückt. Am Ende lässt sich Rudiš’ unverbrüchliche Liebe zur Eisenbahn nachvollziehen, ja, man will selbst auf der Stelle in den nächsten Schnellzug nach Prag, Rom, Warschau oder Lemberg einsteigen.“ taz

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland und Ludwig Hofstätter im Rahmen der Lesereihe BÖLL & HOFSTÄTTER in der Stiftung Demokratie Saarland.

Die Eintrittskarten (8 Euro, erm. 5 Euro) erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464 oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

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