Literarisches Kammerkonzert: »Ich hatte einst ein schönes Vaterland …«

Sonntag, 10. Oktober 2021 / 18:00 Uhr
Stiftung Demokratie Saarland / Europaallee 18 / 66113 Saarbrücken

Anmeldung zwingend erforderlich bei der Stiftung Demokratie Saarland

„Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“, dichtete Heinrich Heine 1832 im Pariser Exil. Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 wählen diese Worte als Leitspruch ihres literarischen Kammerkonzerts anlässlich des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Roman Knižka liest u. a. Texte von Moses Mendelssohn, dem Philosophen der Aufklärung, der Schriftstellerin Rahel Levin Varnhagen, die sich für eine jüdische und feministische Emanzipation einsetzte, des Feuilletonisten Ludwig Börne und der Dichterin Mascha Kaléko. 1955 begab diese sich in New York an Bord eines Schiffes, das nach Deutschland fuhr: „Einmal möchte ich es noch sehen, jenes Land, / Das in fremde Welten mich verbannt“, dichtete sie damals, 17 Jahre nach ihrer Emigration in die USA.
Die szenische Lesung wird begleitet vom Bläserquintett OPUS 45, das u.a. Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Jacques Ibert, Endre Szervánszky, Pavel Haas und György Ligeti zu Gehör bringt.

Eintritt frei
Dauer des Konzerts: ca. 120 Minuten
(mit einer Pause)

 

Dieses Konzert ist eingebunden in das bundesweite Festjahr #2021JLID, das der Verein »321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.« organisiert und koordiniert. Weitere Kooperationspartner sind die Stiftung Demokratie Saarland. Mehr Informationen zur Konzertreihe und zum Festjahr:
2021jlid.de
opus-45.de

Zur Anmeldung über die Stiftung Demokratie Saarland

Filmreihe Rassismus: SPENDIER MIR EINEN ÇAY UND ICH ERZÄHL DIR ALLES

Mittwoch, 21. Juli / 20.00 Uhr/ Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

D 2019, R: Anna Sabel, Ruben Sabel, K: Daniel Schwarz, Özcan Karadeniz, Ru-ben Sabel, Sch: Anna Sabel, Jennifer Sabel, Benjamin Kramme, M: Çığır Özyurt, Microphone Mafia, Can Kazaz  (und Nilipek), mit: Prof. Dr. Iman Attia, Austen P. Brandt, Kutlu Yurtseven, 61 Min, Dokumentation

Ruben ist gerade 18 und mit der Schule fertig. Zeit sich zu fragen, wer er sein will, wer er sein kann und was das mit dem Rassismus zu tun hat, den er erlebt. Und während rechtsextreme in  Chemnitz und damit nicht weit von ihm Hetzjagden veranstalten und während er nach einem Ort sucht, an dem er sich selbst definieren darf, findet Ruben sich an unterschiedlichen Küchentischen wieder. Erzählt werden Geschichten über Männlichkeiten, Veränderungen, Widerstand und Sehnsüchte und die Suche geht weiter. (spendier-mir-einen-cay.de) 18-jähriger  muslimisch markierter Deutscher setzt sich mit seinen Rassimuserfahrungen auseinander. Ruben stammt aus einer deutschen Familie mit teilweise türkischer Herkunft, lebt in Leipzig und hat gerade sein Abitur bestanden. Als Deutscher wird er dennoch nicht wahrgenommen. Vor der Entscheidung stehend in die Türkei zu ziehen, setzt er sich mit den eigenen Rassismuserfahrungen auseinander. Dafür besucht er andere von Rassismus betroffene Menschen. Dabei begegnet er politischen Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Menschen aus seiner Lebenswelt, die sehr unmittelbar über ihre Erlebnisse und Erfahrungen berichten und darüber sprechen, wie Rassismus Nahbeziehungen und Selbstbilder prägt. Ein Film über den Kampf eines jungen Erwachsenen, der sich im Widerstand gegen Rassismus selbst zu definieren versucht, um eine Zukunft über rassistische Zuschreibungen hinaus beginnen zu können. (Dresdner59.de)

Einführung und Diskussion im Anschluss: Prof. Dr. Chrsitian Schröder, Sozialwissenschaften, HTW Saar und Karin Meissner, Antidiskriminierungsforum Saar

Infos zu den aktuellen Corona-Schutzmassnahmen im Kino finden Sie hier: https://www.kinoachteinhalb.de/aktuelles/2021-05-31/informationen-zum-aktuellen-kinobesuch


Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

 

Filmreihe Rassismus: THE GRIZZLIES

Freitag, 16. Juli / 20.00 Uhr/ Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

CDN 2018, R: Miranda de Pencier, B: Moira Walley-Beckett, Graham Yost, K: Jim Denault, M: Garth Stevenson, Sch: Michele Conroy, Ronald Sanders, James Vandewater, D: Jack Anawak, Fred Bailey, Seth Burke, 104 Min, FSK: keine Bewertung, OmU

Ende der 1990er Jahre hat die kleine arktische Inuit-Gemeinde Kugluktuk eine der höchsten Selbstmordraten unter Jugendlichen in Nordamerika. Als der unerfahrene Lehrer Russ Sheppard  dort eintrifft, um eine Stelle an der lokalen Schule anzutreten, sieht er sich mit massiven psycho-logischen und sozialen Problemen sowie den fatalen Folgen der Kolonisierung indigener  Lebenswelten konfrontiert. Auf verlorenem Posten gründet Sheppard trotz allgemeiner Skepsis ein Lacrosse-Team an der Schule. Und diese vermeintlich völlig widersinnige Idee soll  weitreichende Folgen haben. – Die unglaubliche aber wahre Geschichte der Grizzlies wurde an Originalschauplätzen und mit Laiendarstellern aus der Region verfilmt. Das Ergebnis ist ein inspirierendes Drama, das bei allem ansteckenden Optimismus nicht die realen Hintergründe beschönigt. (canadanow.de) Die Schüler, alle Inuit, waren anfangs skeptisch, als Russ Sheppard, ein Lehrer mit einem einjährigen Vertrag aus dem Süden, zu ihnen kam. Erschüttert vom Tod einer seiner Schüler hatte Sheppard begonnen, seiner Klasse Lacrosse nahezubrin-gen. Während diese anfangs Widerstand leisteten, näherten sich die Schüler nach und nach dem Sport an und gründeten ihre eigene Lacrosse-Mannschaft, das Team „Grizzlies“. Mit der Unterstützung der gesamten Stadt durften Sheppard und das Team bei der nationalen Lacrosse-Meisterschaft in Toronto teilnehmen.

Einführung: Dr. Svetlana Seibel, North American Literary and Cultural Studies, Universität des Saarlandes

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Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

 

Filmreihe Rassismus: YOU HIDE ME & PALIMPSESTE DU MUSÉE D’AFRIQUE

Montag, 12. Juli / 20.00 Uhr/ Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

YOU HIDE ME: Ghana 1970, R: Nii Kwate Owoo, 16 Min, OmeU & PALIMPSESTE DU MUSÉE D’AFRIQUE: B 2019, R, B u K: Matthias De Groof, M: Ernst Reijseger, 69 Min, OmeU, Dokumentation.

YOU HIDE ME
Der ghanaische Filmemacher Kwate Nii Owoo erhielt 1970 Zugang zu den unterirdischen Depots des British Museum und filmte die wertvollen afrikanischen Artefakte, die im Keller verstaut sind. Ein Tag reichte aus, um das Ausmaß des Diebstahls von afrikanischer Kunst aufzu-zeigen, die in Plastiktüten und Holzkisten gebunkert ist. „Wir stießen auf eine enorme Sammlung. Tausende von wichtigen Kunstwerken, die nie ausgestellt wurden.“ Der Film „ist ein Exposé über Diebstahl und Verschleierung antiker und seltener afrikanischer Kunst, die in Plastiktüten und Holzkisten im Keller des British Museums versteckt sind.“ Owoo plädierte dafür, dass die Kunstwerke an ihren Herkunftsort zurückgebracht werden. (de.qaz.wiki)

PALIMPSESTE DU MUSÉE D’AFRIQUE
Das Königliche Museum von Zentralafrika wurde 2013 wegen Renovierungsmaßnahmenseine in Belgien geschlossen. Es stellt sich heraus, dass ein auf der afrikanischen Diaspora basierender Beirat einberufen wurde, um das Museum an die Standards des 21. Jahrhunderts und seiner multikulturellen Gesellschaft anzupassen. Regisseur Matthias De Groof konzipierte eine  faszinierende Meditation über ein monumentales Thema. Es ist eine wertvolle Dokumentation über ein Europa, das versucht, die Verbrechen auszurotten, die es niemals ausrotten kann. (Cláudio Alves, magazine. hd.com)

Einführung und Diskussion: Mario Laarmann und Carla Seeman, Romanische Kulturwissenschaften und interkulturelle Kommunikation, Universität des Saarlandes 

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Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

 

Filmreihe Rassismus: LORD OF THE TOYS

Mittwoch, 30. Juni / 19.00 Uhr / Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

D 2018, R: Pablo Ben Yakov, B: André Krummel, Pablo Ben Yakov, K: André Krummel, M: Kat Kaufmann, Sch: André Krummel, Pablo Ben Yakov, 100 Min, FSK: 16, Dokumentarfilm

Max „Adlersson“ Herzberg aus Dresden, 20 Jahre alt, hat entschieden sein Leben nicht mit Arbeit zu verbringen. Seitdem referiert er über Messer und alle möglichen andere Produkte, öffnet Gangsta-Rap-Fanboxen, erzählt von sich selbst, besäuft sich in aller Öffentlichkeit, pöbelt und grölt herum, erniedrigt Schwächere, reißt derbe Witze und testet jede Grenze aus, die er sieht – Max ist YouTuber und lebt davon. Die meisten seiner Freunde haben eigene Kanäle auf YouTube und Instagram, einige sogar recht erfolgreich. Max und seine Clique sind zweifelhafte  Vorbilder, aber sicherlich Prominente ihrer Generation mit mehr als 300.000 aktiven Fans. Ist Max ein gewaltverherrlichender Influencer mit rechten Tendenzen oder ein gewöhnlicher Heranwachsender auf der Suche nach Halt und Identität, in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Privatleben und Öffentlichkeit zunehmend verschwinden? Womöglich ist er beides, wahrscheinlich ohne sich dessen allzu bewusst zu sein. (lordoftoys.de) Der Film macht deutlich, dass es ein weiter Weg sein wird von der Deradikalisierung dieser verlorenen Jugend zu ihrer Rehumanisierung.

Einführung und Diskussion mit Prof. Dr. Chrsitian Schröder, Sozialwissenschaften, HTW Saar und Karin Meissner, Antidiskriminierungsforum Saar e.V. Im Anschluss Online-Filmgespräch mit dem Regisseur Pablo Ben Yakov.

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Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

Filmreihe Rassismus: LES STATUES MEURENT AUSSI & UN-DOCUMENTED – UNLEARNING IMPERIAL PLUNDER

Montag, 14. Juni / 20.00 Uhr / Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

AUCH STATUEN STERBEN, F 1953, R: Alain Resnais, Chris Marker, Ghislain Cloquet, B: Chris Marker, K: Ghislain Cloquet, M: Guy Bernard, Sch: Alain Resnais, 30 Min, OmeU UN-DOCUMENTED USA 2019, D u B: Ariella Aïsha Azoulay, K: Bona Manga Bell, Voice and Music Composed and Performed by: Edoheart, Awori & Moor Mother, 30 Min, OmeU

LES STATUES MEURENT AUSSI
Wenn Menschen sterben, gehen sie in die Geschichte ein. Wenn Statuen sterben, werden sie Kunst. Diese Botanik des Todes nennen wir Kultur, erklärt der  Kommentar. Der Film thematisiert den Bedeutungsverlust, der entsteht, wenn afrikanische Skulpturen aus ihrem rituellen und kulturellen Kontext gelöst werden und in einer ethnographisch-musealen Ausstellungspraxis zu Artefakten werden. Im Gegenzug zeigt er die Folklorisierung der Stammeskultur durch den Tourismus. Ein wundervoll gefilmtes und mit großer Klarheit  vorgeführtes Beispiel für die Verwandlung einer Kultur in ihr eigenes Klischée. (FM, biograph.de)

UN-DOCUMENTED
Der Film zeigt den engen Zusammenhang auf, der zwischen der Raubkunst in den europäischen Museen und den Asylsuchenden besteht, die versuchen, in den Staaten ihrer früheren Kolonialherren eine neue Heimat zu finden. Die Migrationen sind miteinander verwandt. Erstere ist die der Kunst-Objekte, die in Museen und Archiven auf fachmännische Pflege,  Aufbewahrung, gewissenhafte Dokumentation und großzügig erteilte Gastfreundschaft stoßen durfte. Die zweite Migration ist die jener Menschen, deren Dokumentenlosigkeit den Zugriff auf  Zuwendung und Gastfreundschaft ebenso verhindert, wie den Wiederaufbau ihrer Heimat und die Rückkehr in gewohnte Lebensumstände.

Einführung und Diskussion: Mario Laarmann und Dr. Jonas Tinius, Romanische Kulturwissenschaften und interkulturelle Kommunikation, Universität des Saarlandes

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Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

Filmreihe Rassimus: BEALE STREET

Mittwoch, 9. Juni 2021 / 20.00 Uhr / Kino 8 1/2
Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

IF BEALE STREET COULD TALK, USA 2018, R u B (nach J. Baldwin): Barry Jenkins, K: James Laxton, Sch: Joi Mc-Millon, Nat Sanders, M: Nicholas Britell, D: Kiki Layne, Stephan James, Regina King, Teyonah Parris, Colman Domingo, Brian Tyree Henry, Ed Skrein, Emily Rios, FSK: 12, 120 Min, OmU

Der Film basiert auf dem Bestseller-Roman des preisgekrönten US-Autors James Baldwin und erzählt eine berührende Liebesgeschichte im Amerika der 70er Jahre, in dem Rassismus gegenüber Schwarzen an der Tagesordnung stand. Die 19-jährige Tish und ihr Verlobter Fonny sind ein junges Paar im ärmlichen Viertel Harlem. Fonny wird fälschlicherweise der Vergewaltigung an einer Puerto-Ricanerin beschuldigt und kommt ohne Prozess unschuldig ins Gefängnis. Kurze Zeit später erfährt Tish, dass sie von Fonny ein Kind erwartet. Mit Zuversicht versichert sie ihm, ihn noch vor der Geburt aus dem Gefängnis zu holen. Mit Hilfe der Familie versucht sie mit allen Mitteln seine Unschuld zu beweisen. Oscar-Preisträger Barry Jenkins, der bereits mit MOONLIGHT ein Meisterwerk schuf, stellt in BEALE STREET mit viel Feinfühligkeit der Willkür einer weißen Justiz eine junge und tiefe Liebe entgegen „wie man sie seit vielen Jahren nicht mehr auf der Leinwand gesehen hat“ (Tagesspiegel). Der Schriftsteller James Baldwin, dem erst vor zwei Jahren mit dem oscarnominierten „I Am Not Your Negro“ ein überragendes dokumentarisches Denkmal gesetzt wurde, war neben Martin Luther King und Malcolm X einer der zentralen Vordenker der Bürgerrechtsbewegung in den USA. Neben seinen literarischen Werken begeistern vor allem seine kämpferischen Talkshow-Auftritte. (filmstarts.de)

Einführung: Dr. Lisa Johnson, Postdoctoral Researcher, Universität Trier, Lecturer, Universität des Saarlandes, Autorin beim RIDDIM Magazine

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Die Filmreihe zum Thema Rassismus beschäftigt sich mit alltäglichen Manifestationen des Rassismus in der modernen westlichen demokratischen Gesellschaft. Sie behandelt dabei Probleme des Alltagsrassismus, institutionellen Rassismus und den (Post)Kolonialismus und dessen Bezug auf das kulturelle Erbe der ehemals kolonisierten Völker. Weitere Themen sind der Lebensalltag, die Selbstwahrnehmung, die Bildung der eigenen Identität und die geistige Gesundheit der diskriminierten Menschen sowie die fehlende Chancengleichheit in der Gesellschaft. Außerdem behandelt die Reihe die Grenzlinien zwischen dem Recht auf Meinungs- und Redefreiheit und offener Fremdenfeindlichkeit in einer Gesellschaft, die Wert auf Toleranz legt. Die Reihe besteht aus jeweils drei Dokumentar- und Spielfilmvorstellungen, mit Filmen, die größtenteils in den letzten Jahren entstanden sind. Ausnahmen bilden zwei Dokumentarfilmprogramme, die neue und historische Mittellangfilme nebeneinanderstellen und die Korrelation zwischen den Zuständen in der (post)kolonialen Gesellschaft der letzten 70 Jahre schildern. Bei der Filmauswahl handelt es sich um eine Reihe an Produktionen unterschiedlicher Art, von akademischen Essayfilmen und Fernsehproduktionen bis zu einem Oscar-Gewinner. Jede Filmvorstellung der Reihe wird von einer thematisch relevanten Einführung begleitet, bei einigen wird es Möglichkeit zur Diskussion, u.a. mit einem der Filmemachenden, geben.

Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Kino Achteinhalb statt, der Fakultät für Sozialwissenschaften der HTW Saar, dem Antidiskriminierungsforum Saar, dem Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, dem Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes, dem VHS Regionalverband Saarbrücken, dem Haus Afrika e. V., und der Partnerschaft für Demokratie der Landeshauptstadt Saarbrücken gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

Online-Buchvorstellung: „Die Saarländer haben sich entschieden”

Dienstag, 8. Juni 2021, 18.00 Uhr, online

Die Reportagen eines Prager Journalisten zur Saarabstimmung 1935, herausgegeben von Dr. Alena Wagnerová

František Kocourek gehörte zu den profiliertesten tschechoslowakischen Journalisten der Vorkriegszeit. Um die Jahreswende 1934/35 berichtete er aus dem Saargebiet kurz vor der Volksabstimmung und auch von dem Wiederanschluss an das Deutsche Reich, was damals den freiwilligen Eintritt der Saarländer in die Nazidiktatur bedeutete. Kocoureks Reportagen sind ebenso kenntnisreich wie lebendig. Es kommen saarländische Stimmen zu Wort, ebenso auch Vertreter der internationalen Polizeitruppe des Völkerbunds, die zur Überwachung der Volksabstimmung an der Saar eingesetzt wurden. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei das tschechoslowakische Kontingent. Seine deutlich demokratische und antinationalistische Grundhaltung, die bei aller journalistischen Zurückhaltung seine Texte durchzieht, nötig noch heute Respekt ab. Der Radiojournalist konnte seine Reportagen damals noch nicht über eine Fernleitung vortragen und so wurden seine Manuskripte mit dem Flugzeug, das täglich vom Flugfeld auf den St. Arnualer Wiesen Richtung Prag startete, in die tschechoslowakische Hauptstadt gebracht und dort im Radio verlesen. Nach der Zerschlagung der so genannten „Resttschechei“ geriet Kocourek schnell ins Visier der deutschen Besatzung, wurde verhaftet und starb im Konzentrationslager Ausschwitz, von Krankheit und Auszehrung entkräftet.

Die Übersetzung von Raija Hauck und die herausgeberische Betreuung von Alena Wagnerová erschließen eine bisher im Saarland unbekannte Quelle zur Geschichte des Landes und einen Werkausschnitt eines Humanisten in dunkler Zeit. Das Buch erscheint im Röhrig Universitätsverlag St. Ingbert. Die Ausgabe wird ergänzt durch einen auf Tschechisch erschienenen Text zur Saarfrage von Stefan Heym und ein Nachwort von Erich Später.

 

Dr. Alena Wagnerová, aus dem mährischen Brno/Brünn stammende und seit 1969 in Saarbrücken und Prag lebende deutsch-tschechische Schriftstellerin, Kulturpublizistin und Oral-Historikerin, promovierte Biologin und Pädagogin. Sie beschäftigt sich in ihrer literarischen wie auch publizistischen Arbeit systematisch mit der Kultur und Geschichte Mitteleuropas, den deutsch-tschechischen Beziehungen und der Stellung der Frau in der modernen Gesellschaft. In diesem Zusammenhang veröffentlichte sie Bücher über Franz Kafka und seine Familie, Milena Jesenská, Sidonie Nádherná und weitere Persönlichkeiten des alten Mitteleuropa. In den Jahren 2004 bis 2007 leitete sie den oral-historischen Teil der Dokumentation der tschechischen Regierung: „Schicksale deutscher NS-Gegnern aus den Sudeten.“ Für ihr Engagement für die deutsch-tschechische Verständigung wurde sie 2005 mit dem Pelikán Preis der Zeitschrift Listy, 2017 mit dem Preis Gratias agit des Außenministerium der ČR und 2019 mit dem Sonderpreis des Deutsch-tschechischen Zukunftsfond ausgezeichnet. Zu ihren Publikationen zählen u.a. „Das Leben der Sidonie Nádherný“ (dt. 2003), „Was hat ein Tscheche im Elsaß zu suchen“ (2007) oder „Helden der Hoffnung – die anderen Deutschen aus den Sudeten 1935-1989″ (dt. 2008, Hg.).

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland (SDS), im Rahmen der Literaturtage im Saarland vom 03. bis 13. Juni 2021.
Die Veranstaltung wird gestreamt auf dem YouTube-Kanal der Stiftung Demokratie Saarland. Zur Teilnahme müssen Sie lediglich 5-10 Minuten vor Beginn auf den YouTube-Button bei der Veranstaltung auf der Website der SDS drücken. Link zur Veranstaltung

Lesung Kurt Emser: „Wider die Schönfärberei“

Die im April abgesagte Veranstaltung wird nun nachgeholt

Mittwoch, 29. September 2021 / 19 Uhr /
Saarländisches Künstlerhaus

 

Moderation: Dr. Ilka Desgranges
Mit Dr. Jörg W. Gronius, Klaus Harth, Antje Hecker, Albert Herbig, Dr. Mazurkiewicz-Wonn
Musik und Performance: Julien Blondel und Klaus Harth

Der 2017 verstorbene Kurt Emser war ein kritischer Geist und betrachtete die Auswüchse des kapitalistischen Wirtschaftslebens mit großer Skepsis. Entsprechend waren ihm die Gewinner des Systems — die Typen, die einem das Leben absaugen — zutiefst suspekt, während er viel Sympathie mit den Verlierern desselben hegte. So verwundert es wenig, dass diese Haltung auf vielfältige Weise auch in den Arbeiten Kurt Emsers zu Ausdruck kam: Arbeiten, in den er Obdachlosen ein Denkmal setze, Arbeiten, in denen er die Verpackungen der glitzernden Warenwelt übermalte und Arbeiten, in denen er die Reichen und Schönen dieser Welt auf die Bühne holte. Vier Jahre nach seinem Tod präsentieren die Herausgeber Klaus Harth, Antje Hecker, Albert Herbig eine umfangreiche Monografie über das Leben und Werk Kurt Emsers.

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Heinrich Böll Stiftung Saar, die Stiftung ME SAAR sowie die SaarlandSporttoto GmbH.

Es gelten die dann aktuellen Hygiene-Regeln. Mehr Informationen finden Sie unter: www.kuenstlerhaus-saar.de

Online-Vortrag: Der 1. Mai in Deutschland

Samstag, 1. Mai 2021 / 19:00 Uhr / online via Zoom

Kampftag der internationalen Arbeiter_innenklasse – Tag der (deutschen) Arbeit

Vom größten Teil der Bevölkerung wird der 1. Mai heute in Deutschland als unpolitischer Tag zum Wandern oder Entspannen genutzt. Dieser Tag verweist jedoch wie kaum ein anderer, historisch wie aktuell, auf die lange Geschichte der Klassenkämpfe.
Im 19. Jahrhundert zunächst Kampftag für den 8-Stunden Tag, wurde er bald weltweit zum Kampftag der Arbeiter_innenklasse für ihre ökonomischen und politischen Interessen. Doch gerade in Deutschland ist die Geschichte des 1. Mai für fortschrittliche und antifaschistische Menschen widersprüchlich: steht der Tag hier doch auch für die Integration der deutschen Arbeiter_innenklasse in den nationalsozialistischen Rassenstaat und die deutsche Volksgemeinsschaft.
Der Vortrag führt in die Geschichte des 1. Mai ein, will dessen Historie, vor allem in Deutschland, nachvollziehbar machen und einen Einblick in verschiedene Spaltungslinien der Arbeiter_innenbewegung geben: Welche verschiedenen Konzepte gibt und gab es, diesen Tag zu begehen? Auch soll, durch eine Reflexion der größten Niederlage der deutschen Arbeiter_innenbewegung 1933, gefragt werden: Inwiefern ist der Bezug auf den Klassenkampf in Deutschland einer emanzipatorischen Politik zuträglich? Abschließend kann diskutiert werden, welche Anforderungen die Begehung des 1. Mai in Deutschland an eine antifaschistische und revolutionäre Bewegung stellt.
Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Saar in Kooperation mit ConnAct Saar, Antifa Saar / Projekt AK, Crithink! e.V – Gesellschaft für kritisches Denken und Handeln.
Um an der Veranstaltung teilnehmen zu können, ist eine Anmeldung über folgende E-Mail-Adresse notwendig: anmeldung@connact-saar.org