Lesung mit Rolf Klöckner: Grenzenlose Genusstipps

Donnerstag, 1. Dezember 2022 / 19:00 Uhr
Brasserie Terminus / Bleichstr. 32 /66111 Saarbrücken

Rolf Klöckner stellt sein Buch vor:
„Grenzenlose Genusstipps entlang der Saar“, erschienen im Geistkirch-Verlag

„BÖLL au TERMINUS“ ist eine Veranstaltungsreihe der Heinrich-Böll-Stiftung Saar in Kooperation mit der Brasserie Terminus.
Reservierungen unter: terminus.sb@mail.de

Flyer und Plakate zum Download

 

Filmvorführung: DAS MÄDCHEN – WAS GESCHAH MIT ELISABETH K.?

Montag, 21. November / 19:00 Uhr
Kino 8 1/2, Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

Udo Jürgens und die Fuflball-Nationalmannschaft singen am 8. Januar 1978 in einem Aufnahmestudio in Köln für eine Schallplatte mit dem Titel „Buenos Dias Argentina“ zur Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien (Archivfoto). Der Song eroberte die Hitparade. dpa (zu dpa-Korr: Es macht wieder „bumm“ – Neue und alte Fuflballsongs in den Charts vom 23.03.2006) nur s/w +++(c) dpa – Bildfunk+++

D 2014, R: Eric Fiedler, B: Eric Fiedler, Silke Schütze, K: Thomas Schäfer, Sch: Sophie Kill, Besetzung: Paul Breitner, Hellmuth Karasek, Hildegard Hamm-Brücher, Klaus von Dohnanyi, Helmut Schön, Hermann Neuberger, 75 Min, Dokumentarfilm

Die preisgekrönte ARD-Dokumentation behandelt die skandalöse Fußball WM 1978 in Argentinien. Im Mittelpunkt des Films steht der Deutsche Fußball-Bund DFB und seine Kollaboration mit der argentinischen Militärjunta. Der Autor Eric Fiedler zeigt auch die politische und moralische Mitverantwortung des damaligen DFB-Präsidenten Hermann Neuberger bei der Ermordung der deutschen Staatsbürgerin Elisabeth Käsemann in einem Folterlager der Militärjunta. Bis heute ist Hermann Neuberger im Saarland hochgeehrt u.a. sind Schulen, eine Sportschule und ein Stadion nach ihm benannt.
Die Einführung in das Thema übernimmt Erich Später (Historiker und Geschäftsführer der Heinrich Böll Stiftung Saar).

Im Anschluss an dem Film wird es Gelegenheit zur Diskussion geben, auch ein Vertreter der Elisabeth Käsemann Stiftung wird dazu anwesend sein.

Wie unpolitisch darf Sport sein?

Argentinien, 1977. Die Menschen leiden unter der Militärdiktatur, Regimekritiker werden zu Tausenden verschleppt, gefoltert, getötet. Auch die in der Hauptstadt Buenos Aires lebende deutsche Studentin Elisabeth Käsemann verschwindet im März unter mysteriösen Umständen. Die alarmierten Eltern wenden sich vergeblich an das Auswärtige Amt. Die idealistische Professorentochter arbeitet als Sozialarbeiterin in den Slums. Als die Militärs 1976 putschen, schließt sie sich einem Netzwerk an, das vom Regime Verfolgte mit gefälschten Papiere außer Landes bringt. Und sie verliebt sich in den linken Journalisten Sergio Bufano. Er kann fliehen – mit dem letzten gefälschten Ausweis, den Elisabeth Käsemann fertigt. Am 8. März 1977 wird sie selbst in ein Folterlager verschleppt. Die westdeutsche Regierung unter Helmut Schmidt sieht ein Jahr vor der Fußball-WM in Argentinien beim Ausrichter und wichtigen Wirtschaftspartner von jeglicher Intervention ab. Auch der Deutsche Fußballbund verschenkt die Chance, die junge Frau zu retten. Obwohl der Fall seit April in deutschen Medien bekannt ist, reist die Elf im Mai 1977 nach Argentinien. Während Elisabeth Käsemann in Buenos Aires gefoltert und vergewaltigt wird, bereitet sich die deutsche Fußballnationalmannschaft auf ein Freundschaftsspiel vor. Mit diesem Spiel wollen die argentinischen Diktatoren der Welt die Sicherheit im Land des WM-Gastgebers demonstrieren und allen Vorwürfen wegen Menschenrechtsverletzungen entgegentreten. Einer der wichtigsten Partner dabei ist die Bundesrepublik, die mit der Militärdiktatur gute Geschäfte macht.

Am 25. Mai 1977 wird Elisabeth Käsemann von der Junta hingerichtet. Am 5. Juni läuft die deutsche Elf in Buenos Aires auf und entscheidet das Spiel mit 3:1 für sich. Erstmals äußern sich mit dem Fall Elisabeth Käsemann befasste Politiker wie die damaligen Staatsminister Hildegard Hamm-Brücher und Klaus von Dohnanyi, Sportler wie Karl-Heinz Rummenigge, Paul Breitner oder Sepp Maier sowie Überlebende und Zeitzeugen des Terrorregimes zu den Geschehnissen. So äußert sich auch der zu 22 Jahren Gefängnis verurteilte Gefängniswärter des illegalen KZ »El Vesubio«, Roberto Zeolitti, zu der Frage über Schuld und Verantwortung und einem Mord, der hätte verhindert werden können. Warum weist die deutsche Regierung bis heute jede Verantwortung zurück? Und: Wie unpolitisch darf Sport sein? Der neue Dokumentarfilm des mehrfachen Grimmepreisträgers Eric Friedler stellt Fragen von beklemmender Brisanz. (daserste.de).

Brillanter investigativer (Fernseh-)Dokumentarfilm, der über den tragischen Fall hinaus Fragen nach der Verantwortung von Politik und Sport bei der Vergabe von Großveranstaltungen an totalitäre Staaten stellt. (filmdienst.de)

 

Einführung: Erich Später, Heinrich-Böll-Stiftung Saar. Im Anschluss Diskussion mit einem Vertreter der Elisabeth Käsemann Stiftung.

Vortrag von Stephan Grigat: „Frau – Leben – Freiheit“. Der Aufstand gegen das Mullah-Regime & der Antisemitismus in der Islamischen Republik Iran

Freitag, 4. November / 20:00 Uhr
Filmhaus / Mainzer Str. 8 / 66111 Saarbrücken

Die aktuellen Proteste im Iran, die auf einen Sturz des islamistischen Regimes zielen, stehen einerseits in einer langen Kontinuität von Widerstand gegen die Herrschaft der Ajatollahs im Iran. Andererseits unterscheiden sie sich in Qualität und Quantität von bisherigen Protesten. Immer wieder hört man: „Diesmal ist es anders!“ Ob die aktuelle Bewegung tatsächlich den Sturz des Regimes herbeiführen kann, lässt sich unmöglich vorhersagen. Klar ist aber, dass ein Ende der islamistischen Theokratie die mit Abstand beste Möglichkeit wäre, das Atomwaffenprogramm des Iran dauerhaft zu beenden und die iranische Bevölkerung vom Terror der Ajatollahs zu befreien.

Nach dem letzten Besuch des israelischen Premierministers in Deutschland sind von der Bundesregierung etwas skeptischere Äußerungen bezüglich der Möglichkeit zu vernehmen, das Atomwaffenprogramm der „Islamischen Republik Iran“ mit einem Abkommen stoppen zu können. Markiert das eine Wende in der deutschen Iran-Politik, die 40 Jahre lang auf Kooperation und Kollaboration mit Teheran gesetzt hat? Der Vortrag wird die Bedrohung Israels durch das iranische Regime, sein Atomprogramm und seine Verbündeten vor dem Hintergrund des politischen und ideologischen Charakters der Ajatollah-Diktatur darstellen und Perspektiven der iranischen Freiheitsbewegung diskutieren.

Stephan Grigat ist Professor für Theorien und Kritik des Antisemitismus an der Katholischen Hochschule NRW und Ko-Leiter des Centrums für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) in Aachen. Er ist Research Fellow an der Universität Haifa und am London Center for the Study of Contemporary Antisemitism und u.a. Herausgeber von „AfD & FPÖ: Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder“ sowie „Iran – Israel – Deutschland: Antisemitismus, Außenhandel und Atomprogramm“.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit CriThink! e.V. – Gesellschaft zur Förderung des kritischen Denkens und Handelns und der Linksjugend solid‘ Saar.

Auf unseren Veranstaltungen gelten die offiziellen Coronaregelungen des Saarlandes.

 

Jüdische Filmtage: SHIVA BABY

Sonntag, 13. November 2022 / 19:00 Uhr
Kino 8 1/2, Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

USA/CDN 2020, R: Emma Seligman, B: Emma Seligman, K: Maria Rusche, M: Ariel Marx, Sch: Hanna A. Park, D: Rachel Sennott, Molly Gordon. Polly Draper, Danny Deferrari, Fred Melamed, Dianna Agron, Jackie Hoffman, 77 Min, OmU

Eine junge Frau wird auf einer jüdischen Trauerfeier mit den Unzulänglichkeiten ihres beruflich wie privat ungeordneten Lebens konfrontiert. Die Anwesenheit ihrer Kindheitsfreundin, mit der sie eine ungeklärte Affäre verbindet, sowie des verheirateten Mannes, mit dem sie gegen Geld schläft, lässt die Situation eskalieren. Der kammerspielartige Film seziert mit scharfem Blick Verwandtschaftsbeziehungen und Generationenkonflikte und kreiert mit sicherem inszenatorischem Gespür eine bestechende Mischung aus klaustrophobischer Stimmung und umwerfend komischen Momenten. Dazu kommen eine überzeugende Kameraarbeit, eindrückliche Filmmusik sowie überragende schauspielerische Leistungen.
Am Ende von SHIVA BABY fühlt man sich exakt so, wie die Hauptfigur zu diesem Zeitpunkt aussieht: derangiert und völlig erschöpft. Und doch würde man sich den Film am liebsten gleich noch einmal ansehen. Zu zahlreich sind die kreativen Einfälle auf der Bild- und Tonebene, als dass man beim erstmaligen Schauen wirklich jedes der vielen wunderbaren Details aufnehmen könnte. Der Film ist ein Meisterwerk in Sachen Dialog- und Schauspielführung, Wortwitz und visuellen Spielideen, und er birst nur so vor absurden Dialogen und skurrilen Figuren. Es ist kaum zu glauben, dass die Dramödie zugleich ein (Langfilm-)Debüt ist. Autorin und Regisseurin Emma Seligman hat mit SHIVA BABY ihren gleichnamigen Abschluss-(Kurz-)Film an der New York Tisch School in abendfüllender Länge adaptiert. (Katharina Zeckau, filmdienst.de).

Im Anschluss: Online-Filmgespräch mit dem Regisseur Damir Lukačevik.

Trailer zum Film:

Die „Jüdischen Filmtage 2022“ sind eine gemeinsame Kooperation von: Synagogengemeinde Saar, Heinrich Böll Stiftung Saar, Kino 8 1/2, Landeshaupstadt Saarbrücken, Ministerium für Bildung und Kultur Saarland, Landeszentrale für politische Bildung Saarland, Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken, Villa Lessing, Union Stiftung, Saartoto, Sparkasse Finanzgruppe, Arbeit & Kultur Saarland GmbH, Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg, 1 A Pflegedienst GmbH, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister der LH Saarbrücken Uwe Conradt.

Der Flyer der Filmreihe zum Download

Das komplette Programm auf der Website des Kino 8 1/2

Jüdische Filmtage: EIN NASSER HUND

Samstag, 12. November 2022 / 19:00 Uhr
Kino 8 1/2, Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

D 2020, R: Damir Lukačevic, B: Damir Lukačevic, K: Sten Mende, M: Boris Bojadzhiev, Sch: Christoph Strothjohann, D: Doguhan Kabadayi, Mohammad Eliraqui, Derya Dilber, Omar Antabli, Kida Khodr Ramadan, Samy Abdel-Fattah, Emircan Yildirim, 103 Min, FSK: 12

Die Verfilmung des autobiografischen Romans von Arye Sharuz Shalicar erzählt die Geschichte des jüdischen Jungen Soheil, der, um einer muslimischen Gang angehören zu können, seine jüdischen Wurzeln verleugnet. Mit seinem Mut zur Ambivalenz und einer radikal ehrlichen Erzählweise ist EIN NASSER HUND authentisch und spannend zugleich. Der Film in der Regie von Damir Lukacevic erzählt seine Geschichte von Anfang an mit einem klaren Bekenntnis zu Authentizität und Radikalität. Der Umgang innerhalb der Gang und die Auseinandersetzung mit verfeindeten Gruppen lässt fast einen dokumentarischen Eindruck entstehen und die Geschehnisse sind so dicht erzählt, dass man der Story gefesselt folgt. Doch neben dem Einblick in ein Milieu erzählt EIN NASSER HUND auch die Geschichte eines jungen Menschen, der nicht nur auf der Suche nach einem Platz im Leben und der Gesellschaft ist, sondern auch nach seiner eigenen Identität. Die Zugehörigkeit zu einer Religion steht hierbei, so relevant sie auch ist, nur stellvertretend für etwas, was einen Menschen eben gesellschaftlich definiert – in den Augen anderer und für sich selbst. Die exzellenten Jungdarsteller*innen wirken überzeugend in ihren Rollen und können die Konflikte auch anhand eines schnörkellos erzählenden Drehbuchs vermitteln, unterstützt von einem Cast an erfahrenen Darstellern wie Kida Khodr Ramadan. Und auch filmisch kann EIN NASSER HUND in allen Belangen, ob Kamera, Montage, Musik oder die Auswahl des Settings, überzeugen. (fbw-filmbewertung.com).

Im Anschluss: Online-Filmgespräch mit dem Regisseur Damir Lukačevik.

Trailer zum Film:

Die „Jüdischen Filmtage 2022“ sind eine gemeinsame Kooperation von: Synagogengemeinde Saar, Heinrich Böll Stiftung Saar, Kino 8 1/2, Landeshaupstadt Saarbrücken, Ministerium für Bildung und Kultur Saarland, Landeszentrale für politische Bildung Saarland, Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken, Villa Lessing, Union Stiftung, Saartoto, Sparkasse Finanzgruppe, Arbeit & Kultur Saarland GmbH, Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg, 1 A Pflegedienst GmbH, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister der LH Saarbrücken Uwe Conradt.

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Das komplette Programm auf der Website des Kino 8 1/2

Jüdische Filmtage: SCHABBAT BEI FREUNDEN

Freitag, 11. November 2022 / 19:00 Uhr
Gemeindesaal der Synagogengemeinde Saarbrücken / Lortzingstr. 8 / 66111 Saarbrücken

Ein einzigartiger Abend, der Gaumenfreuden mit Tradition und Geschichte verbindet. Die Besucher erwartet ein authentisches Schabbat-Menü mit Erklärungen zu den Traditionen und Gesetzen des jüdischen Ruhetages. Alle Interessenten haben auch die Möglichkeit, vor dem Dinner um 18.00 Uhr den Abendgottesdienst „Kabbalat Schabbat“ in der Synagoge zu besuchen. Unter der Leitung des Gemeindekantors Benjamin Chait steht Ihnen ein besonderes Erlebnis für die Ohren und die Seele bevor.

Unkostenbeitrag. 20.– Euro / Anmeldung: 0681 910380

Die „Jüdischen Filmtage 2022“ sind eine gemeinsame Kooperation von: Synagogengemeinde Saar, Heinrich Böll Stiftung Saar, Kino 8 1/2, Landeshaupstadt Saarbrücken, Ministerium für Bildung und Kultur Saarland, Landeszentrale für politische Bildung Saarland, Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken, Villa Lessing, Union Stiftung, Saartoto, Sparkasse Finanzgruppe, Arbeit & Kultur Saarland GmbH, Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg, 1 A Pflegedienst GmbH, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister der LH Saarbrücken Uwe Conradt.

Der Flyer der Filmreihe zum Download

Das komplette Programm auf der Website des Kino 8 1/2

Jüdische Filmtage: CONCERNED CITIZEN

Donnerstag, 10. November 2022 / 19:00 Uhr
Kino 8 1/2, Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

ISR 2022, R: Idan Haguel, B: Idan Haguel, K: Guy Sahaf, M: Zoe Polanski, Sch: Shauly Melamed, D: Shlomi Bertonov, Ariel Wolf, 82 Min, OmU

Ben pflanzt einen Straßenbaum vor seiner Haustür in Neve Sha’anan, einem migrantisch geprägten Stadtteil im Süden Tel Avivs. Das Viertel ist im Aufwind, und Ben hat hier zusammen mit seinem Partner Raz eine Wohnung gekauft und ausgebaut. Das schwule Paar ist in einem geregelten Leben angekommen: Festgelegte Handlungen strukturieren den Tagesablauf und alles ist an seinem vorgesehenen Platz. Zeit, auch den Kinderwunsch anzugehen. Akribisch und gewissenhaft suchen sie nach einer geeigneten Eizellenspenderin und Leihmutter. Als eines Tages ein nachbarschaftlicher Konflikt um den von ihm gepflanzten Baum eskaliert, wird Ben Zeuge brutaler Polizeigewalt an einem Eritreer. Sein Selbstbild und seine Pläne für das gemeinsame Leben mit Raz geraten ins Wanken. Idan Haguel zeigt ein schwules Mittelschicht-Paar, dessen Bedürfnis nach Selbstverwirklichung den Blick zunehmend verengt und tief liegende Vorurteile zutage fördert. Gekonnt erzählt er eine Parabel über die Mechanismen der Gentrifizierung, die mit satirischen Untertönen die unbequeme Frage aufwirft: Wie tolerant sind wir selbst eigentlich?
(berlinale.de).

Im Anschluss wird der Regisseur Idan Haguel zum Filmgespräch amwesend sein.

Trailer zum Film:

Die „Jüdischen Filmtage 2022“ sind eine gemeinsame Kooperation von: Synagogengemeinde Saar, Heinrich Böll Stiftung Saar, Kino 8 1/2, Landeshaupstadt Saarbrücken, Ministerium für Bildung und Kultur Saarland, Landeszentrale für politische Bildung Saarland, Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken, Villa Lessing, Union Stiftung, Saartoto, Sparkasse Finanzgruppe, Arbeit & Kultur Saarland GmbH, Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg, 1 A Pflegedienst GmbH, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister der LH Saarbrücken Uwe Conradt.

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Das komplette Programm auf der Website des Kino 8 1/2

Jüdische Filmtage: DISPLACED

Mittwoch, 9. November 2022 / 19:00 Uhr
Kino 8 1/2, Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

D 2020, R: Sharon Ryba-Kahn,, B: Sharon Ryba-Kahn, K: Omri Aloni, M: Dascha Dauenhauer, Sch: Evelyn Rack, 90 Min, FSK: 6, Dokumentarfilm, teilweise OmU

Sharon Ryba-Kahn ist in Deutschland geboren, ihre jüdischen Wurzeln stammen aus der 3. Generation von Überlebenden der Shoah, den meisten besser bekannt als der Holocaust. Bereits mit 14 Jahren zog sie zunächst von München nach Jerusalem, später nach Paris und nach New York für ihr Schauspiel- und Theaterstudium. Der Wunsch, als Regisseurin Dokumentarfilme zu realisieren, führte sie schließlich nach Potsdam Babelsberg, wo sie das Masterstudium für Dokumentarfilmregie aufnahm. DISPLACED ist nicht nur ihr Abschlussfilm, sondern erzählt ihre Geschichte und besonders die ihres Vaters, der sich nach sieben Jahren Funkstille plötzlich wieder bei ihr gemeldet hat. Einst stammte die Familie aus Polen, nach der Schoah zog es sie nach München, wo sie viele Jahre lebten. Um mehr über ihre Großeltern und die Familie ihres Vaters zu verstehen, beginnt sie mit Nachforschungen und reist dafür von Ort zu Ort. Ihr Blick schweift bei den Recherchen immer wieder in ihr persönliches Umfeld nicht-jüdischer Mitmenschen und dem Umgang mit der deutschen Vergangenheit ab. Sie sieht die Kluft, die zwischen der jüdischen Bevölkerung und der mehrheitlichen nicht-jüdischen Bevölkerung besteht. Wie geht die heutige Gesellschaft mit den Gräueltaten der Vergangenheit um? (kino.de).

Im Anschluss: Online-Filmgespräch mit der Regisseurin Sharon Ryba-Kahn.

Trailer zum Film:

Die „Jüdischen Filmtage 2022“ sind eine gemeinsame Kooperation von: Synagogengemeinde Saar, Heinrich Böll Stiftung Saar, Kino 8 1/2, Landeshaupstadt Saarbrücken, Ministerium für Bildung und Kultur Saarland, Landeszentrale für politische Bildung Saarland, Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken, Villa Lessing, Union Stiftung, Saartoto, Sparkasse Finanzgruppe, Arbeit & Kultur Saarland GmbH, Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg, 1 A Pflegedienst GmbH, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister der LH Saarbrücken Uwe Conradt.

Der Flyer der Filmreihe zum Download

Das komplette Programm auf der Website des Kino 8 1/2

Jüdische Filmtage: ZIYARA

Dienstag, 8. November 2022 / 19.00 Uhr
Kino 8 1/2, Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken

ZIYARA F/M/B 2020, R: Simone Bitton, B: Simone Bitton, K: Jacques Bouquin, M: Ghita Zouiten, Sch: Dominique Paris, 99 Min, OmU, Dokumentarfilm

ZIYARA ist eine Pilgerfahrt, die als Roadmovie daherkommt. Die Filmemacherin Simone Bitton sucht die heiligen jüdischen Stätten Marokkos auf, zeichnet ihre eigene Familiengeschichte und die Erfahrungen ihrer Generation nach, die das Land spätestens nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 verlassen hat – und doch dageblieben ist. Sie taucht in ein Erbe ein, das die Jahrhunderte überstanden hat, nicht zuletzt durch das Engagement der dort weiterlebenden Menschen, mit denen Bitton auf ihrer Reise immer wieder ins Gespräch kommt. Der Staub der Zeit lastet auf den Orten, vieles ist in die Jahre gekommen, doch leben sie im Verborgenen weiter, und so drehen sich Bittons Gespräche mit den Menschen dort immer um Themen rund um diese Plätze und ihre gegenwärtige Bedeutung, die sich im Film mit der eindrucksvollen Landschaft Marokkos abwechseln. (dokfilmwoche.com)
Der Film ZIYARA ist eine kontemplative Spurensuche und Entdeckungsreise: Bis in die 1950er-Jahre lebten in Marokko mehr als 300.000 Jüdinnen und Juden, darunter die Familie der Filmemacherin Simone Bitton. Sie fährt quer durch das Land ihrer Eltern, besucht Friedhöfe, Überreste jüdischer Viertel und Synagogen und spricht mit Einheimischen, die das verlassene Erbe liebevoll pflegen, über die Beziehungen zwischen Juden und Muslimen. (theateramolgaeck.org)
»Indem wir nach der Vergangenheit suchen, filmen wir immer die Gegenwart. ZIYARA reist durch Zeit und Raum; aber es ist offensichtlich das Marokko von heute, das vor meiner Kamera erscheint …« (Simone Bitton, Regisseurin).

 

Trailer zum Film:

Die „Jüdischen Filmtage 2022“ sind eine gemeinsame Kooperation von: Synagogengemeinde Saar, Heinrich Böll Stiftung Saar, Kino 8 1/2, Landeshaupstadt Saarbrücken, Ministerium für Bildung und Kultur Saarland, Landeszentrale für politische Bildung Saarland, Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken, Villa Lessing, Union Stiftung, Saartoto, Sparkasse Finanzgruppe, Arbeit & Kultur Saarland GmbH, Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg, 1 A Pflegedienst GmbH, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister der LH Saarbrücken Uwe Conradt.

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Jüdische Filmtage: KINDER DER HOFFNUNG

Montag, 7. November 2022 / 18.00 Uhr
Synagogengemeinde Saarbrücken / Lortzingstr. 8 / 66111 Saarbrücken

Zur Eröffnung der Jüdischen Filmtage 2022 in der Synagogengemeinde Saarbrücken wird der Film „Kinder der Hoffnung“ gezeigt

Kinder der  Hoffnung/ONE OF USD/ISR 2021, R: Yael Reuveny, B: Yael Reuveny, K: Andreas Köhler, M: Anna Katharina Bauer, Sch: Betty Blickwede, Asaaf Lapid, 84 Min, OmU,  Dokumentarfilm

Im Jahr 1988 posieren 32 Kinder einer israelischen Schulklasse für ein Foto. Als sich ihre Wege trennen, sind sie voller Hoffnung auf Frieden. Die Regisseurin Yael Reuveny hat sich entschieden, Israel zu verlassen. Jenes Foto stellt den Ausgangspunkt des Dokumentarfilms dar. Für den Film kehrt Reuveny zurück und trifft ihre ehemaligen Klassenkameraden, um zu sehen, was aus den Träumen und Idealen von damals geworden ist. Wie viele Israelis ihrer Generation hat auch die 1980 geborene Yael Reuveny ihrer Heimat den Rücken gekehrt, lebt im Ausland und dreht Dokumentarfilme. Doch die Bindung zu ihrer Heimat hat sie nie verloren, im Gegenteil, sie wurde gerade in der Ferne stärker. Ende der 80er Jahre lebte der israelische Staat in einer Phase der Hoffnung, die Zukunft sah rosig aus, Friedensabkommen mit den Nachbarn, vor allem den Palästinensern schienen möglich. Aktiv in Kriege verwickelt zu sein, schien den jungen Israelis einige Jahre später, als sie ihren für beide Geschlechter verpflichtenden Militärdienst begannen, undenkbar. Doch die Lage änderte sich. Was ist aus ihren Klassenkameraden geworden? Wo leben sie? Wie gehen sie mit der Geschichte ihres Landes um, mit den Hoffnungen, die sich vielleicht nicht erfüllt haben. Der ruhige, nachdenkliche und betont unspektakuläre Film KINDER DER HOFFNUNG, ist das Porträt einer Generation von Israelis, die in Zeiten des Friedens groß geworden sind, mit der Hoffnung auf eine Welt ohne Konflikte, die sich nicht bewahrheitet hat. (filmkunstkinos.de)

Trailer zum Film:

Die „Jüdischen Filmtage 2022“ sind eine gemeinsame Kooperation von: Synagogengemeinde Saar, Heinrich Böll Stiftung Saar, Kino 8 1/2, Landeshaupstadt Saarbrücken, Ministerium für Bildung und Kultur Saarland, Landeszentrale für politische Bildung Saarland, Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken, Villa Lessing, Union Stiftung, Saartoto, Sparkasse Finanzgruppe, Arbeit & Kultur Saarland GmbH, Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg, 1 A Pflegedienst GmbH, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister der LH Saarbrücken Uwe Conradt.

Flyer der Filmreihe zum Download

Das komplette Programm auf der Website des Kino 8 1/2