Heinrich-Böll-Stiftung Saar – die grüne politische Landesstiftung

Die folgenden Seiten unserer Homepage stellen unsere Arbeit vor, geben Hinweise zu unseren aktuellen Veranstaltungen, enthalten spannende Vorträge.
Außerdem finden Sie hier Fotos unserer Veranstaltungen und interessante Links zu grünennahen und anderen Institutionen.
Gerne können sie uns auch Ihre Anregungen, Kritik, aber auch Lob zusenden.
Eine informative Lektüre wünscht Ihnen Ihre Heinrich-Böll-Stiftung Saar.

Die Jüdischen Film- & Kulturtage 2019

Die Jüdischen Film- & Kulturtage Saarbrücken finden nunmehr zum 11. Mal statt. Im Jubiläumsjahr 2018 haben über 600 Menschen die verschiedenen Veranstaltungen und Filmvorführungen während der Jüdischen Film- & Kulturtage besucht. An diesen Erfolg möchten wir anknüpfen und auch weiterhin die Jüdischen Filmtage Saarbrücken mit einem Rahmenprogramm bereichern.

Die Mischung aus Filmen mit jüdischer bzw. israelischer Thematik, Vorträgen, Einführungen, einem Theaterstück und einer Schabbat-Feier wird den interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen tieferen Einblick in das jüdische Leben im Saarland und weltweit geben können. Insbesondere im Umfeld des wachsenden Antisemitismus in Deutschland und Europa sehen die Veranstalter die Jüdischen Film- & Kulturtage als einen Beitrag zur Verständigung und Abbau von Vorurteilen.

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Ausstellung: „1948.“ Zur Gründung des Staates Israel

Irakische Juden verlassen den Flughafen Lod (Israel) auf ihrem Weg zum ma’abara-Transitlager (1951).

Montag 28.10.2019 Vernissage
Begrüßung durch Oberbürgermeister Uwe Conradt
Begrüßung durch Eric Barth für die DIG AG Saar
Einführungsvortrag Dr. Oren Osterer
Anschließend Rundgang durch die Ausstellung im Hauberrisser Saal und Umtrunk
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Begleitprogramm zur Ausstellung:

Mittwoch, 30.10.2019 / 20 Uhr / Rathaus Festsaal
Alex Feuerherdt: “Vereinte  Nationen gegen Israel: Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert“
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Montag, 18.11.2019 / 19 Uhr / Gemeindesaal der Synagoge Saarbrücken
Eldad Beck: „1948 – Enttabuisierung einer politischen Lüge“

Sonntag, 17.11.2019 / 19 Uhr / Kino 8 ½
Filmvorführung „The Silent Exodus“ von Pierre Rehov
im Rahmen der „Jüdischen Film-und Kulturtage Saarbrücken 2019″        

Donnerstag, 21.11.2019 / 20.00 Uhr / Rathaus Festsaal
Abschlussvortrag von Dr. Stephan Grigat: „Der Exodus der Juden aus der arabischen Welt und dem Iran – Diskriminierung, Flucht und Vertreibung“
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Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Öffnungszeiten der Ausstellung sind Montag bis Freitag, 9.00 bis 18.00 Uhr.

Hans Kirsch: Polizei im Zweiten Weltkrieg

Donnerstag, 17. Oktober 2019 / 19 Uhr
Buchhandlung St. Johann / Kronenstr. 6 / Saarbrücken

Oktober 1942, Misotsch/Westukraine, 700 Opfer, Sicherheitspolizei Rowno

Die Massenerschießungen im Osten waren der Auftakt zum Holocaust

Der Versuch der Nationalsozialisten, die Juden in Europa auszulöschen, kostete mehr als sechs Millionen Menschen das Leben. Die meisten von ihnen wurden in Konzentrations- und Vernichtungslagern umgebracht. Weniger bekannt ist, dass an dem Völkermord auch eine andere staatliche Institution mitgewirkt hat: die Polizei des Dritten Reiches. Sie tötete während des Krieges im Osten durch Massenerschießungen mehr als eine Million Juden, sowjetische Kommissare, Sinti und Roma und andere angebliche „Reichsfeinde“. Nach dem Krieg wurde dieses dunkle Kapitel lange verschwiegen, es hieß, die Polizei sei auch im Krieg „sauber geblieben“.

Dass dies nicht so war, darüber spricht am 17. Oktober 2019, 19 Uhr, in Saarbrücken Hans Kirsch aus Selchenbach, Kreis Kusel, der von 1965 bis 2004 selbst Polizeibeamter in Rheinland-Pfalz war. Das Thema des Vortrags lautet: „Polizei im Zweiten Weltkrieg: Die Massenerschießungen im Osten waren der Auftakt zum Holocaust“. Speziell wird der Referent in dem Vortrag auf eines der größten Massaker des Krieges eingehen, auf die „Räumung“ der Gettos von Pinsk und Umgebung, bei der mehr als 32.000 Juden ermordet wurden. Eine der beteiligten Polizeieinheiten, das so genannte „Ernteschutzkommando Metz“, fuhr im August 1942 vom Saarbrücker Schloss aus in den Einsatz.

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Eindrücke von der Veranstaltungsreihe mit Klaus Gietinger

Veranstaltungsreihe 100 Jahre Revolution und Konterrevolution in Deutschland

9. Mai bis 5. Juni 2019

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Foto: Kavgić

Lesung mit Thomas Girst: Alle Zeit der Welt

Freitag, 13. 09. 2019 / 20.00 Uhr
Filmhaus Saarbrücken / Mainzerstraße 8

Geschichten über erstaunliche Dinge, die sehr viel Zeit brauchen – Eine Feier der Langsamkeit gegen das Tempo der Gegenwart

Ein umfassendes Wörterbuch, an dem mehrere Generationen gearbeitet haben, oder ein französischer Briefträger, der auf seinem täglichen Gang Steine und Muscheln sammelt, aus denen er in 33 Jahren ganz alleine einen fantastischen Palast errichtet: Manches braucht eben etwas mehr Zeit. Thomas Girst versammelt höchst unterhaltsame Geschichten von Künstlern und Wissenschaftlern mit langem Atem – einer Fähigkeit, die vielen von uns heute fehlt. Doch wenn er sich Zeit lässt, sind dem Menschen große Dinge möglich. Wir müssen nur lernen, uns die Zeit zu nehmen. Dieses Buch erhebt Einspruch gegen das Diktat des Tempos.

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Klaus Gietinger: Vollbremsung – Warum das Auto keine Zukunft hat und wir trotzdem weiterkommen

Dienstag, 03. 09. 2019 / 19.00 Uhr
Buchhandlung St. Johann / Kronenstr. 6 / Saarbrücken

Das Auto muss weg!
Wege in die Zukunft der Mobilität, in der wir ohne Auto weiterkommen. Das Auto tötet jährlich Millionen Menschen, zerstört die Umwelt und die Atmosphäre. Schuld daran ist eine allmächtige Autoindustrie, die die Welt jedes Jahr mit mehr KFZ zumüllt. Autofahren macht süchtig, wir sind die Junkies, die Konzerne, Politiker und Medien bilden ein Drogenkartell, das uns Mobilität verspricht und Stau und Sterben beschert. Wollen wir nicht an die Wand fahren ist es Zeit für eine Vollbremsung. Und nie war der Moment günstiger: Diesel-, Feinstaub-, Stickstoffgate, drohende Klimakatastrophe. Vor allem junge Menschen lassen sich dies nicht mehr gefallen, sie schwänzen die Schule um den Planeten zu retten.
Dieses Buch zeigt wie wir weiterkommen.
Steigen Sie ein, springen Sie auf, gehen Sie ihren Weg!

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Besatzung, Verfolgung, Widerstand – Die deutsche Herrschaft in den Niederlanden 1940-45

Bildungsreise vom 5. Oktober bis zum 11. Oktober 2019
nach Amsterdam und Den Haag

Vorträge und Diskussionen, Führungen und der Besuch von Gedenkstätten des Widerstandes und der Verfolgung in Amsterdam, Den Haag und anderen Orten bilden einen zentralen Bestandteil der Reise.

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Öffentliche Räume in Stadt und Land

Samstag, 21. September 2019 / 9.30 bis 17 Uhr
Bundesweite kommunalpolitische Konferenz
Würzburg / Burkardushaus am Bruderhof 1

Programm und Anmeldung im Veranstaltungsflyer zum Download

Bedeutungswandel, Qualitäten und Herausforderungen

Öffentliche Räume sind Begegnungsräume von Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhängen und als solche wichtig für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Die Beschaffenheit öffentlicher Räume macht unsere Städte und Dörfer lebenswert; die Bedingungen dafür unterscheiden sich aber in urbanen und dörflichen Umgebungen.
Autofahrer*innen und Fußgänger*innen, Einheimische und Tourist*innen, Obdachlose und Besserverdienende, Jugendliche und Shoppende teilen sichParks, Straßen und Plätze. Die Herausforderung in peripheren ländlichen Gebieten besteht in der Erhaltung und gezielten Ermöglichung vorhandener Strukturen des öffentlichen und demokratischen Miteinanders. Wem gehören die öffentlichen Räume in Stadt und Land? Wer darf bleiben, wer darf sich ausbreiten? Wer entscheidet? Die Interessen verschiedener Gruppen im und am öffentlichen Raum müssen verhandelt und ggf. auch reguliert werden, damit der soziale Frieden erhalten bleibt.

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Konzert Phase IV – Songzyklus Southwest

Freitag, 7. Juni 2019 / 20 Uhr
Kleiner Theatersaal / Saarbrücker Rathaus

Sabine Noß, Christof Thewes, Hartmut Oßwald, Jan Oestreich, Martial Frenzel, Text: Alfred Gulden, Visualisierung: Bernd Rausch

Die Entfremdung des Einzelnen und die Entfremdung der „Indianer“ im Besonderen

Songzyklus ”Southwest ” der Band Phase IV – komponiert von Ch.Thewes, getextet von A. Gulden – Einige Musikstücke haben inhaltlich, aus unterschiedlichsten Blickwinkeln, mit den amerikanischen Ureinwohnern, den indigenous peoples („Indianer“), mal als reales Bild des in der Bibel  beschriebenen Brudermordes, mal als fremde und geheimnisvolle Kultur oder als mythische Gestalten in amerikanischen Hollywoodfilmen, zu tun.
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Revolution und Konterrevolution in Deutschland 1918-1920

Eine Veranstaltungsreihe mit Klaus Gietinger

Im August 1914 brach die SPD im Reichstag mit ihrer antimilitaristischen Tradition und unterstützte durch Zustimmung zu den Kriegskrediten die imperialistische Gewaltpolitik des kaiserlichen Deutschen Reiches. Der Überfall auf das neutrale Belgien und das angrenzende Frankreich wurde als Verteidigungskrieg verkauft. Der Erste Weltkrieg war geboren. Zwei Jahre später flogen die Kriegsgegner in der Partei aus derselben und gründeten die USPD.
Vier Jahre später waren über 17 Million Menschen tot, der Krieg verloren. Die Matrosen in Kiel meuterten, über ganz Deutschland verbreitete sich die Revolution. Die Führung der SPD, die die Revolution verhindern wollte, setzte sich an deren Spitze, um sie zu stoppen. Dazu verbündete sie sich mit den alten Militärs, fürchtete sich vor den eigenen Massen und dem eigenen Parteiprogramm und schlug alle Versuche dieses umzusetzen mit präfaschistischen Freikorps nieder. Der junge irische Historiker Marc Jones bezeichnete dies als „Founding Weimar“. Die Weimarer Republik war auf Massaker gegründet. 100 Jahre später rückt diese vergessene Revolution wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Junge Historiker betonen ihren hohen Gebrauchswert und ältere Semester dieser Zunft beginnen – im Zuge des europäischen Rechtsruckes – sie erneut zu verleumden.
Grund genug zu vier Veranstaltungen zu diesem Thema, das an der Grenze zu Frankreich, dort wo sich Deutsche und Franzosen Jahrhunderte lang die Köpfe eingeschlagen haben, eine zusätzliche Brisanz erhält. Dabei werden auch Ausschnitte aus historischen Filmen gezeigt, an denen Klaus Gietinger als Autor beteiligt war.

Der Erste Weltkrieg und die Revolution
Donnerstag, 9. Mai 2019 / 19.00 Uhr / Kino 8 1/2
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Die November- und die Konterrevolution 1918/19
Mittwoch, 15. Mai 2019 / 19.00 Uhr / Kino 8 1/2
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Letztes Aufbäumen – Die Bayerische Räterepublik 1919 und die Rote Ruhrarmee 1920
Donnerstag, 23. Mai 2019 / 19.00 Uhr / NN 19, Nauwieserstr. 19
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Neue Erkenntnisse versus Geschichtsklitterung
Mittwoch, 5. Juni 2019 / 19.00 Uhr / Kino 8 1/2
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