Heinrich-Böll-Stiftung Saar – die grüne politische Landesstiftung

Die folgenden Seiten unserer Homepage stellen unsere Arbeit vor, geben Hinweise zu unseren aktuellen Veranstaltungen, enthalten spannende Vorträge.
Außerdem finden Sie hier Fotos unserer Veranstaltungen und interessante Links zu grünennahen und anderen Institutionen.
Gerne können sie uns auch Ihre Anregungen, Kritik, aber auch Lob zusenden.
Eine informative Lektüre wünscht Ihnen Ihre Heinrich-Böll-Stiftung Saar.

Klaus Gietinger: Vollbremsung – Warum das Auto keine Zukunft hat und wir trotzdem weiterkommen

Dienstag, 03. 09. 2019 / 19.00 Uhr
Buchhandlung St. Johann / Kronenstr. 6 / Saarbrücken

Das Auto muss weg!
Wege in die Zukunft der Mobilität, in der wir ohne Auto weiterkommen. Das Auto tötet jährlich Millionen Menschen, zerstört die Umwelt und die Atmosphäre. Schuld daran ist eine allmächtige Autoindustrie, die die Welt jedes Jahr mit mehr KFZ zumüllt. Autofahren macht süchtig, wir sind die Junkies, die Konzerne, Politiker und Medien bilden ein Drogenkartell, das uns Mobilität verspricht und Stau und Sterben beschert. Wollen wir nicht an die Wand fahren ist es Zeit für eine Vollbremsung. Und nie war der Moment günstiger: Diesel-, Feinstaub-, Stickstoffgate, drohende Klimakatastrophe. Vor allem junge Menschen lassen sich dies nicht mehr gefallen, sie schwänzen die Schule um den Planeten zu retten.
Dieses Buch zeigt wie wir weiterkommen.
Steigen Sie ein, springen Sie auf, gehen Sie ihren Weg!

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Besatzung, Verfolgung, Widerstand – Die deutsche Herrschaft in den Niederlanden 1940-45

Bildungsreise vom 5. Oktober bis zum 11. Oktober 2019
nach Amsterdam und Den Haag

Vorträge und Diskussionen, Führungen und der Besuch von Gedenkstätten des Widerstandes und der Verfolgung in Amsterdam, Den Haag und anderen Orten bilden einen zentralen Bestandteil der Reise.

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Öffentliche Räume in Stadt und Land

Samstag, 21. September 2019 / 9.30 bis 17 Uhr
Bundesweite kommunalpolitische Konferenz
Würzburg / Burkardushaus am Bruderhof 1

Programm und Anmeldung im Veranstaltungsflyer zum Download

Bedeutungswandel, Qualitäten und Herausforderungen

Öffentliche Räume sind Begegnungsräume von Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhängen und als solche wichtig für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Die Beschaffenheit öffentlicher Räume macht unsere Städte und Dörfer lebenswert; die Bedingungen dafür unterscheiden sich aber in urbanen und dörflichen Umgebungen.
Autofahrer*innen und Fußgänger*innen, Einheimische und Tourist*innen, Obdachlose und Besserverdienende, Jugendliche und Shoppende teilen sichParks, Straßen und Plätze. Die Herausforderung in peripheren ländlichen Gebieten besteht in der Erhaltung und gezielten Ermöglichung vorhandener Strukturen des öffentlichen und demokratischen Miteinanders. Wem gehören die öffentlichen Räume in Stadt und Land? Wer darf bleiben, wer darf sich ausbreiten? Wer entscheidet? Die Interessen verschiedener Gruppen im und am öffentlichen Raum müssen verhandelt und ggf. auch reguliert werden, damit der soziale Frieden erhalten bleibt.

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Konzert Phase IV – Songzyklus Southwest

Freitag, 7. Juni 2019 / 20 Uhr
Kleiner Theatersaal / Saarbrücker Rathaus

Sabine Noß, Christof Thewes, Hartmut Oßwald, Jan Oestreich, Martial Frenzel, Text: Alfred Gulden, Visualisierung: Bernd Rausch

Die Entfremdung des Einzelnen und die Entfremdung der „Indianer“ im Besonderen

Songzyklus ”Southwest ” der Band Phase IV – komponiert von Ch.Thewes, getextet von A. Gulden – Einige Musikstücke haben inhaltlich, aus unterschiedlichsten Blickwinkeln, mit den amerikanischen Ureinwohnern, den indigenous peoples („Indianer“), mal als reales Bild des in der Bibel  beschriebenen Brudermordes, mal als fremde und geheimnisvolle Kultur oder als mythische Gestalten in amerikanischen Hollywoodfilmen, zu tun.
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Revolution und Konterrevolution in Deutschland 1918-1920

Eine Veranstaltungsreihe mit Klaus Gietinger

Im August 1914 brach die SPD im Reichstag mit ihrer antimilitaristischen Tradition und unterstützte durch Zustimmung zu den Kriegskrediten die imperialistische Gewaltpolitik des kaiserlichen Deutschen Reiches. Der Überfall auf das neutrale Belgien und das angrenzende Frankreich wurde als Verteidigungskrieg verkauft. Der Erste Weltkrieg war geboren. Zwei Jahre später flogen die Kriegsgegner in der Partei aus derselben und gründeten die USPD.
Vier Jahre später waren über 17 Million Menschen tot, der Krieg verloren. Die Matrosen in Kiel meuterten, über ganz Deutschland verbreitete sich die Revolution. Die Führung der SPD, die die Revolution verhindern wollte, setzte sich an deren Spitze, um sie zu stoppen. Dazu verbündete sie sich mit den alten Militärs, fürchtete sich vor den eigenen Massen und dem eigenen Parteiprogramm und schlug alle Versuche dieses umzusetzen mit präfaschistischen Freikorps nieder. Der junge irische Historiker Marc Jones bezeichnete dies als „Founding Weimar“. Die Weimarer Republik war auf Massaker gegründet. 100 Jahre später rückt diese vergessene Revolution wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Junge Historiker betonen ihren hohen Gebrauchswert und ältere Semester dieser Zunft beginnen – im Zuge des europäischen Rechtsruckes – sie erneut zu verleumden.
Grund genug zu vier Veranstaltungen zu diesem Thema, das an der Grenze zu Frankreich, dort wo sich Deutsche und Franzosen Jahrhunderte lang die Köpfe eingeschlagen haben, eine zusätzliche Brisanz erhält. Dabei werden auch Ausschnitte aus historischen Filmen gezeigt, an denen Klaus Gietinger als Autor beteiligt war.

Der Erste Weltkrieg und die Revolution
Donnerstag, 9. Mai 2019 / 19.00 Uhr / Kino 8 1/2
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Die November- und die Konterrevolution 1918/19
Mittwoch, 15. Mai 2019 / 19.00 Uhr / Kino 8 1/2
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Letztes Aufbäumen – Die Bayerische Räterepublik 1919 und die Rote Ruhrarmee 1920
Donnerstag, 23. Mai 2019 / 19.00 Uhr / NN 19, Nauwieserstr. 19
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Neue Erkenntnisse versus Geschichtsklitterung
Mittwoch, 5. Juni 2019 / 19.00 Uhr / Kino 8 1/2
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Zum Veranstaltungsflyer und Plakat

Veranstaltungsreihe zu Feminismus

Auf der ganzen Welt kämpfen Frauen gegen die Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt des Patriarchats. Argentinische Frauen erheben sich gegen Femizide, die kurdischen Frauenverteidi-gungseinheiten gegen den IS, in Polen finden Massendemonstrationen für das Recht auf Abtrei-bung statt, Frauen im Iran protestieren gegen den islamischen Kleidungszwang. Auch Kämpfe gegen geschlechtsspezifische Ausbeutung werden zunehmend sichtbarer. Ein Beispiel hierfür sind die knapp 6 Millionen Frauen, die am 8. März 2018 in Spanien ihre Arbeit bestreikten. Zudem kämpfen Frauen alltäglich damit, sexualisierter Gewalt zu entgehen, die doppelte Ausbeutung durch Lohn- & Hausarbeit zu überleben oder die männliche Logik des öffentlichen Raums zu über-listen. Wir wollen einen Feminismus, der in der Lage ist, die politischen Kämpfe zu führen und eine Gesellschaft zu errichten, in der die alltäglichen Kämpfe von Frauen überwunden sind. Dieser muss eine materialistische Kritik der Geschlechterverhältnisse ebenso leisten, wie die Formulierung von gemeinsamen politischen & sozialen Interessen von Frauen als Ausgangspunkt feministischer Praxis. Er muss sich den schon geführten Debatten und Kämpfen bewusst werden. Unsere Verans-taltungsreihe will die Diskussionen um einen solchen Feminismus auch in Saarbrücken führen und lädt alle interessierten Menschen ein, dies mit uns zu tun.

Veronika Kracher: It’s not just boys‘ fun.

Geschlechterbilder in der radikalen Linken
Dienstag, 07. Mai 2019 / 19 Uhr
Rosa Luxemburg Stiftung / Futterstr. 17-19 / Saarbrücken
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Koschka Linkerhand: Die gelebten Realitäten von Frauen und Mädchen

Eine materialistische Kritik des Patriarchats
Mittwoch, 15. Mai 2019 / 18 Uhr
NN 19 / Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken
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Charlotte Mohs: „Marxismus & Feminismus. Eine gückliche Ehe?“

Überlegungen zum Verhältnis von Klasse und Geschlecht
Freitag, 17. Mai 2019 / 19 Uhr /
NN 19 / Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken
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Carolina Balderrama: „Ni una menos!“

Einblick in die feministische Bewegung in Lateinamerika
Freitag, 07. Juni 2019 / 19 Uhr
Kino 8 1/2 / Nauwieserstr. 19 / Saarbrücken
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Der Grüne Salon

Mit Dr. Jens Althoff / Einführung Markus Tressel, Grüne MDB

Montag, 20. 05. 2019 / 19.00 Uhr
Schauplatz im Filmhaus / Mainzer Straße 8 / Saarbrücken

Europa wählt am 26. Mai. Es geht um eine Richtungsentscheidung für die Zukunft des Kontinents. Noch nie seit seinen Anfängen wurde das europäische Projekt so grundsätzlich in Frage gestellt. Der überwunden geglaubte Nationalismus kehrt zurück auf die europäische Bühne. Aber gibt es vor dem Hintergrund dieser gemeinsamen Herausforderung eine europäische Öffentlichkeit, die gemeinsam über die Gestaltung der Zukunft debattiert? Steht Europa im Mittelpunkt der Debatten zu den Europawahlen? Dieser Frage soll im Vergleich der Debatten zu den Europawahlen in Deutschland und Frankreich nachgegangen werden. Welche Themen und Debatten beschäftigen Menschen und Medien diesseits und jenseits des Rheins, wo sind dort Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen? Inwieweit geht es um europäische Fragen oder dominieren innenpolitische Auseinandersetzungen den Wahlkampf – und wenn ja, welche?

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Lesung mit Maike Albath: Trauer und Licht

Lampedusa, Sciascia, Camilleri und die Literatur Siziliens

Montag, 13. Mai 2019 / 19.30 Uhr
Buchhandlung St. Johann / Kronenstr. 6 / Saarbrücken

Sizilien, die magische Insel, ihre Literatur, ihre brodelnde politische Gegenwart – all das wird zum Thema in diesem dritten großen Italienbuch von Maike Albath, die mit Land, Literatur und Bewohnern vertraut ist wie nur wenige. Der Horizont reicht von Lampedusas Leopard, mit dem die Insel die Bühne der Weltliteratur betritt, über Leonardo Sciascia bis zu Andrea Camilleri und seinen international erfolgreichen Montalbano-Krimis. Ein verführerischer Streifzug durch die Geschichte, durch Landschaften und die Straßen von Palermo und Catania, wo sich bis heute eine kulturelle und literarische Vielfalt erhalten hat, die einmalig ist in Europa.

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Lea Susemichel: „Identitätspolitiken – Konzepte und Kritiken in Geschichte und Gegenwart der Linken“

Buchvorstellung

Dienstag, 28. Mai 2019 / 19:00 Uhr
FrauenGenderBibliothek Saar / Großherzog-Friedrich-Straße 111 / 66121 Saarbrücken

Identitätspolitik bedeutet, sich über die eigene Identität als beispielsweise Afroamerikanerin, Jude, Frau, Lesbe oder Arbeiter zu definieren – und bestenfalls auch zu organisieren. Doch obwohl diese Form der Identitätspolitik die Basis zahlloser sozialer Bewegungen wie bspw. des Feminismus bildete, wurde sie spätestens durch die Queer und Postcolonial Theory radikal infrage gestellt.
Doch Identitätspolitik wird nicht nur theoretisch heftig herausgefordert, sondern inzwischen auch innerhalb der Linken als geradezu konterrevolutionär scharf kritisiert: Sie schade dem Klassenkampf, so die Argumentation. Denn der Kampf gegen Diskriminierung würde von jenem gegen soziale Ungleichheit nur ablenken.
Der Vortrag bietet einen Überblick über die gegenwärtigen identitätspolitischen Debatten in der Linken. Und er will zeigen: Die Kritik von Minderheiten ist eine demokratiepolitische Stärke und eben nicht die Schwäche linker Bewegungen. Nicht Spaltung ist das Ziel, sondern letztendlich das, was vermeintlich verhindert wird: Solidarität.

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Eindrücke von der Buchvorstellung: „Aufstieg und Wandel“ Die Völklinger Hütte von 1945 -1975 mit dem Autor Hubert Kesternich

Einführung durch Stephan Ahr, Betriebsratsvorsitzender Saarstahl AG
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Fotos: Kavgić